{"id":10100,"date":"2002-09-04T19:46:14","date_gmt":"2002-09-04T17:46:14","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=10100"},"modified":"2012-05-29T13:07:52","modified_gmt":"2012-05-29T11:07:52","slug":"10100","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/09\/10100\/","title":{"rendered":"F&uuml;nf Jahre Osloer &#x82;Friedensprozess&#x92;"},"content":{"rendered":"<p>aus Socialism Today, Nr. 35, Februar 1999<br \/> <!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nAm 4. Mai endet die f&uuml;nfj&auml;hrige Frist des Osloer Friedensabkommens, bis zu der die endg&uuml;ltige &Uuml;bereinkunft &uuml;ber den zuk&uuml;nftigen Status von Pal&auml;stina und alle damit verbundenen Fragen erreicht werden sollte. Statt dessen, so argumentiert Kevin Simpson, liegt der &#x82;Friedensprozess&#x92; in Scherben und man hat sich mit keinem der grundlegenden oder auch nur zweitrangigen Fragen befasst. Die L&auml;nder von Israel und Pal&auml;stina sind instabiler als vor f&uuml;nf Jahren.<br \/>  Das vom US-Imperialismus vermittelte Osloer Friedensabkommen wurde von kapitalistischen Kommentatoren international als erster Schritt zur L&ouml;sung eines der hartn&auml;ckigsten Konflikte der Welt gesehen. Es folgte auf das verhandelte Abkommen in S&uuml;dafrika, das Nelson Mandela 1994 an die Macht brachte. Es wurde als Beispiel f&uuml;r die &#x82;neue Weltordnung&#x92; des US-Imperialismus verwendet<br \/>  Die Mehrheit der Pa&auml;lstinenserInnen begr&uuml;&szlig;te das Abkommen mit riesiger Begeisterung &#x96; sie sahen es als Teil eines unerbittlichen Prozesses, der zu einem unabh&auml;ngigen Pal&auml;stinenserstaat und dem Ende von fast 50 Jahren zionistischer Unterdr&uuml;ckung f&uuml;hren w&uuml;rde. Viele israelische J&uuml;dInnen waren vorsichtig optimistisch, dass dies ein Ende der immer gegenw&auml;rtigen Kriegsgefahr bedeuten w&uuml;rde. Diese Illusionen wurden v&ouml;llig zunichte gemacht. Die Bedingungen f&uuml;r die Pal&auml;stinenserInnen sind noch schlimmer als zuvor und seit Oslo wurden mehr israelische J&uuml;dInnen get&ouml;tet als w&auml;hrend der Intifada. Der Versuch des US-Imperialismus, eine L&ouml;sung f&uuml;r den israelisch-pal&auml;stinensischen Konflikt einzuf&uuml;hren, hat in der Tat alle nationalen, politischen und Klassenwiderspr&uuml;che der Region hervorgehoben.<br \/>  Das Ergebnis des Osloer Abkommen spiegelt die Umst&auml;nde wider, unter denen es unterzeichnet wurde und die wirtschaftlichen und politischen Interessen seiner m&auml;chtigeren Teilnehmer. Zentral daf&uuml;r war der Zusammenbruch des Stalinismus 1989 und das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis im Nahen Osten nach dem Golfkrieg 1991. Dieser Konflikt ist zwar f&uuml;r den US-Imperialismus siegreich ausgegangen, hob aber die Instabilit&auml;t des Nahen Ostens hervor &#x96; daher der Versuch, ein israelisch-pal&auml;stinensisches Friedensabkommen zu vermitteln.<br \/>  Der US-Imperialismus stellte sich eine teilweise pal&auml;stinensische Autonomie vor, die das Potenzial f&uuml;r k&uuml;nftige Explosionen des Kampfes der pal&auml;stinensischen Massen untergraben solle. Trotz der &ouml;ffentlichen Verpflichtung des US-Imperialismus auf eine Verhandlungsl&ouml;sung im Nahen Osten und auf die Rechte der Pal&auml;stinenserInnen, hat jedoch die Erfahrung wiederholt gezeigt, dass sie sich letztlich auf die Seite der israelischen herrschenden Klasse schlagen, um ihre politischen und wirtschaftlichen Interessen zu sch&uuml;tzen.