{"id":10229,"date":"2002-11-15T19:00:00","date_gmt":"2002-11-15T19:00:00","guid":{"rendered":".\/?p=10229"},"modified":"2002-11-15T19:00:00","modified_gmt":"2002-11-15T19:00:00","slug":"10229","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/11\/10229\/","title":{"rendered":"Gesundheitspolitik: K&#252;rzungen und mehr Markt schaden Besch&#228;ftigten und"},"content":{"rendered":"<p>  Mit einem sogenannten Vorschaltgesetz will die rot-gr&#252;ne Regierung 3   Milliarden Euro im Gesundheitswesen einsparen und die Einf&#252;hrung   weiterer Marktelemente forcieren. Damit soll ein Erh&#246;hungsstopp der   Krankenkassenbeitr&#228;ge durchgesetzt werden. Die K&#252;rzungen treffen nicht   nur die insgesamt &#252;ber 4 Millionen Besch&#228;ftigten im Gesundheitswesen,   davon allein 1,1 Millionen in den Krankenh&#228;usern, sonder auch die   Versicherten.<\/p>\n<p><i>von Dieter Jan&#223;en<br \/>Personalratsvorsitzender   B&#252;rgerhospital Stuttgart<br \/>(Personenangabe nur zur   Kenntlichmachung der Person)<\/i><\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Auch wenn ein Teil der Einsparungen (1,42 Milliarden Euro) zu Lasten von   Pharmaindustrie (420 Millionen Euro) und &#8211;handel (600 Millionen Euro)und   Apotheken (400 Millionen Euro) geht, bleibt es eine Regierungs-L&#252;ge zu   behaupten, Leistungen w&#252;rden nicht gek&#252;rzt. Immerhin wird das Sterbegeld   als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung, das bereits fr&#252;her   gek&#252;rzt wurde und nur noch f&#252;r nach dem 31.12.1997 Versicherte gilt, um   die H&#228;lfte auf 525 Euro zusammengestrichen. Einsparsumme: 380 Millionen   Euro j&#228;hrlich. Zuzahlungen f&#252;r Prothesen und Zahnersatz werden steigen.<\/p>\n<p><b>Zynisch<\/b><\/p>\n<p>Die   offizielle Begr&#252;ndung, es handle sich dabei um eine versicherungsfremde   Leistung, weil sie medizinisch nicht notwendig sei und Versicherte in   der Regel selbst Vorsorge f&#252;r die Bestattung treffen k&#246;nnten ist mehr   als zynisch. Die Fraktionsvorsitzende der Gr&#252;nen-Bundestagsfraktion   Krista Sager wollte das Sterbegeld gleich ganz streichen, &quot;denn vom   Sterbegeld hat der Versicherte selber nichts mehr.&quot; Dass der Tod einen   jederzeit und unvorhersehbar treffen kann, bleibt unerw&#228;hnt. Die   Hinterbliebenen haben neben Schmerz und Trauer die finanzielle Belastung   f&#252;r die Beerdigung. Diese wird jetzt noch gr&#246;&#223;er. Sie trifft die &#196;rmsten   am h&#228;rtesten.<\/p>\n<p><b>Verschiebebahnh&#246;fe<\/b><\/p>\n<p>Irref&#252;hrend   ist, ausgerechnet beim Sterbegeld von einer &quot;versicherungsfremden   Leistung&quot; zu sprechen. Haben doch die Kohl-Regierung wie auch die erste   Schr&#246;der-Regierung sich gro&#223;z&#252;gig bei der Gesetzlichen   Krankenversicherung bedient, indem sie ihr hohe Kosten in Form von   &quot;versicherungsfremden Leistungen&quot; aufs Auge gedr&#252;ckt haben. Dies geschah   und geschieht vor allem durch Belastungen der Gesetzlichen   Krankenversicherung, mit denen Bundeshaushalt, Renten- und   Arbeitslosenversicherung entlastet werden in H&#246;he von bis zu 24   Milliarden Euro j&#228;hrlich. Die Hartz-Pl&#228;ne umgesetzt w&#252;rden ein weiteres   Minus von 600 Millionen Euro durch Wegfall von Beitragszahlungen   bedeuten. Auch sind in den letzten Jahrzehnten die Ausgaben der   &#246;ffentlichen Hand f&#252;r Gesundheit kontinuierlich gesunken. Lag ihr Anteil   an den gesamten Gesundheitsausgaben 1970 noch bei 14,2 Prozent, so war   er 1997 nur noch bei 10,5 Prozent. Wenn es politisch gewollt w&#228;re, w&#228;re   es kein Problem, diesen Anteil zum Beispiel durch einen Steuerzuschuss   des Bundes zur Gesetzlichen Krankenversicherung, wieder zu erh&#246;hen und   somit die Defizite zu beseitigen. Rot-gr&#252;n will unsere Steuern   allerdings nicht f&#252;r Gesundheit, sondern zum Beispiel f&#252;r R&#252;stung   ausgeben.