{"id":10265,"date":"2002-12-19T17:59:25","date_gmt":"2002-12-19T17:59:25","guid":{"rendered":".\/?p=10265"},"modified":"2002-12-19T17:59:25","modified_gmt":"2002-12-19T17:59:25","slug":"10265","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/12\/10265\/","title":{"rendered":"Kein Blut f&uuml;r &Ouml;l! GewerkschafterInnen gegen den Krieg"},"content":{"rendered":"<p>Aufruf des Netzwerks f&uuml;r eine k&auml;mpferische und demokratische ver.di<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nEin Krieg gegen den Irak steht bevor. Wir lehnen Kriege ab und betrachten es deshalb als dringendste Aufgabe der Gewerkschaftsbewegung, diesen Angriff auf den Irak zu verhindern. Die Gewerkschaften, der DGB sowie die europ&auml;ischen und internationalen Gewerkschaftsverb&auml;nde, m&uuml;ssen die gemeinsamen Interessen der Mehrheit der Weltbev&ouml;lkerung vertreten.<br \/>  Seit dem Ende des Golfkrieges 1991 leidet die irakische Bev&ouml;lkerung unter den Folgen des Krieges, der anschlie&szlig;end verh&auml;ngten Sanktionen und den wiederholten Bombardierungen durch die USA und Gro&szlig;britannien. &Uuml;ber 1 Million Menschen im Irak, davon mehr als 500.000 Kinder, starben an den direkten Folgen der UNO-Sanktionen. <\/p>\n<p>  Bei dem geplanten Feldzug der USA und ihrer Verb&uuml;ndeten gegen den Irak geht es nicht um Freiheit, Menschenrechte und Demokratie. Es geht um wirtschaftliche Interessen. Im Nahen Osten befinden sich mehr als 60% der weltweiten &Ouml;l- und Erdgasreserven. Die USA wollen sich den direkten und ungehinderten Zugang zu diesen wichtigen Ressourcen sichern. Weil das Regime von Saddam Hussein diesen Profitinteressen der Konzerne im Wege steht, will die US-Regierung diese Ziele mit milit&auml;rischen Mitteln, einem Krieg gegen den Irak, durchsetzen.<\/p>\n<p>  Das Regime von Saddam Hussein ist ein diktatorisches Regime, das mit brutaler Unterdr&uuml;ckung herrscht. Im Norden wird die kurdische, im S&uuml;den die schiitische Bev&ouml;lkerung unterdr&uuml;ckt. Oppositionelle und GewerkschafterInnen werden verfolgt und ermordet. Die Diktatur im Irak muss gest&uuml;rzt werden. Ein Sieg der USA &uuml;ber den Irak wird jedoch nicht zu Demokratie und wirtschaftlicher Entwicklung des Irak f&uuml;hren. Er wird nur die verst&auml;rkte Ausbeutung des Landes bewirken und die Macht der USA zur Unterdr&uuml;ckung der &#x84;3. Welt&#x93; vergr&ouml;&szlig;ern. <br \/>  Die USA und andere L&auml;nder haben bis zum Golfkrieg 1991 Saddam Hussein erst stark gemacht und massiv mit Geld, Waffen und Ausbildern unterst&uuml;tzt. Der Irak wurde mit Waffen aus den USA, Deutschland und anderen L&auml;ndern aufger&uuml;stet. Seit Jahrzehnten &uuml;berziehen die USA und Verb&uuml;ndete die L&auml;nder im Fernen und Nahen Osten mit Kriegen. Welcher Regierungschef, welcher NATO-General, welcher Unternehmer hat getrauert um die Millionen Menschenopfer in Vietnam, Chile, Panama, Nicaragua, im Irak, Iran, in Kurdistan, Pal&auml;stina oder um die Millionen Menschen, die j&auml;hrlich auf diesem Globus verhungern oder elendig vegetieren?<br \/>  Deutschland ist in Europa drittgr&ouml;&szlig;ter Handelspartner des Irak. Die deutschen Konzerne w&uuml;rden lieber noch mehr Gesch&auml;fte mit dem Irak machen als das Land bombardieren zu lassen. Die unterschiedlichen &ouml;konomischen und strategischen Interessen verschiedener Staaten sind der Grund, dass rot-gr&uuml;ne Bundesregierung eine Beteiligung der Bundeswehr am Krieg gegen den Irak ablehnt. Schon jetzt aber ist klar, dass SPD und Gr&uuml;ne es mit ihrer Anti-Kriegs-Haltung nicht ernst meinen. Sonst w&uuml;rden die US-amerikanische Milit&auml;rbasen gesperrt, den Milit&auml;rflugzeugen die &Uuml;berflugrechte verweigert und die deutschen Soldaten aus Kuwait abgezogen werden. Die Bundeswehr h&auml;lt der US-Armee auch den R&uuml;cken frei, in dem sie den USA Aufgaben beim Kriegseinsatz in Afghanistan abnimmt.