{"id":10368,"date":"2003-02-24T11:27:06","date_gmt":"2003-02-24T11:27:06","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=10368"},"modified":"2016-11-17T09:40:42","modified_gmt":"2016-11-17T08:40:42","slug":"10368","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2003\/02\/10368\/","title":{"rendered":"Wie kann der Krieg gestoppt werden?"},"content":{"rendered":"<p>Die Proteste m\u00fcssen jetzt versch\u00e4rft werden<\/p>\n<p>von Nelli, Berlin<\/p>\n<p>Niemals zuvor in der Geschichte war vor Kriegsbeginn eine Anti-Kriegs-Bewegung zahlenm\u00e4\u00dfig so stark wie jetzt. Seit Herbst letzten Jahres waren \u00fcberall auf der Welt zig Millionen Menschen auf den Stra\u00dfen, um gegen den drohenden Krieg gegen Irak zu demonstrieren. Allein am 15. Februar, dem internationalen Aktionstag gegen den Krieg waren es laut Guardian 30 Millionen \u2013 mehr als 500.000 in Berlin, drei Millionen in Rom, 1,5 Millionen in London, 100.000 in New York&#8230;!<\/p>\n<p>Wenn all\u2019 diese Menschen es bisher nicht geschafft haben, Bush zu stoppen, was kann dann noch getan werden?<\/p>\n<p>Die zahlenm\u00e4\u00dfige St\u00e4rke dieser Anti-Kriegs-Bewegung ist auch f\u00fcr Bush und Co nicht mehr zu ignorieren. Doch noch ist der Krieg nicht gestoppt. Die Kriegstreiber setzen alles daran ihren Krieg f\u00fcr \u00d6l-Profite zu f\u00fchren. Nicht zuletzt geht es ihnen darum, international zu zeigen, mit welcher Macht die Interessen der US-Multis durchgesetzt werden k\u00f6nnen. F\u00fcr sie w\u00e4re ein R\u00fcckzug jetzt ein enormer Gesichtsverlust.<\/p>\n<p>Um das zu erzwingen, ist eine weitere Versch\u00e4rfung der Kampfma\u00dfnahmen der Anti-Kriegs-Bewegung notwendig.<\/p>\n<h4>Demonstrationen, Blockaden, &#8230;<\/h4>\n<p>Zun\u00e4chst geht es darum, auch weiterhin auf die Stra\u00dfe zu gehen und bei Demonstrationen und Protesten noch mehr Menschen einzubeziehen. Dann geht es darum, die Kriegstreiber zu behindern, wo immer es geht, zum Beispiel mit Blockaden vor US-St\u00fctzpunkten und bei H\u00e4fen und Flugh\u00e4fen, die der Kriegslogistik dienen.<\/p>\n<p>\u201eJugend gegen Krieg\u201c-Gruppen k\u00f6nnen dabei eine wichtige Rolle spielen. Sie k\u00f6nnen auch aufzeigen, wie deutsche Konzerne mit ihren Gesch\u00e4ften in den Krieg verwickelt sind. Demonstrationen gegen die Deutsche Bank und DaimlerChrysler k\u00f6nnen deren R\u00fcstungsprofite offen legen. \u201eInspektionen\u201c bei diesen Konzernen k\u00f6nnen die Gefahren, die von ihnen ausgehen, aufzeigen.<\/p>\n<p>Dabei geht es darum, auch dort die Besch\u00e4ftigen zu gewinnen: Ob in St\u00fctzpunkten oder in R\u00fcstungsbetrieben, es gibt genug sinnvolle Arbeit, um allen Besch\u00e4ftigen eine Arbeitsplatzgarantie zu geben, wenn auf zivile Produktion und Entmilitarisierung gesetzt wird. Auch daf\u00fcr k\u00e4mpfen wir.<\/p>\n<h4>&#8230; Sch\u00fclerstreiks &#8230;<\/h4>\n<p>Gleichzeitig muss es darum gehen, keinerlei Hilfe f\u00fcr den Krieg aus Deutschland zuzulassen: Die deutschen Soldaten m\u00fcssen sofort aus Kuwait und vom Horn von Afrika abgezogen, AWACS-Eins\u00e4tze verhindert und der deutsche Luftraum und die US-St\u00fctzpunkte den Kriegshandlungen entzogen werden.