{"id":10209,"date":"2002-10-28T11:30:03","date_gmt":"2002-10-28T10:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=10209"},"modified":"2012-05-29T13:21:47","modified_gmt":"2012-05-29T11:21:47","slug":"10209","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/10\/10209\/","title":{"rendered":"Sch&uuml;ler- und Studierendenstreiks gegen den Krieg vorbereiten!"},"content":{"rendered":"<p>Die Beteiligung der deutschen Anti-Kriegs-Bewegung an dem internationalen Aktionstag am 26. Oktober war ein erster Anfang. Was k&ouml;nnen wir weiter tun und welche Initiativen k&ouml;nnen Jugendliche in Schulen, Universit&auml;ten und Betrieben starten?<\/p>\n<p>  von Doreen Ullrich, Berlin<br \/> <!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nEinen erfolgreichen Kampf gegen den Krieg wird es nur geben, wenn sich KriegsgegnerInnen in Komitees in ihrer Umgebung zusammenfinden. An Schulen und Unis, aber auch in den Betrieben k&ouml;nnen Anti-Kriegs-AktivistInnen zu gemeinsamen Treffen gegen den Krieg einladen. Solche Anti-Kriegs-Komitees k&ouml;nnen Aktionen in ihrer Umgebung planen. Sie k&ouml;nnen an Universit&auml;ten oder Schulen Informationsst&auml;nde organisieren, bei denen &uuml;ber die Situation im Irak und den drohenden Krieg aufgekl&auml;rt wird. Auch Veranstaltungen in Schulen, Berufsschulen und Unis sind m&ouml;glich. Transparente oder Plakate k&ouml;nnen in der Mensa, auf dem Schulhof oder vor dem Betriebstor aufgehangen werden. <br \/>  Gegen den Irak-Krieg bildeten sich in Berlin bereits an Schulen erste Komitees. An einer Schule wurden bereits Flugbl&auml;tter geschrieben und Transparente aufgeh&auml;ngt, zus&auml;tzlich soll es eine Veranstaltung geben. Auch an der K&ouml;lner Uni gibt es Bestrebungen ein studentisches Antikriegskomitee zu gr&uuml;nden. Dar&uuml;berhinaus ist eine Vernetzung &uuml;ber die eigene Schule, Uni oder den Betrieb hinaus notwendig. Andere Unis, Schulen und Jugendliche in Betrieben k&ouml;nnen zu stadtweiten Treffen eingeladen werden.<br \/>  Um der drohenden Kriegsgefahr zu entgegnen, bedarf es massenhafter Proteste. Die Gewerkschaften als gr&ouml;&szlig;te Organisationen der Besch&auml;ftigten m&uuml;ssen daf&uuml;r in die Verantwortung genommen werden. Jugendliche m&uuml;ssen zu den Gewerkschaften gehen und sie auffordern, Strukturen gegen den Krieg zu unterst&uuml;tzen und gemeinsam Proteste zu initiieren. In vielen St&auml;dten wird es auch nach dem 26. Oktober Demonstrationen und Kundgebungen geben. Daran gilt es sich zu beteiligen.<\/p>\n<p>  Kann ein Krieg verhindert werden?<\/p>\n<p>  Der drohende Krieg wird jedoch mit Demonstrationen und Kundgebungen nicht zu verhindern sein. Dazu bedarf es viel weitergehender Aktionen. Wenn zum Beispiel Hafen- und Flughafenbesch&auml;ftigte streiken w&uuml;rden und so Milit&auml;rger&auml;te nicht verschickt w&uuml;rden, wenn zum Beispiel ArbeiterInnen aus der R&uuml;stungsindustrie streikten und das Kriegsmaterial nicht einmal hergestellt w&uuml;rde, wenn sich Besch&auml;ftigte anderer Bereiche einem solchen Streik anschlie&szlig;en w&uuml;rde, dann w&uuml;rde ein Krieg gegen den Irak erst gar nicht stattfinden k&ouml;nnen.<br \/>  Doch leider ist die Anti-Kriegs-Bewegung noch nicht so weit und auch die Gewerkschaftsf&uuml;hrung unternimmt keine Schritte in diese Richtung. So m&uuml;ssen wir uns auf einen Kriegsbeginn einstellen und dazu im Vorfeld &uuml;ber Aktionsformen w&auml;hrend des Krieges nachdenken.<\/p>\n<p>  Sch&uuml;ler- und Studierendenstreiks <\/p>\n<p>  W&auml;hrend und auch schon vor einem Krieg k&ouml;nnen Milit&auml;rbasen, Milit&auml;rflugh&auml;fen, Zufahrtsstra&szlig;en und so weiter blockiert werden. So kann die Milit&auml;rmaschinerie behindert werden. Aber auch politischer Druck muss aufgebaut werden, auch um m&ouml;glichst viele Menschen einzubeziehen und um die Gewerkschaftsf&uuml;hrungen zu Aktionen zu dr&auml;ngen. Besonders effektiv sind Streiks von Sch&uuml;lerInnen und Studierenden. Auch wenn diese nicht unmittelbar einen wirtschaftlichen Druck auf die Regierung und die Konzerne aus&uuml;ben, so k&ouml;nnen sie doch erheblichen politischen Druck darstellen.<br \/>  widerstand international! beteiligte sich ma&szlig;geblich am Aufbau von &#x84;Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler gegen den Krieg&#x93; in Berlin, das einen Sch&uuml;lerstreik am Tag des Kriegsbeginns gegen Afghanistan mit 5.000 Beteiligten organisierte. Auch in anderen Teilen Deutschlands gab es Streiks und Proteste von Sch&uuml;lerInnen und Studierenden.<br \/>  In Berlin wird jetzt von widerstand international! \/ Sch&uuml;lerInnen gegen den Krieg wieder ein Sch&uuml;lerstreik am Tag X (dem Beginn des Milit&auml;rschlages gegen den Irak) geplant. widerstand international! \/ Sch&uuml;lerInnen gegen den Krieg ruft alle Sch&uuml;lerInnen und Studierenden auf, selbst Streiks zu organisieren. <br \/>  Ein Brief mit dem Aufruf kann unter der Infohotline bestellt werden. Streiks von Sch&uuml;lerInnen und Studierenden sind auch in anderen St&auml;dten notwendig. Dazu m&uuml;ssen stadtweite Jugendb&uuml;ndnisse gegen den Krieg organisiert werden. Mit massenhaften Jugendstreiks am Tag X kann nicht nur Druck erzeugt werden, sondern es k&ouml;nnen auch Besch&auml;ftigte inspiriert werden, &auml;hnliches zu tun. Ein gemeinsamer Streik von Jugendlichen und ihren Eltern in den Betrieben, w&uuml;rde einem Krieg im Irak ein schnelles Aus bescheren.<\/p>\n<p>  Doreen Ullrich ist Mitglied im bundesweiten Sprecherrat von widerstand international! <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Beteiligung der deutschen Anti-Kriegs-Bewegung an dem internationalen Aktionstag am 26. Oktober war ein erster Anfang. 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