{"id":10269,"date":"2002-12-20T10:06:14","date_gmt":"2002-12-20T10:06:14","guid":{"rendered":".\/?p=10269"},"modified":"2002-12-20T10:06:14","modified_gmt":"2002-12-20T10:06:14","slug":"10269","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/12\/10269\/","title":{"rendered":"K&auml;mpfen lohnt"},"content":{"rendered":"<p>Proteste bei Mahle und Tarifverhandlungen bei der Lufthansa<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\n<b><font size=\"+1\">Proteste bei Mahle<\/font><\/b><\/p>\n<p>  Tausend ArbeiterInnen und Angestellte aus allen inl&auml;ndischen Werken des Mahle-Konzerns sind anl&auml;sslich einer Aufsichtsratssitzung zur Einweihung eines neuen Verwaltungsgeb&auml;udes vor die Konzern-Zentrale gezogen. Seit dem Streik f&uuml;r die 35-Stunden-Woche in den 80er Jahren hat es bei Mahle eine solche konzernweite Aktion nicht mehr gegeben. Von den 8.800 Stellen sind 900 bedroht. Ein Teil der Fertigung soll nach Polen verlagert werden. Ganze Bereiche sollen ausgegr&uuml;ndet werden. Mit den Gewinnen werden andere Autozulieferer aufgekauft und in neue Werke zur Produktionsverlagerung investiert. <\/p>\n<p>  Das erregt den Zorn der Belegschaft. &#x84;Globalisierung Mahle &#x96; Firmenzuk&auml;ufe weltweit von unseren Gewinnen &#x96; Jetzt haben wir ausgedient und k&ouml;nnen gehen.&#8220; oder &#x84;Erst haben wir uns den Arsch aufgerissen, jetzt werden wir rausgeschmissen&#8220;, so die Aufschrift auf Plakaten. IG-Metall-Vertrauensleute verteilten Aufkleber mit der Aufschrift: &#x84;Wir lassen uns nicht verkaufen&#8220;. Nach einem kurzen Demo-Zug im Industriegebiet gab es eine Protestkundgebung vor dem Eingang des Geb&auml;udes in dem die Aufsichtsratssitzung hinter verschlossenen T&uuml;ren stattfand. <\/p>\n<p>  &#x84;Wir bauen Kolben &#x96; was baut Ihr? Schei&szlig;e!&#8220; Mit diesem Sprechchor wurde der Unmut gegen die Herren im Aufsichtsrat zum Ausdruck gebracht. Nach zwei Stunden konnten die ArbeitnehmervertreterInnen aus dem Aufsichtsrat berichten, dass die Gesch&auml;ftsleitung zu Verhandlungen bereit w&auml;re.<\/p>\n<p>  <font size=\"+1\"><b>Neun Prozent bei Lufthansa<\/b><\/font><\/p>\n<p>   Zeitgleich mit der drei-plus-x-Forderung im &ouml;ffentlichen Dienst beschloss  die ver.di-F&uuml;hrung f&uuml;r die Besch&auml;ftigten der Lufthansa die Forderung nach  einer neun-prozentigen Lohnerh&ouml;hung. Wegen zus&auml;tzlicher Forderungen, die ebenfalls aufgestellt werden, gibt die Lufthansa das Gesamtvolumen der Tarifforderung  sogar mit zehn Prozent an. <\/p>\n<p>   Ein Versuch der ver.di-F&uuml;hrung, die Forderung nach mehr Lohn &auml;hnlich wie  im &ouml;ffentlichen Dienst herunterzuschrauben, h&auml;tte hier das Fass zum &Uuml;berlaufen  gebracht und zu massenweisen Austritten beziehungsweise bei den Fluglotsen  zu &Uuml;bertritten zu der Fluglotsenorganisation UFO gef&uuml;hrt. <\/p>\n<p>   Das gibt die ver.di-Spitze offen zu, indem sie in der Mitgliederzeitung vom November kommentarlos einen Artikel aus der S&uuml;ddeutschen Zeitung zitiert,  in dem es hei&szlig;t: &#x84;Denn zwischen ver.di und dem um Gewerkschaftsstatus ringenden  Verband der Fluglotsen tobt ein Machtkampf um Mitglieder. Dass eine solche  Konstellation die Forderung treibt, liegt auf der Hand.&#8220; <\/p>\n<p>   In einer eigenen Erkl&auml;rung von ver.di vom 28. Oktober hei&szlig;t es zu der neun-Prozent-Forderung,  &#x84;dass mit dieser Forderung die Gerechtigkeitsl&uuml;cken geschlossen w&uuml;rden, die  durch die Tarifverhandlungen im vergangenen Jahr f&uuml;r die Besch&auml;ftigten am  Boden und in der Kabine entstanden seien.&#8220; <\/p>\n<p>   Im Klartext hei&szlig;t das, dass der Pilotenstreik im letzten Jahr den ver.di-Mitgliedern  geholfen hat sich mit einer hohen Forderung gegen&uuml;ber der eigenen F&uuml;hrung  durchzusetzen. Die Lufthansa-Piloten hatten im vergangenen Jahr bei einer  Ausgangsforderung von 35 Prozent eine Gehaltserh&ouml;hung von fast 30 Prozent  erk&auml;mpft. Das hatte nicht nur den &uuml;brigen Lufthansa-Besch&auml;ftigten gezeigt:  wer k&auml;mpft kann gewinnen. <\/p>\n<p>   Die ver.di-F&uuml;hrung hat seither zumindest vor&uuml;bergehend bei der Lufthansa  keine Chance mehr die Forderungen der ver.di-Mitglieder auf ihre angeblich  &#x84;realistische&#8220; Linie zur&uuml;ckzuschrauben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Proteste bei Mahle und Tarifverhandlungen bei der Lufthansa<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[11],"tags":[145],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10269"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10269"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10269\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10269"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10269"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10269"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}