<\/p>\n<p><b>Hauptproblem Massenarbeitslosigkeit und sinkende   L&#246;hne<\/b><\/p>\n<p>Mit dem Vorschaltgesetz reagiert die rot-gr&#252;ne   Regierung auf die durch die Rezession bedingte steigende   Arbeitslosigkeit bei weiterhin niedriger Lohnquote. Das bedeutet weniger   Einnahmen f&#252;r die Gesetzliche Krankenversicherung. Die im Schnitt bei   2,9 Prozent liegenden Tarifabschl&#252;sse 2002 haben hier keine positive   &#196;nderung bewirkt. W&#228;hrend von 1975 bis 2001 die Beitr&#228;ge der   Gesetzlichen Krankenversicherung von 10,5 auf 14 Prozent stiegen, sank   im gleichen Zeitraum die Lohnquote (Anteil der Einkommen der abh&#228;ngig   Besch&#228;ftigten am Volkseinkommen) von 74 auf 65 Prozent. F&#252;r 2002   erwarten die Gesetzlichen Krankenversicherungen ein Defizit von 1,5   Milliarden Euro. Das &quot;Handelsblatt&quot; behauptet, dass den Gesetzlichen   Krankenversicherungen sogar 3 Milliarden Euro fehlen und sie sich   zunehmend &#252;ber Kredite finanzieren w&#252;rden. Das d&#252;rfen sie offiziell gar   nicht und w&#252;rde bedeuten, dass die Gesetzlichen Krankenversicherungen   sich in dieser Hinsicht wie kapitalistische Versicherungen verhalten   w&#252;rden.<\/p>\n<p><b>Wettbewerb unter den Kassen<\/b><\/p>\n<p>Als   weitere Ma&#223;nahme wird die Versicherungspflichtgrenze von bisher 3375 auf   4500 Euro f&#252;r neue Versicherte angehoben. So sollen 200 bis 300   Millionen Euro mehr pro Jahr in die Gesetzliche Krankenversicherung   kommen. Damit soll die Flucht junger, gesunder und gutverdienender   Besch&#228;ftigter in die privaten Krankenkassen gebremst werden. Die   privaten Versicherer haben bereits Verfassungsklage dagegen angek&#252;ndigt.   Dass es diese Fluchtm&#246;glichkeit gibt, ist Bestandteil des 1992   eingef&#252;hrten Wettbewerbs unter den Kassen, den diese um den &quot;lukrativen   Kunden&quot;, also den Versicherten f&#252;hren, an dem sie Geld verdienen k&#246;nnen.   Inzwischen sind bei den privaten Kassen 7,5 Millionen Vollversicherte   und 7,5 Millionen Zusatzversicherte. Wer es sich leisten kann, kann mit   der Zusatzversicherung Leistungen bekommen wie Chefarztbehandlung,   Zweibettzimmer im Krankenhaus oder Leistungen absichern, die in den   letzten 20 Jahren in der Gesetzlichen Krankenversicherung gek&#252;rzt oder   gestrichen wurden. Allein diese Zahl ist ein deutlicher Hinweis auf die   bereits vorhandene Zwei-Klassen-Medizin. Jede Leistungsk&#252;rzung in der   Gesetzlichen Krankenversicherung ist eine weitere Profitquelle f&#252;r die   Privatversicherungen. Sowohl private wie gesetzliche Kassen k&#246;nnen an   einem Krankenversicherten Geld verdienen, wenn er h&#246;here Beitr&#228;ge   bezahlt, als er Leistungen in Anspruch nimmt. Das geht nicht bei   chronisch kranken Menschen, die in der Gesetzlichen Krankenversicherung   zirka 20 Prozent der Versicherten ausmachen und auf die zirka 80 Prozent   der Kosten entfallen. Ergebnis des Wettbewerbs ist, dass Kassen mit   &quot;schlechten Risiken&quot; wie vielen chronisch Kranken Verluste machen,   w&#228;hrend Kassen mit &quot;guten Risiken&quot; (jung, gesund, besserverdienend)   Gewinne machen. Die Kassen versuchen sich die &quot;guten Risiken&quot;   untereinander abzujagen und die &quot;schlechten Risiken&quot; loszuwerden.<br \/>Um   die Folgen kapitalistischen Konkurrenzkampfes abzumildern, wurde bereits   ein Risikostrukturausgleich eingef&#252;hrt, durch den Kassen mit vielen   &quot;schlechten Risiken&quot; einen finanziellen Ausgleich von den Kassen mit   &quot;guten Risiken&quot; erhalten. Dabei werden inzwischen zirka 11 Milliarden   Euro vor allem zugunsten der Allgemeinen Ortskrankenkassen umverteilt.   