{"id":10108,"date":"2002-09-06T10:20:31","date_gmt":"2002-09-06T08:20:31","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=10108"},"modified":"2012-05-29T13:07:32","modified_gmt":"2012-05-29T11:07:32","slug":"10108","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/09\/10108\/","title":{"rendered":"Jugend 2002 &#x96; egoistisch, karrieregeil und unpolitisch?"},"content":{"rendered":"<p><i>Die weltweite Beteiligung von Sch&uuml;lerInnen, Studierenden und jungen ArbeiterInnen an Bewegungen und Protesten strafen die neue Shell-Studie L&uuml;gen<\/i><br \/>  Die 14. Shell Studie pr&auml;sentierte die neue &#x84;Ich-Generation&#x93;, die machtgeil und trendy aussehend sich wieder auf traditonelle Werte besinnt. Besonders junge M&auml;dchen und Frauen seien &#x84;stark im Kommen&#x93;. Sie streben, der Studie nach, nach Macht und Einfluss an und w&uuml;rden in ihrer Karrieresucht sogar junge M&auml;nner &uuml;berholen.<!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p align=\"right\"><a href=\"\/modules.php?name=Content&#038;pa=showpage&#038;pid=5\"><img src=\"\/media\/images\/ssz.gif\"[ ]border=\"0\"><\/a><\/p>\n<p>  <i>von Doreen Ullrich, Berlin<\/i><br \/>  Sind bei jungen Menschen heute einzig Markenklamotten und Karriere &#x84;in&#x93; und Politik daf&uuml;r wirklich &#x84;out&#x93;? Beobachtet man Proteste wie in Seattle, G&ouml;teborg oder Genua aber auch die Streiks der Studierenden in Nordrhein Westfalen im vergangenen Semester sieht man etwas anderes.<br \/>  &Auml;hnlich wie bei PISA konnte auch die Shell-Studie nicht verbergen: Es gibt einen ma&szlig;geblichen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildung aber auch dem zuk&uuml;nftigem Leben. Deutliche Verlierer in diesem System sind Jugendliche aus &auml;rmeren Familien. Sie z&auml;hlen nicht zu den in der Shell-Studie bezeichneten &#x84;selbstbewussten Machern&#x93;, sondern zu der gro&szlig;en Anzahl der Jugendlichen, denen alles andere als rosige Zeiten bevorstehen und die das auch genau wissen.<br \/>  Kein Wunder das Jugendliche, bei solch einer Situation, sich immer weiter abgesto&szlig;en f&uuml;hlen von den etablierten Parteien. Zwei Drittel aller Jungen und M&auml;dchen trauen keiner Partei mehr zu, Probleme in den Griff zu bekommen. Ein Gro&szlig;teil der Jugendlichen wei&szlig; genau, dass die Etablierten nicht f&auml;hig und auch gar nicht willens sind, auf ihre Probleme einzugehen. Kampagnen und Werbungen mit Slogans wie &#x84;Erst ab 18&#x93; (SPD-Wahlwerbung, siehe Bild) oder mit &#x84;Schnuppermitgliedschaften&#x93; (gibt es bei der CDU) zeigen deutlich, dass b&uuml;rgerliche Parteien keinerlei Verst&auml;ndnis f&uuml;r das Leben und die Probleme von jungen Leuten haben. Von solchen abgehobenen PolitkerInnen haben immer mehr Jugendliche die Nase voll.<br \/>  Doch das bedeutet in keinem Fall, dass Jugendliche unpolitisch sind. Kriege, Umweltzerst&ouml;rung, Sozial- und Bildungsabbau bedrohen die Zukunft der heutigen jungen Generation.<br \/>  Einer wachsenden Zahl wird klar: das kapitalistische Profitsystem hat ihnen nichts zu bieten. So musste auch die Shell-Studie feststellen, dass in Ostdeutschland 52 Prozent der befragten Jugendlichen dem heutigen System skeptisch gegen&uuml;berstehen. Gegen die Auswirkungen des Kapitalismus setzen sich immer mehr zur Wehr. Ob in Genua gegen den G7 Gipfel 300.000, in Bracelona gegen den EU-Gipfel 500.000 oder in Sevilla 250.000 meist jugendliche Protestierende.<br \/>  Die Bewegung gegen kapitalistische Globalisierung beweist: Junge Menschen sind sehr wohl politisch aktiv, gegen korrupte Politiker, Konzernherrschaft und vermehrter Ausbeutung. Statt einer angepassten &#x84;Ich-Generation&#x93;, die sie sich gerne w&uuml;nschen,&nbsp; werden die Herrschenden eine Generation erleben, die ihnen das F&uuml;rchten lehren wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><i>Die weltweite Beteiligung von Sch&uuml;lerInnen, Studierenden und jungen ArbeiterInnen an Bewegungen und Protesten strafen die neue Shell-Studie L&uuml;gen<\/i><br \/>\n Die 14. Shell Studie pr&auml;sentierte die neue &#x84;Ich-Generation&#x93;, die machtgeil und trendy aussehend sich wieder auf traditonelle Werte besinnt. Besonders junge M&auml;dchen und Frauen seien &#x84;stark im Kommen&#x93;. 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