{"id":10385,"date":"2003-03-01T00:00:00","date_gmt":"2003-03-01T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=10385"},"modified":"2003-03-01T00:00:00","modified_gmt":"2003-03-01T00:00:00","slug":"10385","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2003\/03\/10385\/","title":{"rendered":"Beispiele von Streiks gegen Krieg und Aufr&uuml;stung"},"content":{"rendered":"<p><!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\n<span style=\"font-weight: bold;\">1958<\/span><br \/>  Der Regierungsbeschluss zur atomaren Bewaffnung der Bundeswehr l&ouml;ste einen Sturm der Entr&uuml;stung aus und schuf die Bewegung &#x84;Kampf dem Atomtod&#x93;. Zehntausende ArbeiterInnen, vor allem in den norddeutschen Werften, traten dagegen in Streik. Der 1. Mai 1958 wurde zur gr&ouml;&szlig;ten politischen Massendemonstration nach dem Zweiten Weltkrieg. &Uuml;berall in den Gewerkschaften wurde der Generalstreik als Waffe gegen die atomare Aufr&uuml;stung gefordert. 94,9 Prozent der befragten Mitglieder der &ouml;tv (damalige Gewerkschaft des &ouml;ffentlichen Dienstes) sprachen sich f&uuml;r einen Generalstreik aus. Die atomare Aufr&uuml;stung der Bundeswehr war vom Tisch. <br \/>  <br style=\"font-weight: bold;\"> <span style=\"font-weight: bold;\">1920<\/span><br \/>  Deutschland sollte zum Aufmarschgebiet der imperialistischen M&auml;chte gegen Sowjet-Ru&szlig;land werden. Doch die ArbeiterInnen in Deutschland waren nicht bereit, die milit&auml;rische Niederschlagung der russischen Revolution zu dulden. Die EisenbahnerInnen beschlossen, keine Munitionsz&uuml;ge zu bef&ouml;rdern. HafenarbeiterInnen in allen Hafenst&auml;dten weigerten sich, Schiffe mit Kriegsger&auml;ten gegen Russland zu entladen. KollegInnen in den Munitionsfabriken weigerten sich, Waffen gegen Russland zu produzieren. <br \/>  Als die ArbeiterInnen bei Daimler in Stuttgart herausfanden, dass von ihnen produzierte Panzerautos entgegen allen Behauptungen im imperialistischen Feldzug der Allierten gegen Russland eingesetzt werden sollten, schritten sie zur Tat: Drei bereits verladene Fahrgestelle wurden wieder von Eisenbahnwaggons heruntergeholt und mit Schneidbrennern in mehrere Teile zerlegt. Als zwei Arbeiter daraufhin entlassen wurden, &#x84;gab dies den Anlass zu einem beispiellos wilden Sturm auf die Betriebsdirektion. Unter Drohungen wurde Direktor L. aus seinem Arbeitszimmer herausgeholt. Er konnte sich nur dadurch vor Misshandlungen sch&uuml;tzen, dass er die K&uuml;ndigung zur&uuml;cknahm&#8230;&#x93; (Bericht der W&uuml;rttembergischen Regierung vom 18. Oktober 1920)<\/p>\n<p>  <span style=\"font-weight: bold;\">Erster Weltkrieg<\/span><br \/>  Neun Monate nach Kriegsbeginn kam es im April 1915 zu den ersten illegalen Streiks gegen die K&uuml;rzungen von Brot-Rationen. Es folgten Streiks der Berliner Metallarbeiter im Juni 1915, Streiks im ganzen Reich im April 1917 und schlie&szlig;lich der Munitionsarbeiterstreik in Berlin im Januar 1918. Diese Streiks richteten sich zunehmend nicht nur gegen die Abw&auml;lzung der Kriegslasten auf die arbeitende Bev&ouml;lkerung, sondern gegen Krieg und Milit&auml;rdiktatur insgesamt. <br \/>  Weil die Gewerkschaftsf&uuml;hrung den Krieg und die Milit&auml;rdiktatur unterst&uuml;tzte, richteten sich diese Streiks auch gegen die eigene F&uuml;hrung. In Berliner R&uuml;stungs- und Gro&szlig;betrieben entstanden aus diesen Streiks mit den revolution&auml;ren Obleuten und dem von ihnen aufgebauten Gro&szlig;-Berliner Arbeiterrat betriebliche und betriebs&uuml;bergreifende Kampfstrukturen. <br \/>  Der Berliner Arbeiterrat bereitete sich mit VertreterInnen der politischen Linken darauf vor, einen Aufstand zu organisieren. Dies war einer der Ans&auml;tze, die in die Novemberrevolution 1918 m&uuml;ndeten, Krieg und Kaiserreich beendeten und eine sozialistische Umgestaltung auf die Tagesordnung setzte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[147],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10385"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10385"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10385\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10385"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10385"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10385"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}