<br \/>  Jassir Arafat und die PLO-F&uuml;hrung wurden durch ihre geschw&auml;chte Stellung an den Verhandlungstisch gezwungen. Die PLO-F&uuml;hrung stand einer Vertrauenskrise in den pal&auml;stinensischen Massen gegen&uuml;ber als Ergebnis ihres Versagens, irgendwelche Fortschritte zu pal&auml;stinensischer Selbstbestimmung herbeizuf&uuml;hren. Das war ein Ergebnis der geschichtlichen Abh&auml;ngigkeit der PLO von diplomatischem Druck und Unterst&uuml;tzung durch reaktion&auml;re arabische Regime, um Zugest&auml;ndnisse vom US-Imperialismus und dem israelischen Staat zu erlangen. Kurzfristiger drohte ihnen ein Zusammenbruch der politischen und finanziellen Unterst&uuml;tzung durch die arabischen Staaten zur Finanzierung der PLO-Institutionen in den Besetzten Gebieten und der Diaspora. Dies war teilweise ein Ergebnis der PLO-Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Saddam Husseins Regime w&auml;hrend dem Golfkrieg &#x96; als die Mehrheit der arabischen Staaten die US-Invasion unterst&uuml;tzte. Ein anderer Faktor war der Zusammenbruch des Stalinismus 1989, der viele der arabischen Klientenstaaten der Sowjetunion zwang, auf der Suche nach Wirtschaftshilfe und politischen Verbindungen zum kapitalistischen Westen zu schauen.<br \/>  Die israelische herrschende Klasse nahm die geschw&auml;chte Position der PLO wahr. Sie verstanden jedoch auch, dass die pal&auml;stinensische Frage nicht durch milit&auml;rische Mittel gel&ouml;st werden konnte. Die Fortsetzung des israelisch-pal&auml;stinensischen Konflikts, besonders der Intifada, drohte das Gewebe der israelischen Gesellschaft zu zerrei&szlig;en, da das Gef&uuml;hl der Kriegsm&uuml;digkeit unter den israelischen J&uuml;dInnen zunahm. Es gab niemals irgend eine Absicht, wirkliche pal&auml;stinensische Staatlichkeit zuzugestehen, sondern es ging vielmehr um die Verwendung der PLO-F&uuml;hrung als Polizei gegen&uuml;ber den pal&auml;stinensischen Massen bei gleichzeitiger Fortsetzung der wirtschaftlichen Beherrschung der Besetzten Gebiete und ihrer Verwendung als Reservoir von Billigarbeit. Die optimistischeren israelischen b&uuml;rgerlichen Strategen hofften, dass ein breiteres Nahostfriedensabkommen neue M&auml;rkte in den arabischen Staaten der Region er&ouml;ffnen w&uuml;rde.<\/p>\n<p>  Eine Fiktion pal&auml;stinensischer Autonomie<\/p>\n<p>  Angesichts dieses Kr&auml;fteverh&auml;ltnisses war es unausweichlich, dass das Oslo-Abkommen zu einer Fiktion von Autonomie f&uuml;hren w&uuml;rde. Dar&uuml;ber hinaus wurden die Spannungen in Israel und Pal&auml;stina durch die Ma&szlig;nahmen der rechten Koalitionsregierung von Benjamin Netanjahu versch&auml;rft. Dieser wurde 1996 mit einem &#x82;Frieden durch Sicherheit&#x92;-Wahlprogramm gew&auml;hlt. Netanjahu weigerte sich, unterzeichnete Vereinbarungen umzusetzen und seine fortgesetzte reaktion&auml;re und provokatorische antipal&auml;stinensische Rhetorik machte den Pal&auml;stinenserInnen klar, was f&uuml;r eine Heuchelei die Verhandlungen wirklich waren. W&auml;hrend der Verhandlungen haben israelische Vermittler auf Druck von Netanjahu wiederholt mehr Zugest&auml;ndnisse von den Pal&auml;stinenserInnen verlangt. W&auml;hrend der ersten 16 Monate seiner Amtszeit weigerte sich Netanjahu, Jassir Arafat f&uuml;r Gespr&auml;che unter vier Augen zu treffen, eine kalkulierte Br&uuml;skierung.<br \/>  Netanjahus Umgang mit den Verhandlungen stellte teilweise seine eigene politische Haltung dar &#x96; eine Weigerung, die Existenz  der Pal&auml;stinenserInnen als Nation anzuerkennen. Seine Koalitionsregierung hing jedoch von der Unterst&uuml;tzung reaktion&auml;rer rechter Parteien wie der Nationalreligi&ouml;sen Partei (die die Idee von Eretz Israel unterst&uuml;tzt, wonach keine Regierung das Recht hat, das von Gott gegebene biblische Land Israel an Nichtjuden zu &uuml;bergeben). Netanjahu ist auch offen f&uuml;r Druck von noch rechteren Parteien wie Moledet (nicht in der Koalition, die &#x82;Transfer&#x92; fordert, ein freundlicheres Wort f&uuml;r die Vertreibung aller Pal&auml;stinenserInnen aus Israel und den Gebieten), die von den Siedlern unterst&uuml;tzt werden. Dies hat sein eigenes Z&ouml;gern verst&auml;rkt, Zugest&auml;ndnisse zu machen, weil das &Uuml;berleben seiner Regierung von der Ruhigstellung dieser reaktion&auml;ren Elemente abhing.