<br \/>  Kriege werden nicht nur von Tausenden mit Ihrem Leben bezahlt. In Kriegen bezahlen die Lohnabh&auml;ngigen immer mit Einschr&auml;nkung von Meinungsvielfalt und demokratischen Rechten, sie zahlen mit dem Abbau sozialer Leistungen und der Einschr&auml;nkung und Behinderung gewerkschaftliche Rechte. Das alles wird begr&uuml;ndet mit dem Hinweis auf &#x84;nationale Interessen. In den USA hat George Bush k&uuml;rzlich den Streik von 10.500 HafenarbeiterInnen gegen die Erh&ouml;hung des Arbeitsdruckes per Gerichtsentscheid beenden lassen. George Bush: &#x84;Diese H&auml;fen beladen die Schiffe, die den Nachschub f&uuml;r unsere Frauen und M&auml;nner in Uniform bringen.&#x93; So werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Die Kriegsf&uuml;hrung wird gesichert und die ArbeitnehmerInnen ihrer Kampfmittel zur Durchsetzung ihrer Interessen beraubt.<br \/>  Auch in Deutschland zahlen die Besch&auml;ftigten f&uuml;r die Kriegspolitik. Die R&uuml;stungsausgaben wachsen wieder. Hinzu kommen Milliarden Euro Subventionen f&uuml;r die F&ouml;rderung von Kriegsprojekten gro&szlig;er Konzerne wie EADS und DaimlerChrysler. Auf der anderen Seite wird mit dem Verweis auf leere Kassen ein Sparpaket nach dem anderen beschlossen und eine Nullrunde bei der Tarifrunde im &Ouml;ffentlichen Dienst gefordert. F&uuml;r den vermeintlichen &#x84;Krieg gegen den Terror&#x93; wurden zuvor die Tabak- und Versicherungssteuer erh&ouml;ht und damit erneut auf die Besch&auml;ftigten abgew&auml;lzt.<br \/>  Der Krieg muss verhindert werden! Wir sind solidarisch mit den Millionen Menschen weltweit, die bereits gegen den drohenden Irak-Krieg auf die Stra&szlig;e gegangen sind. Wir begr&uuml;&szlig;en den Beschluss des Europ&auml;ischen Sozialforums (ESF), in allen europ&auml;ischen Hauptst&auml;dten am 15. Februar 2003 einen internationalen Protesttag gegen den Krieg zu organisieren.<br \/>  Die Gewerkschaften haben die Aufgabe, der Kriegspropaganda entgegenzutreten, innerhalb und au&szlig;erhalb der Betriebe &uuml;ber die wirklichen Interessen des Krieges aufzukl&auml;ren, die Anti-Kriegs-Bewegung zu unterst&uuml;tzen und an ihr teilzunehmen. Der Streik der Hafenarbeiter in den USA, in dem die wichtigsten H&auml;fen an der Westk&uuml;ste lahmgelegt wurden, hat gezeigt, welche Macht die Besch&auml;ftigten haben, einen Kriegseinsatz zu schw&auml;chen oder sogar zu stoppen. Die Gewerkschaften haben die M&ouml;glichkeit und die Aufgabe ihre Millionen Mitglieder zur Verhinderung des Krieges zu mobilisieren. <\/p>\n<p>  Wir fordern:<\/p>\n<p>  &#8211; Abzug aller deutschen Truppen aus Kuwait und anderswo<br \/>  &#8211; Schlie&szlig;ung der US-Milit&auml;rbasen und des Luftraumes f&uuml;r US-Milit&auml;rflugzeuge in Deutschland<br \/>  &#8211; Aufhebung des Embargos gegen den Irak<br \/>  &#8211; Stopp aller Aufr&uuml;stungsprojekte und Umwandlung milit&auml;rischer in zivile Produktion<br \/>  &#8211; Innergewerkschaftliche Diskussion &uuml;ber den Einsatz gewerkschaftlicher Kampfmittel wie Streiks und Blockaden zur Verhinderung des Transportes von milit&auml;rischen G&uuml;tern f&uuml;r den Irak-Krieg<br \/>  &#8211; Unterst&uuml;tzung und Teilnahme an Anti-Kriegs-B&uuml;ndnissen und Demonstrationen vor Ort durch die Gewerkschaften<br \/>  &#8211; Die Besch&auml;ftigten sollen nicht f&uuml;r den Krieg zahlen; deshalb Verkn&uuml;pfung der Tarifrunde im &Ouml;ffentlichen Dienst mit den Protesten gegen den Krieg<br \/>  &#8211; Gewerkschaftliche Unterst&uuml;tzung der Proteste gegen die NATO-Sicherheitstagung am 8. Februar 2003 in M&uuml;nchen sowie des Internationalen Protesttages gegen den Krieg am 15. Februar 2003 und massive Mobilisierung der Gewerkschaften zur bundesweiten Demo in Berlin<\/p>\n<p>  Bitte unterst&uuml;tzen, weiterverbreiten und Unterschriften einsenden an: Alois Skrbina, <br \/>  Kurf&uuml;rstenstr. 61, 45138 Essen, Tel. : 0201\/2799210, Fax: 0403603997762, AloisSkrbina@aol.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufruf des Netzwerks f&uuml;r eine k&auml;mpferische und demokratische ver.di<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[64],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10265"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10265"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10265\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}