Da als Grundlage aber Angaben &#252;ber Alter, Einkommen, Geschlecht, Anteil   mitversicherter Familienangeh&#246;riger und nicht tats&#228;chliche   Krankheitsdaten dienen (diese sind nur sehr schwer zu erheben und zu   verarbeiten), gibt es auch durch den Risikostrukturausgleich weitere   Ungerechtigkeiten in der Finanzierung der Kassen. Der   Risikostrukturausgleich wurde somit erg&#228;nzt um weitere   Ausgleichselemente wie Risikopool. F&#252;r eine zuk&#252;nftige   &quot;Gesundheitsreform&quot; wird von vielen Gewerkschaftsfunktion&#228;ren ein   Risikostrukturausgleich gefordert, der auch Krankheitsdaten mit   ber&#252;cksichtigt (sogenannter Morbidit&#228;ts-Risikostrukturausgleich). Sie   vergessen, dass erst durch Einf&#252;hrung von Markt und Konkurrenz eine   Situation mit &quot;Gewinnern&quot; und &quot;Verlierern&quot; entstanden ist, die jetzt mit   viel Aufwand wieder versucht wird auszugleichen. Das ganze h&#228;tte uns   erspart bleiben k&#246;nnen, wenn &#252;berhaupt kein Wettbewerb zwischen den   Kassen eingef&#252;hrt worden w&#228;re. Der erh&#246;hte Verwaltungsaufwand der Kassen   h&#228;ngt u.a. mit solchen Verfahren wie dem Risikostrukturausgleich   zusammen, aber auch damit, dass in der Konkurrenzsituation Geld f&#252;r   Werbung verbraten wird. Um hier zu bremsen, wurde im Vorschaltgesetz den   Kassen ein Stopp beim Anstieg der Verwaltungskosten von Ulla Schmidt   verordnet. Gleichzeitig hat sie sich &#8211; ganz volksnah &#8211; f&#252;r eine   Verringerung der Kassen von derzeit 370 auf 50 ausgesprochen, weil damit   auch viele Kosten f&#252;r Vorstandsmitglieder wegfallen w&#252;rden. Sie hat   vergessen zu sagen, dass der Wettbewerb bereits daf&#252;r gesorgt hat, die   Anzahl der Kassen innerhalb von 10 Jahren von 1200 auf heute 370 zu   verringern und dass die logische Konsequenz ist, den Konkurrenzkampf   ganz abzuschaffen und eine Einheitskasse f&#252;r alle zu bilden, wie das   viele linke Gewerkschafter diskutieren.<\/p>\n<p><b>Wettbewerb unter den   Krankenh&#228;usern<\/b><\/p>\n<p>Auch unter den Krankenh&#228;usern f&#252;hrt der   zunehmende Wettbewerb zur Schlie&#223;ung und Fusion von Krankenh&#228;usern, zum   Verkauf &#246;ffentlicher H&#228;user an private Krankenhauskonzerne (hinter denen   wie beim Sana-Konzern das Finanzkapital in Gestalt der   Privatversicherungen steckt), zur Spezialisierung auf profittr&#228;chtige   Behandlungsbilder und damit auch zu einer schlechteren wohnortnahen   Versorgung der Bev&#246;lkerung. Einen ungeheuren Schub in diese Richtung   bedeutet die Einf&#252;hrung eines neuen Verg&#252;tungssystems f&#252;r die   Krankenh&#228;user. Zuk&#252;nftig werden f&#252;r alle Behandlungen festgelegte Preise   bezahlt, sogenannte Fallpauschalen (auch DRGs genannt). Damit werden   Behandlungskosten kalkulierbar und somit f&#252;r Privatisierer Profite   berechenbar.<br \/>Der damit verbundene Wettbewerb f&#252;hrt zu &#220;berversorgung   bei Behandlungen, die sich &quot;lohnen&quot; und Unterversorgung bei   Behandlungen, die sich nicht &quot;lohnen&quot;. Lohnend sind immer Entlassungen   von Patienten innerhalb eines k&#252;rzeren Behandlungszeitraums als f&#252;r den   Behandlungspreis berechnet. Patienten werden noch schneller durchs   Krankenhaus geschleust und auch entlassen, wenn sie noch nicht geheilt   sind (&quot;quicker and sicker&quot;).