<\/p>\n<p>Dazu muss die rot-gr\u00fcne Regierung gezwungen werden. Die rot-gr\u00fcne Regierung laviert in der Kriegsfrage gem\u00e4\u00df den Interessen der deutschen Banken und Konzerne, nicht im Interesse der Anti-Kriegs-Bewegung.<\/p>\n<p>Dagegen kann nur konsequenter Widerstand Erfolg haben: Sch\u00fclerInnen und Studierende werden am Tag X bundesweit streiken und zeigen, dass dann nicht einfach alles so weiter geht wie bisher. In den meisten St\u00e4dten gibt es am Tag X abends auch Kundgebungen, am Samstag danach sind regionale Demonstrationen und den Samstag darauf bundesweite Aktionen geplant.<\/p>\n<h4>&#8230; Streiks!<\/h4>\n<p>Die Sch\u00fclerstreiks k\u00f6nnen auch ein Anfang werden, \u00fcberall die Arbeit Arbeit sein zu lassen. Denn die Interessen der Banken und Konzerne, die hinter der Haltung der Regierung stehen, kann man am besten angreifen, wenn man sie mit der Macht der Besch\u00e4ftigen konfrontiert: Mit Streiks.<\/p>\n<p>Viele GewerkschafterInnen haben an den Demonstrationen am 15. Februar teilgenommen. Wenn die Gewerkschaften die Besch\u00e4ftigten in den Betrieben zu weitergehenden Kampfma\u00dfnahmen wie Streiks aufrufen w\u00fcrden, k\u00f6nnte der dadurch entstehende \u00f6konomische und politische Druck der Anti-Kriegs-Bewegung die n\u00f6tige Kraft geben, um den drohenden Krieg zu verhindern.<\/p>\n<p>Die beiden britischen Lokf\u00fchrer, die ihren Dienst verweigerten um den Transport von Munition zu verhindern, zeigen im Kleinen, was im Gro\u00dfen f\u00fcr alle Besch\u00e4ftigten gilt: Ohne ihre Arbeitskraft kann ein Krieg nicht gef\u00fchrt werden, ihre Kampfkraft, ausgedr\u00fcckt in Form von Streiks w\u00fcrde einen Krieg stoppen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Jugend gegen Krieg<\/h4>\n<p>Die \u201eJugend gegen Krieg\u201c-Gruppen, die es mittlerweile in vielen St\u00e4dten gibt, werden eine wichtige Rolle dabei spielen, die Sch\u00fclerstreiks auf die Beine zu stellen. Geplant ist aber auch schon im Vorfeld der Streiks auf Besch\u00e4ftigte und Gewerkschaften zuzugehen, um die Streik-Idee zu verbreiten. Daf\u00fcr wird es auf der Website www.Jugend-gegen-Krieg.org einen Aufruf geben, der m\u00f6glichst breit eingesetzt werden soll.<\/p>\n<p>Eine k\u00e4mpferische Jugendbewegung gegen den Krieg wird den Herrschenden einheizen. Alle Jugendlichen, die jetzt gegen den Krieg aktiv werden, werden auch danach mit ganz neuen Erfahrungen ausgestattet die Welt betrachten. Dieser Krieg zeigt auf: Eine andere Welt ist n\u00f6tig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Proteste m\u00fcssen jetzt versch\u00e4rft werden<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[61,63],"tags":[147],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10368"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10368"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10368\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33811,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10368\/revisions\/33811"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10368"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10368"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10368"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}