{"id":10279,"date":"2002-12-24T00:00:00","date_gmt":"2002-12-24T00:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=10279"},"modified":"2002-12-24T00:00:00","modified_gmt":"2002-12-24T00:00:00","slug":"10279","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/12\/10279\/","title":{"rendered":"Tarnen und T&auml;uschen"},"content":{"rendered":"<p><i>Wie geht&acute;s weiter mit dem GATS-Abkommen? <\/i><\/p>\n<p>   Die neue GATS-Verhandlungsrunde findet hinter verschlossenen T&uuml;ren statt. Die Offiziellen f&uuml;rchten die &Ouml;ffentlichkeit.<br \/>   <i><br \/>   von Gerd Schuster, K&ouml;ln<\/i><!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nJe tiefer die Wirtschaft in die &ouml;konomische Krise rutscht, desto energischer und extremer werden die Anstrengungen der Herrschenden, neue Profitm&ouml;glichkeiten zu erobern. Seit dem 1. Januar 1995 ist das Allgemeine &Uuml;bereinkommen &uuml;ber den Handel mit Dienstleistungen (GATS) in Kraft. Dort geht es nicht mehr nur um &#x84;herk&ouml;mmlichen&#x93; Handel mit Waren, sondern eben auch mit Dienstleistungen. Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, Energieversorgung, Tourismus aber auch Gesundheitsversorgung und der Bildungssektor sollen privatisiert, zu handelbaren Waren auf dem Weltmarkt und damit der Profitproduktion unterworfen werden.<br \/>   <b><br \/>   Hinter verschlossenen T&uuml;ren<\/b><\/p>\n<p>   Im M&auml;rz 2001 wurden generelle Verhandlungsziele f&uuml;r einzelne Dienstleistungssektoren definiert. &Uuml;ber 100 Verhandlungsvorschl&auml;ge verschiedener Mitglieder der WTO (Welthandelsorganisation), darunter zw&ouml;lf der EU, wurden diskutiert. Die &Ouml;ffentlichkeit bleibt bei diesen Verhandlungen au&szlig;en vor.<br \/>   Die immer wieder mit &#x84;Liberalisierung&#x93; beschriebenen Abkommen haben weitreichende Konsequenzen f&uuml;r die lohnabh&auml;ngige Mehrheit der Weltbev&ouml;lkerung: Patentrechte auf Reissorten &ouml;ffnen multinationalen Konzernen neue M&auml;rkte und treiben beispielsweise indische B&auml;uerInnen in den Ruin. Medikamentenpatente bringen der Pharmaindustrie immense Gewinne und verschlechtern gleichzeitig ebenso immens die Lebensbedingungen etwa von HIV-Infizierten. Der Verkauf der Wasserversorgung an einen privaten Anbieter f&uuml;hrte in Equador zu unbezahlbaren Trinkwasser-Kosten f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung.<br \/>   Auf der Ministerkonferenz von Doha, in der W&uuml;ste des repressiven Staates Katar und somit weitab jeder &Ouml;ffentlichkeit, wurde im November 2001 der weitere Verlauf der Verhandlungen bestimmt. Mit der Entscheidung von Doha sind Dienstleistungen als zentrales Thema in eine umfassende Handelsrunde einbezogen, die bis zum 1. Januar 2005 abgeschlossen werden soll. <br \/>   <b><br \/>   Was kommt als n&auml;chstes?<\/b><\/p>\n<p>   Liberalisierungsangebote der einzelnen EU-Staaten m&uuml;ssen bis zum 31. M&auml;rz 2003 eingereicht werden. Mitte Januar wird die EU-Kommission einen ersten Entwurf f&uuml;r die Ausgansangebote pr&auml;sentieren, auf die dann bis Mitte Februar reagiert werden kann.<br \/>   Der nun durchgesickerte Zeitplan der Entscheidungsfindung in der EU (www.attac-netzwerk.de\/gats\/eu-zeitplan.php) ist extrem eng. Er macht deutlich, dass f&uuml;r die Weichenstellungen der n&auml;chsten Monate keinerlei &ouml;ffentliche Diskussionen vorgesehen sind. Die vertragliche Struktur soll einmal gefasste Beschl&uuml;sse de facto unumkehrbar machen.<br \/>   Die betroffenen Arbeitnehmer-Innen, Arbeitslosen und Jugendlichen m&uuml;ssen die neuen Angriffe als solche erkennen und massenhaft Protest dagegen organisieren.<\/p>\n<p>   Weitere Infos von Attac &uuml;ber das GATS-Abkommen: <a  href=\"http:\/\/www.gats-kritik.de\">www.gats-kritik.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><i>Wie geht&acute;s weiter mit dem GATS-Abkommen? <\/i><\/p>\n<p>  Die neue GATS-Verhandlungsrunde findet hinter verschlossenen T&uuml;ren statt. 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