<br \/>Ziel ist der Abbau von   Krankenhausbetten. Der Medizin&#246;konom Lauterbach, der sowohl Ulla Schmidt   wie auch den ver.di-Vorsitzenden Frank Bsirske ber&#228;t, redet von 40.000   &#252;berfl&#252;ssigen Betten. Dabei wird die Bettendichte in Deutschland immer   mit dem europ&#228;ischen Ausland verglichen, aber verschwiegen, dass diese   angeblich &#252;berz&#228;hligen Betten dazu genutzt werden, Patienten aus   Gro&#223;britannien, Norwegen und anderen L&#228;ndern zu operieren und zu   behandeln, weil es in diesen L&#228;ndern lange Warteschlangen f&#252;r   Behandlungen gibt &#8211; aufgrund des dortigen Bettenabbaus. Zur Berechnung   der Fallpauschalen und zur Abrechnung wird ein riesiger   Verwaltungsaufwand mit immensen Kosten betrieben, die wir bezahlen   m&#252;ssen, genauso wie die Profite privater Betreiber. Als Grundlage f&#252;r   die Berechnung der Fallpauschalen wurden Tausende von Daten aus   verschiedenen Krankenh&#228;usern der ersten vier Monate 2002 herangezogen.   Die ganzen Missst&#228;nde in den Krankenh&#228;usern wie Pflegepersonalmangel und   &#252;berlange Arbeitszeiten der &#196;rzte wurden mit eingerechnet. Lediglich zur   Verbesserung der Arbeitszeitsituation wurden 100 Millionen Euro f&#252;r 2   Jahre zus&#228;tzlich zugestanden, n&#246;tig w&#228;ren aber mindestens 400 Millionen   Euro. ver.di hatte nach dem Urteil des europ&#228;ischen Gerichtshofes zur   Arbeitszeit noch die Schaffung von 25.000 zus&#228;tzlichen Stellen gefordert.<br \/>Inzwischen   kann Bsirske offensichtlich gut mit der Sparpolitik der Regierung leben.   Er feierte es sogar als Erfolg von ver.di, dass Krankenh&#228;user, die   bereits 2003 &#8211; und nicht erst 2004 &#8211; die Fallpauschalen einf&#252;hren, von   der Nullrunde bei den Krankenhausbudgets ausgenommen werden, die als   Teil des Vorschaltgesetzes weitere 400 Millionen Euro einsparen sollte &#8211;   ganz im Sinne der ver.di-Parole das Gesundheitswesen brauche nach der   Bundestagswahl &quot;Rationalisierung statt Rationierung&quot;. Da ist es dann nur   folgerichtig &#8211; wenn auch f&#252;r Patienten und Besch&#228;ftigte fatal &#8211; wenn   Bsirske dem Vorschaltgesetz zustimmt und ver.di nicht gegen das   Vorschaltgesetz mobilisiert und dies den Krankenhausbetreibern und   niedergelassenen &#196;rzten und Apothekern &#252;berl&#228;sst. Dabei stehen die   Krankenh&#228;user, die von der Nullrunde ausgenommen werden, auch nicht viel   besser da. Denn f&#252;r sie soll es nur eine Steigerung der Budgets in H&#246;he   der Grundlohnsummensteigerung geben. Die f&#228;llt wegen der geringen   Lohnerh&#246;hungen des letzten Jahres niedrig aus mit 0,81 Prozent f&#252;r West-   und 2,09 Prozent f&#252;r Ostdeutschland. Auch f&#252;r diese H&#228;user klafft eine   riesige L&#252;cke zwischen steigenden Kosten (zum Beispiel f&#252;r   Tariferh&#246;hungen &#8211; sogenannte BAT-Schere) und mickriger Budgeterh&#246;hung.   Viele Krankenhausbetriebs- und personalr&#228;te fordern daher richtigerweise   die volle Refinanzierung von Tariferh&#246;hungen &#252;ber die Budgets, w&#228;hrend   die Krankenhausbetreiber damit drohen Defizite durch weiteren   Personallabbau auszugleichen. Allein in den letzten drei Jahren wurden   so in den Krankenh&#228;usern 18.000 Arbeitspl&#228;tze in der Pflege abgebaut.