{"id":10380,"date":"2003-02-27T00:00:00","date_gmt":"2003-02-27T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=10380"},"modified":"2003-02-27T00:00:00","modified_gmt":"2003-02-27T00:00:00","slug":"10380","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2003\/02\/10380\/","title":{"rendered":"F&uuml;r den Aufbau einer neuen Arbeiterpartei!"},"content":{"rendered":"<p>Eine neue Interessensvertretung f&uuml;r Besch&auml;ftigte, Jugendliche, Arbeitslose und RentnerInnen ist n&ouml;tig<\/p>\n<p>  von Ga&eacute;tan Kaytare, Aachen<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nDie Angriffe auf K&uuml;ndigungsschutz, Gesundheitssystem, Ladenschluss und so weiter zeigen: Harte Auseinandersetzungen stehen bevor, nur um fr&uuml;here Errungenschaften zu verteidigen. Ohne eigene k&auml;mpferische Interessenvertretung auf betrieblicher und besonders auf politischer Ebene, ist weiterer und massiver Sozialabbau vorprogrammiert. Eine konsequente Interessenvertretung der Arbeiterklasse ist entscheidend f&uuml;r das Gef&uuml;hl der Besch&auml;ftigten f&uuml;r ihre eigene St&auml;rke, f&uuml;r ihre Kampfkraft und damit f&uuml;r ihren Lebensstandard.<br \/>  Unmittelbar sind hier die Gewerkschaften gefordert Gegenwehr zu organisieren. Neue Formationen wie Attac bieten Ans&auml;tze, Widerstand gegen neoliberale Angriffe zu leisten. Doch schmerzlich sichtbar ist auch: Auf der Ebene der etablierten Parteien herrscht Einheitsbrei kapitalistischer Logik. <br \/>  Die SPD war fr&uuml;her noch davon gepr&auml;gt, dass ArbeiterInnen in ihr aktiv waren, eine direkte Verbindung zwischen ihr und den K&auml;mpfen von Besch&auml;ftigten bestand und innerhalb der SPD und in ihrem Umfeld die b&uuml;rgerliche Politik der SPD-F&uuml;hrung auf den Widerstand der Basis stie&szlig;. Heute ist die SPD die Partei, die in den letzten Jahren die W&uuml;nsche der Unternehmer erf&uuml;llte &#x96; und die Reste, die merkw&uuml;rdigerweise immer noch linker Fl&uuml;gel genannt werden, waren erstaunlich still. <br \/>  Wenn man nichts hat, klammert man sich bekanntlich an jeden Strohhalm: eine Zeitlang &uuml;berwog trotzalledem die Hoffnung, die SPD k&ouml;nnte sich doch vielleicht ihres Ursprungs erinnern und wieder Partei f&uuml;r die arbeitenden Menschen ergreifen. Die Gewerkschaftsf&uuml;hrung tat ein &uuml;briges, um diese Illusion zu n&auml;heren, in dem sie immer wieder aufrief, SPD zu w&auml;hlen und damit verbunden von einem &#x84;Politikwechsel&#x93; sprach. Der fortgesetzte Sozialkahlschlag der Schr&ouml;der-Regierung hat diese Illusion in die SPD zerst&ouml;rt. Die Entfremdung der Besch&auml;ftigten, Jugendlichen und Arbeitslosen gegen&uuml;ber allen etablierten Parteien hat enorm zugenommen.<\/p>\n<p>  Ohne Interessensvertretung<\/p>\n<p>  Millionenweise wenden sich ArbeitnehmerInnen ab. Die aktuellen Umfrage- und die Wahlergebnisse in Niedersachsen und Hessen sind ein Beleg daf&uuml;r. Die Schr&ouml;der-Regierung wird weiterhin versuchen die Krise auf die Arbeiterklasse abzuw&auml;lzen. Gr&ouml;&szlig;ere Konfrontationen zwischen der SPD und der Arbeiterklasse sind vorprogrammiert. <br \/>  Die PDS hat selbst nie den Anspruch gehabt Interessensvertretung der Besch&auml;ftigten bundesweit zu sein oder zu werden. Ihre heutige Politik zeigt, dass sie auch nicht dazu im Stande w&auml;re.<br \/>  So hat die Verb&uuml;rgerlichung der SPD nicht blo&szlig; den Kapitalisten eine zus&auml;tzliche Partei beschert, sondern die Arbeiterklasse vor&uuml;bergehend entwaffnet und ohne politische Interessenvertretung gelassen. Eine neue Arbeiterpartei ist n&ouml;tig.<\/p>\n<p>  Woher der Ansto&szlig;?<\/p>\n<p>  Die Arbeiterklasse ist parteilos und die Nachfrage nach einer k&auml;mpferischen Arbeiterpartei ist so gro&szlig; wie noch nie. Es sei hier nur an die Spiegel-online-Umfrage erinnert wonach sich 40 Prozent der W&auml;hlerInnen vorstellen k&ouml;nnen eine neue Partei von Lanfontaine und Gysi zu w&auml;hlen. Man kann nicht ausschlie&szlig;en da&szlig; Gysi und Lanfontaine eine Initiative zu einer neuen Partei starten k&ouml;nnen. Sie haben es aber sicher nicht n&ouml;tig, geschweige denn eilig damit.<br \/>  Viele AktivistInnen in Gewerkschaften und Betrieben, die eine neue Arbeiterpartei mit aufbauen w&uuml;rden, trauten sich in der Vergangenheit nicht, den ersten Schritt zu machen. F&uuml;r die Gewerkschaftsf&uuml;hrung oder Teile davon w&auml;re es &#x96; Kraft ihres Einflu&szlig;es &#x96; ein Leichtes, die Initiative zu ergreifen. Ohne massiven Druck von der Basis werden die Gewerkschaftsf&uuml;hrer aber diesen ersten Schritt nicht tun. Der Ansto&szlig; kann aber von den innergewerkschaftlichen Oppositionsgruppen oder von kritischen KollegInnen in den Betrieben kommen.<br \/>  M&ouml;glich ist aber auch, dass sich aus neuen sozialen Bewegung, aus der Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung, aus der Anti-Kriegs-Bewegung und so weiter neue Zusammenschl&uuml;sse bilden, die versuchen, dieses Vakuum zu f&uuml;llen.<\/p>\n<p>  &Ouml;ffentliche Diskussion beginnen.<\/p>\n<p>  Alle, die sich von der SPD abwenden, brauchen eine Perspektive. Die politische Enthaltung ist keine Alternative. Deshalb ist es jetzt an der Zeit in den Gewerkschaften die politische Zur&uuml;ckhaltung abzulegen Es ist dringend notwendig den Aufbau einer politischen Interessenvertretung auf die Tagesordnung zu setzen. <br \/>  Die SAV ist entschlossen, die Idee f&uuml;r den Aufbau einer neuen Massenarbeiterpartei zu verbreiten und aktiv am Aufbau mitzuwirken. Die SAV bietet schon heute allen, die den Kapitalismus &uuml;berwinden wollen, die M&ouml;glichkeit, sich zu organisieren und sich f&uuml;r den Aufbau einer neuen Arbeiterpartei einzusetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue Interessensvertretung f&uuml;r Besch&auml;ftigte, Jugendliche, Arbeitslose und RentnerInnen ist n&ouml;tig<\/p>\n<p> von Ga&eacute;tan Kaytare, Aachen<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[78],"tags":[147],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10380"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10380"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10380\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10380"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10380"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}