{"id":10260,"date":"2002-12-19T15:04:09","date_gmt":"2002-12-19T15:04:09","guid":{"rendered":".\/?p=10260"},"modified":"2002-12-19T15:04:09","modified_gmt":"2002-12-19T15:04:09","slug":"10260","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/12\/10260\/","title":{"rendered":"0% Lohnerh&ouml;hung = 100 Prozent Streik"},"content":{"rendered":"<p>Mit beispiellosen Provokationen haben die PolitikerInnen aller etablierten Parteien und der PDS die Tarifrunde im &Ouml;ffentlichen Dienst er&ouml;ffnet. Der geplante Angriff auf die BeamtInnen zeigt, wohin der Weg im gesamten &Ouml;ffentlichen Dienst gehen soll: Verl&auml;ngerung der w&ouml;chentlichen Arbeitszeit auf 42 Stunden und Absenkung der Einkommen um zehn Prozent.  von Ursel Beck, Stuttgart<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nH&ouml;chste Zeit, dass die Gewerkschaften in Deutschland mit der Schr&ouml;der-Regierung und den hinter ihr stehenden Unternehmern italienisch reden. Wie weit aber die Gewerkschaftsf&uuml;hrung davon entfernt ist, zeigt nicht nur ihre Beteiligung an den Hartz-Pl&auml;nen, sondern auch die Tarifrunde im &Ouml;ffentlichen Dienst. Die Forderungen aus den Gliederungen wurden durch Intervention des ver.di-Vorstands bei der Sitzung der Bundestarifkommission glattweg auf &#x84;deutlich &uuml;ber drei Prozent&#x93; halbiert. Daraus ist inzwi-schen eine &#x84;drei vor dem Komma&#x93; geworden. Und f&uuml;r Bsirske gibt es dabei auch noch Verhandlungsspielraum. <\/p>\n<p>  Streik vorbereiten<\/p>\n<p>  Anfang Dezember sind die ersten Warnstreiks geplant. Sie m&uuml;ssen eine ernste Warnung an die Arbeitgeber sein. Alle ArbeiterInnen, Angestellten und BeamtInnen m&uuml;ssen aufgerufen werden, mindestens einen Tag die Arbeit niederzulegen. In allen St&auml;dten sollten zentrale Protestkundgebungen vor Rath&auml;usern stattfinden. Bei der Verhandlung am 18. Dezember in Kassel sollte eine Gro&szlig;demonstration stattfinden. Ohne Streik wird es kein zufriedenstellendes Ergebnis geben. Und das beste Druckmittel ist ein bundesweiter Streik im gesamten &Ouml;ffentlichen Dienst. Wenn die 4,5 Millionen ArbeiterInnen, Angestellte und BeamtInnen im &Ouml;ffentlichen Dienst die Arbeit niederlegen, dann l&auml;uft nichts mehr. Damit w&uuml;rde den Unternehmern und PolitikerInnen klar gemacht, dass nicht sie, sondern die arbeitende Bev&ouml;lkerung die m&auml;chtigste Kraft in der Gesellschaft ist. Und es ist keine Frage, dass die Besch&auml;ftigten durch einen Vollstreik im &Ouml;ffentlichen Dienst mehr erreichen k&ouml;nnen als drei Prozent. Wenn die ver.di-F&uuml;hrung behauptet, dass die Forderungen aus den Bezirken berechtigt aber unrealistisch sind, dann zeigt das nur, dass Bsirske und Co nicht daran denken die Kampfkraft in die Waagschale zu werfen. Die Spitzenfunktion&auml;rInnen sind bereit den Besch&auml;ftigten weitere Reallohnverluste zuzumuten. <\/p>\n<p>  Druck auf die F&uuml;hrung <\/p>\n<p>  Dagegen muss in den Betrieben und Gliederungen Widerstand organisiert werden. Um einen erneuten Ausverkauf zu verhindern, m&uuml;ssen sich kritische Betriebs- und Vertrauensleute &ouml;rtlich und &uuml;berregional vernetzen und in die Tarifrunde eingreifen. Es muss Druck auf die F&uuml;hrung ausge&uuml;bt werden. Mit Initiativen von unten muss die Kampfkraft aufgebaut werden. Eine offensive Tarifrunde im &Ouml;ffentlichen Dienst, ein erfolgreicher Streik ist auch ein notwendiger Befreiungsschlag gegen die ganzen Verschlechterungen, die die Besch&auml;ftigten in den letzten Jahren im &Ouml;ffentlichen Dienst einstecken mussten.  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit beispiellosen Provokationen haben die PolitikerInnen aller etablierten Parteien und der PDS die Tarifrunde im &Ouml;ffentlichen Dienst er&ouml;ffnet. 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