<\/p>\n<p><b>Einkaufsmodell<\/b><\/p>\n<p>Als   weiteren Erfolg in den Verhandlungen um das Vorschaltgesetz verbucht   ver.di f&#252;r sich, dass es erstmalig gelungen ist den Vertragszwang   zwischen Krankenkassen und Krankenh&#228;usern zu lockern. Nunmehr steht es   Krankenh&#228;usern frei zu entscheiden, ob sie an den neuen   Behandlungsprogrammen f&#252;r chronische Erkrankungen, in diesem Fall   Herzerkrankungen, teilnehmen und daf&#252;r Verg&#252;tung zus&#228;tzlich zum Budget   erhalten. Es ist zwar sinnvoll, dass Krankenh&#228;user die M&#246;glichkeit   bekommen, ambulant zu behandeln, gleichzeitig wird mit dieser Regelung   jetzt die T&#252;r aufgesto&#223;en f&#252;r das sogenannte Einkaufsmodell, bei dem die   Krankenkassen sich aussuchen k&#246;nnen, mit welchen &#196;rzten, Krankenh&#228;usern   und anderen Leistungsanbietern sie Vertr&#228;ge abschlie&#223;en und mit welchen   nicht. Wenn meine Krankenkasse mit einem bestimmten Krankenhaus oder   Arzt keinen Vertrag abschlie&#223;t, werde ich nicht behandelt au&#223;er ich   bezahle selber. Die Kassen werden ihre Macht nutzen, um die Kosten der   Leistungsanbieter zu senken. Da rund 70 Prozent der Kosten im   Krankenhaus Personalkosten sind, bedeutet das weitere Verschlechterungen   beim Personal und nat&#252;rlich auch Qualit&#228;tseinbu&#223;en der Behandlung.   Bsirske behauptet mit diesem Wettbewerb k&#246;nne die Qualit&#228;t und die   Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen verbessert werden. Das ist bitter   &#8211; denn so argumentieren neoliberale Privatisierer auch.<\/p>\n<p><b>Vor   Behandlung Medizin studieren?<\/b><\/p>\n<p>Um den Wolf Wettbewerb   akzeptabler zu machen, wird er in den Schafspelz Qualit&#228;t gekleidet.   Dazu wird die Illusion des informierten Patienten aufgebaut, der sich   kritisch die &quot;Gesundheitsdienstleistung&quot; seiner Wahl anhand von   Qualit&#228;tsberichten aussuchen kann, die Krankenh&#228;user und &#196;rzte im   Internet ver&#246;ffentlichen sollen. Dieser &quot;Kritikf&#228;higkeit&quot; des Patienten   soll auch die im Vorschaltgesetz enthaltene Patientenquittung dienen,   mit der der Patient den Arzt bez&#252;glich der Kosten kontrollieren soll.   Dieser Weg f&#252;hrt dazu, dass Gesundheit immer mehr zur Ware wird.   Eigentlich sollte das Verh&#228;ltnis zwischen Patient und Arzt von Vertrauen   gepr&#228;gt sein und nicht von finanziellen Erw&#228;gungen. Damit der Patient   entscheiden kann, ob der Arzt die richtige Untersuchung und Behandlung   durchf&#252;hrt, m&#252;sste er genauso gut informiert sein wie der Arzt. Au&#223;erdem   d&#252;rfte er sich nicht einer hilfebed&#252;rftigen Situation befinden, seine   Wahrnehmungs- und Urteilsf&#228;higkeit d&#252;rfte nicht durch sein Leiden   getr&#252;bt sein.<\/p>\n<p><b>&#196;rzte- und Apothekerproteste<\/b><\/p>\n<p>Wenn   diese Abh&#228;ngigkeit der Patienten von den &#196;rzten nicht bestehen w&#252;rde,   k&#246;nnten sie von den &#196;rzten nicht immer wieder f&#252;r ihre Zwecke   instrumentalisiert werden. Es ist zu erwarten, dass sowohl die   niedergelassenen &#196;rzte (220 Millionen Euro Einsparung), als auch die   Zahn&#228;rzte (100 Millionen Euro) und Apotheker ihre Einsparungen an die   Patienten weitergeben. Die niedergelassenen &#196;rzte sollen pro Arzt und   Monat 160 Euro weniger verdienen und drohen mit dem Abbau von 10.000   Arbeitspl&#228;tzen. Auch die Unternehmer und die Besch&#228;ftigten der   Zahntechnik wehren sich gegen die Absenkung der Preise f&#252;r   zahntechnische Leistungen um f&#252;nf Prozent (100 Millionen Einsparung): am   Abend vor der Beschlussfassung des Vorschaltgesetzes im Bundestag gab es   in Stuttgart einen Protest-Autokorso von Zahntechnikern. Dabei ist das   bestehende Versorgungssystem bereits heute nicht in der Lage eine   fl&#228;chendeckende Versorgung zu gew&#228;hrleisten. Es mehren sich die Berichte   aus l&#228;ndlichen Gebieten, vor allem in Ostdeutschland, dass dort   Arztpraxen schlie&#223;en, weil keine Nachfolger gefunden werden. Grund: im   Osten kommt ein Arzt nur auf 70 Prozent des Einkommens im Vergleich zum   Westen. Auch die Apotheker sehen die wohnortnahe Versorgung gef&#228;hrdet   und k&#252;ndigen gar den Abbau von bis zur H&#228;lfte der 140.000 Arbeitspl&#228;tze   in den Apotheken an. Apothekervereinigungen behaupten mit dem   Vorschaltgesetz w&#252;rde das zu versteuernde Apothekereinkommen um zwei   Drittel verringert.<br \/><b><br \/>Arzneimittelprofite<\/b><\/p>\n<p>Zweifellos   ist es so, dass &#252;ber v&#246;llig &#252;berh&#246;hte Arzneimittelpreise die   Versicherten mit ihren Beitr&#228;gen die Profite der Pharmaindustrie, des   Pharmahandels und der Apotheken mitfinanzieren. Bisherige Versuche,   diese Profite zu beschneiden, schlugen fehl. J&#252;ngstes Beispiel: als die   Regierung 2001 eine auf zwei Jahre begrenzte vierprozentige Absenkung   bestimmter Arzneimittel forderte, lie&#223; sie sich diese Ma&#223;nahme von der   Pharmaindustrie in einem Ablasshandel f&#252;r eine Einmalzahlung von 204   Millionen Euro an die Krankenkassen abkaufen. Dar&#252;ber hinaus bietet der   Pharma-Markt gen&#252;gend Schlupfl&#246;cher, die die Profiteure nutzen, um ihre   Gewinne zu sichern. Auch diese Auseinandersetzung wird letztendlich auf   dem R&#252;cken der Patienten ausgetragen. Wie soll der Patient entscheiden   k&#246;nnen ob er das teurere Medikament ben&#246;tigt, oder das billigere, das   aber etwas anders wirkt? Im Zweifelsfall wird er sich f&#252;r das teurere   entscheiden, falls er es sich leisten und er es selbst bezahlen kann in   der Hoffnung, dass dieses ihm besser hilft. Diese Entwicklung wird sich   mit der Einf&#252;hrung der sogenannten Positivliste im Fr&#252;hjahr 2003   verst&#228;rken, wenn damit das Angebot der verordnungsf&#228;higen Medikamente   eingeschr&#228;nkt und weitere 400 Millionen Euro eingespart werden sollen.<\/p>\n<p><b>Wer   legt was fest?<\/b><\/p>\n<p>Die entscheidende Frage ist: wer legt wie nach   welchen Gesichtspunkten fest, welche Medikamente zur Positivliste   geh&#246;ren? Die selbe Frage gilt auch f&#252;r die Festlegung, welche   Untersuchungen und Behandlungsmethoden von der Gesetzlichen   Krankenversicherung bezahlt werden. Solange Kostentr&#228;ger   (Versicherungen) ein Interesse an m&#246;glichst niedrigen Kosten und   Leistungsanbieter (Krankenh&#228;user, &#196;rzte, Apotheker, Pharmaindustrie,   Zahntechnische Labors und alle anderen Unternehmer im Gesundheitswesen)   ein Interesse an m&#246;glichst hohen Profiten haben, l&#228;sst sich schlecht   feststellen, was der Gesundheit im Einzelfall dient oder schadet. Erst   wenn jegliches Profitstreben im Gesundheitswesen ausgeschaltet wird und   an seine Stelle das Interesse tritt, Krankheiten m&#246;glichst zu vermeiden   und Kranken entsprechend ihren individuellen Bed&#252;rfnissen zu helfen, ist   es m&#246;glich aufgrund von Erfahrungswerten und wissenschaftlichen Studien   bei bestimmten Erkrankungen Behandlungsleitlinien mit bevorzugten   Medikamenten vorzuschlagen. Ansonsten verkommen Behandlungsleitlinien   und Positivlisten zu reinen Sparprogrammen in erster Linie zu Lasten der   Patienten.<\/p>\n<p><b>Gesch&#228;ft Gesundheit<\/b><\/p>\n<p>Das Gesch&#228;ft   mit der Gesundheit ist ein riesiger Markt. Mit 260 Milliarden Euro   Umsatz entspricht es zehn Prozent des Bruttosozialprodukts. Die   Kapitalisten wollen in diesem Markt Profite machen, ohne dass sie als   Beitragszahler gleichzeitig daf&#252;r zur Kasse gebeten werden. Allein die   Gesetzlichen Krankenversicherungen haben mehr als 130 Milliarden Euro   Ausgaben, davon flie&#223;en zirka 55 Milliarden Euro in die Krankenh&#228;user.   Solange an Krankheit Geld verdient werden kann, gibt es beim Kapital   kein wirkliches Interesse an der Vermeidung von Krankheiten. Eine   Forschungsarbeit der Bundesanstalt f&#252;r Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin   ermittelte ein Kostenvolumen f&#252;r die direkte Behandlung von Krankheiten,   bedingt durch k&#246;rperliche Belastungen bei der Arbeit in H&#246;he von 29   Milliarden Euro und in Folge von psychischen Belastungen bei der Arbeit   in H&#246;he von 27 Milliarden Euro j&#228;hrlich allein in Deutschland. Dies   zeigt die M&#246;glichkeiten von echter Pr&#228;vention auf, allerdings haben die   Unternehmer kein Interesse daran.<\/p>\n<p><b>Gesundheit darf keine Ware   sein<\/b><\/p>\n<p>Wer daf&#252;r k&#228;mpfen will, dass Gesundheit keine Ware ist   und Menschen nicht die Krankheitsopfer von Arbeitsbedingungen und   gesellschaftlichen Bedingungen sind, muss f&#252;r eine sozialistische   Ver&#228;nderung der Gesellschaft eintreten. Auch in allen reichen   kapitalistischen Staaten sterben Arme fr&#252;her und werden eher krank.   Arbeitslosigkeit und Armut sind das gr&#246;&#223;te Krankheitsrisiko. Wir k&#246;nnen   uns nicht darauf verlassen, dass die Gewerkschaftsspitzen, die es sich   in diesem System bequem gemacht haben, diesen Kampf f&#252;hren. So forderte   der DGB-Vorsitzende Sommer nach der Bundestagswahl eine   &quot;Hartz-Kommission&quot; f&#252;r das Gesundheitswesen. Mittlerweile hat Ulla   Schmidt eine Kommission mit dem Wissenschaftler R&#252;rup an der Spitze   eingesetzt. Die Ergebnisse sollen 2003 vorliegen und 2004 umgesetzt   werden. Den Kampf gegen die K&#252;rzungen im Gesundheitswesen und gegen   diese &quot;Gesundheitsreform&quot; m&#252;ssen wir selbst organisieren.<\/p>\n<p><b>Das   SAV-Programm zum Gesundheitswesen<\/b><\/p>\n<p><i>1. R&#252;cknahme aller   bisherigen Verschlechterungen<\/i><\/p>\n<p>Weg mit allen Zuzahlungen,   Eigenbeteiligungen, Leistungsk&#252;rzungen, Mittelk&#252;rzungen bei der   Krankenhausfinanzierung.<\/p>\n<p>Weg mit den Fallpauschalen.<\/p>\n<p>R&#252;cknahme   aller Privatisierungen und von Outsourcing<\/p>\n<p>Weg mit der   Zweiklassenmedizin.<\/p>\n<p><i>2. Keine weiteren Verschlechterungen<\/i><\/p>\n<p>Stoppt   GATS und TRIPS. Weg mit den internationalen Institutionen neoliberaler   Globalisierung (WTO, IWF, Weltbank, EU-Kommission).<\/p>\n<p>Nein zur   Privatisierung der Krankenversicherung.<\/p>\n<p>Keine Erh&#246;hung der   Krankenkassenbeitr&#228;ge f&#252;r ArbeitnehmerInnen, Studierende und   RentnerInnen. Finanzierung &#252;ber staatliche Zusch&#252;sse oder einseitige   Erh&#246;hung der Krankenkassenbeitr&#228;ge f&#252;r die Unternehmer.<\/p>\n<p>Nein   zu Bettenabbau, Krankenhausprivatisierungen und -schlie&#223;ungen.<\/p>\n<p>Nein   zu Lohnabsenkung und Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen bei den   Krankenhausbesch&#228;ftigten.<\/p>\n<p><i>3. F&#252;r eine Gesundheitsreform   im Interesse der Mehrheit<\/i><\/p>\n<p>Optimale und ganzheitliche   Behandlung aller PatientInnen entsprechend den medizinischen   M&#246;glichkeiten.<\/p>\n<p>Vorbeugen statt heilen. Deshalb massiver   Ausbau von pr&#228;ventiver Gesundheitsversorgung in allen Bereichen der   Gesellschaft.<\/p>\n<p>Schaffung von integrierten staatlichen   Gesundheitszentren (Polikliniken) als Angebot f&#252;r die PatientInnen. F&#252;r   eine bessere Zusammenarbeit von &#196;rztInnen und TherapeutInnen.<\/p>\n<p>massives   staatliches Investitionsprogramm zur Sanierung von Krankenh&#228;usern, zur   Verbesserung und F&#246;rderung der Gesundheitsvorsorge und Forschung.   Finanzierung eines solchen Programms durch Steuern auf die Profite von   Pharmakonzernen, Banken und Versicherungen und die Reichen.<\/p>\n<p>Als   ersten Schritt: Zusammenf&#252;hrung aller Krankenkassen zu einer einzigen   &#246;ffentlichen Krankenkasse bei Arbeitsplatzgarantie f&#252;r alle   Besch&#228;ftigten. Aufhebung der Pflichtversicherungsgrenze und &#220;berf&#252;hrung   der Privatversicherungen in Gemeineigentum. Unternehmervertreter raus   aus den Aufsichtsr&#228;ten der Krankenkassen &#8211; die Beitr&#228;ge f&#252;r die   Krankenversicherung werden von den ArbeitnehmerInnen erwirtschaftet.<\/p>\n<p>Ziel   ist ein f&#252;r PatientInnen kostenloses staatliches Gesundheitswesen   finanziert durch die Gewinne der Banken und Konzerne.<\/p>\n<p>&#220;berf&#252;hrung   der Pharma-, Bio-, und Gentechnikkonzerne sowie der   Medizinger&#228;teindustrie in Gemeineigentum. Demokratische Kontrolle und   Verwaltung durch gew&#228;hlte VertreterInnen der Besch&#228;ftigten und der   Allgemeinheit.<\/p>\n<p>Keine &#252;berbezahlten und korrupten Manager in   Krankenh&#228;usern, Gesundheits&#228;mtern, Krankenkassen und sonstigen   Gesundheitseinrichtungen. Demokratische Wahl aller Personen mit   Leitungsfunktionen durch Besch&#228;ftigte und Allgemeinheit. Kontrollrecht   und Recht zur jederzeitigen Abwahl.<\/p>\n<p><i>4. F&#252;r gesunde Arbeits-,   Lebens- und Umweltbedingungen<br \/><\/i><br \/>Arbeitslosigkeit macht krank.   Deshalb Arbeit f&#252;r alle<\/p>\n<p>Arbeitsstress macht krank. Deshalb   bessere Arbeitsbedingungen und radikale Verk&#252;rzung der Wochen- und   Lebensarbeitszeit bei vollem Lohn und voller Rente<\/p>\n<p>Armut macht   krank. Deshalb einen garantierten Mindestlohn beziehungsweise eine   soziale Mindestsicherung von 750 Euro plus Warmmiete f&#252;r jede\/n ab 18   Jahre<\/p>\n<p>F&#252;r eine Umstellung des Verkehrswesen, der   Nahrungsmittelproduktion und der gesamten Produktion im Interesse von   Mensch und Umwelt.<\/p>\n<p><i>5. F&#252;r eine sozialistische Gesellschaft<br \/><\/i><br \/>In   einer Gesellschaft in der die Profitproduktion Ziel der Produktion ist,   bleibt der Mensch und seine Gesundheit auf der Strecke. Wir brauchen ein   Gesundheitssystem frei davon. In allen Gesundheitseinrichtungen m&#252;ssen   PatientInnen, PflegerInnen, &#196;rztInnen und TherapeutInnen gemeinsam   demokratisch entscheiden. Mit der kapitalistischen Wirtschaft l&#228;sst sich   dies nicht vereinbaren. Deshalb m&#252;ssen die Produktionsmittel in   Gemeineigentum &#252;berf&#252;hrt werden und nach den Bed&#252;rfnissen von Mensch und   Umwelt produziert werden. Erst dann k&#246;nnen Bedingungen entstehen, die   Krankheiten vermeiden und optimal heilen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Mit einem sogenannten Vorschaltgesetz will die rot-gr&#252;ne Regierung 3<br \/>\n      Milliarden Euro im Gesundheitswesen einsparen und die Einf&#252;hrung<br \/>\n      weiterer Marktelemente forcieren. Damit soll ein Erh&#246;hungsstopp der<br \/>\n      Krankenkassenbeitr&#228;ge durchgesetzt werden. Die K&#252;rzungen treffen nicht<br \/>\n      nur die insgesamt &#252;ber 4 Millionen Besch&#228;ftigten im Gesundheitswesen,<br \/>\n      davon allein 1,1 Millionen in den Krankenh&#228;usern, sonder auch die<br \/>\n      Versicherten.<\/p>\n<p><i>von Dieter Jan&#223;en<br \/>Personalratsvorsitzender<br \/>\n      B&#252;rgerhospital Stuttgart<br \/>(Personenangabe nur zur<br \/>\n      Kenntlichmachung der Person)<\/i>\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[111],"tags":[144],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10229"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10229"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10229\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10229"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10229"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10229"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}