<br \/>  Die Arbeiterpartei, die traditionelle Partei der israelischen herrschenden Klasse, hat Netanjahu beschuldigt, die Chancen f&uuml;r den Frieden zu zerst&ouml;ren. Es gibt jedoch keinen qualitativen Unterschied zwischen den von Netanjahu gemachten Zugest&auml;ndnissen und dem, was die Arbeiterpartei durchgef&uuml;hrt h&auml;tte, wenn sie an der Macht gewesen w&auml;re. Der Unterschied liegt in der Pr&auml;sentation dieser Zugest&auml;ndnisse. Trotzdem hatte in der &auml;u&szlig;erst geladenen Lage in Israel und Pal&auml;stina Netanjahus r&uuml;cksichtslose Darstellung wichtige Wirkungen, indem sie den falschen Charakter des Oslo-Abkommens vor den pal&auml;stinensischen Massen viel fr&uuml;her entlarvte als es die israelische herrschende Klasse oder der US-Imperialismus gern gehabt h&auml;tten.<br \/>  Teil der Strategie der israelischen herrschenden Klasse war es, w&auml;hrend der Verhandlungsperiode &#x84;Tatsachen vor Ort&#x93; zu schaffen &#x96; die Ausdehnung der j&uuml;dischen Siedlungen &#x96; so dass ihre Position zur Zeit der endg&uuml;ltigen Statusdiskussionen weiter gest&auml;rkt w&auml;re. Es ist geplant, dass die Siedlerbev&ouml;lkerung in den n&auml;chsten vier Jahren auf 200.000 steigen wird. Das Hauptziel dieses Projektes ist es, jeden Anspruch der PLO-F&uuml;hrung in den endg&uuml;ltigen Verhandlungen zu verhindern, dass Jerusalem oder irgend ein Teil von ihm Teil eines m&ouml;glichen Pal&auml;stinenserstaats sein solle. Es soll den Israelis auch die Entschuldigung f&uuml;r den Bau neuer Stra&szlig;en zu den Siedlungen liefern, die die pal&auml;stinensischen Gebiete umgehen und das Gebiet unter v&ouml;lliger pal&auml;stinensischer Kontrolle zu einem Netzwerk winziger Kantone verkleinern.<br \/>  Dies wurde von der vorigen Arbeiterpartei-Regierung begonnen und unter Likud sehr beschleunigt, besonders im letzten Jahr. Sie hat sich besonders auf den Bau von Siedlungen konzentriert, die Ost-Jerusalem einkreisen, das fr&uuml;her eine mehrheitlich pal&auml;stinensische Bev&ouml;lkerung hatte. Zus&auml;tzlich werden die Gesetze streng angewandt, die Pal&auml;stinenserInnen das Wohnrecht in Ost-Jerusalem entziehen und sie aus der Stadt zwingen. Im Juli machte Netanjahu einen Plan bekannt, das Stadtgebiet von Jerusalem von 121,5 auf 600 Quadratkilometer zu vergr&ouml;&szlig;ern und eine Pufferzone von Siedlungen rund um die Stadt zu schaffen. Eine brennende Streitfrage unter Pal&auml;stinenserInnen ist, dass der Siedlungsbau  seit der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens tats&auml;chlich zugenommen hat, obwohl das Gegenteil vereinbart wurde.<br \/>  Pal&auml;stinenserInnen werden von einem immer mehr steigenden Gef&uuml;hl von Verratensein und Wut erf&uuml;llt. Das von Jassir Arafat und Benjamin Netanjahu im Oktober 1998 unterzeichnete Wye-Abkommen verst&auml;rkte diese Gef&uuml;hle. Das Abkommen bedeutete, dass die Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde auf dem Papier 17% der Westbank voll kontrollieren und weitere 13% teilweise kontrollieren wird (obwohl 3% davon ein Naturreservat sein werden, auf dem Pal&auml;stinenserInnen nicht werden bauen d&uuml;rfen!) Der Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde wird die Benutzung des in Gaza gebauten Flughafens und auch unbeschr&auml;nkter Reiseverkehr zwischen Gaza und der Westbank erlaubt. Alle diese israelischen &#x82;Zugest&auml;ndnisse&#x92; standen jedoch unter der Voraussetzung, dass die Pal&auml;stinenserInnen eine Reihe von Forderungen der israelischen Verhandlungsteilnehmer umsetzen.<br \/>  Als Gegenleistung musste die Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde den Kompromiss eingehen, alle Hamas&#x92;terroristen&#x92; zu verhaften, alle nicht genehmigten Waffen zu beschlagnahmen, die St&auml;rke der Sicherheitskr&auml;fte der Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde zu senken und neue strenge Gesetze gegen alle &#x82;Subversion&#x92; zu verk&uuml;nden. Arafat stellte die Beteiligung der CIA bei der &Uuml;berwachung dieser Sicherheitsma&szlig;nahmen als gro&szlig;en Schritt f&uuml;r die Pal&auml;stinenserInnen dar!<br \/>  Die Schwierigkeiten selbst dieses beschr&auml;nkten Abkommens wurden kurz nach der Unterzeichnungszeremonie offenbar. In der folgenden Woche gab es bewaffnete Zusammenst&ouml;&szlig;e zwischen der pal&auml;stinensischen Polizei und Fatah-Unterst&uuml;tzerInnen, als erstere versuchten, &#x82;illegale&#x92; Waffen zu beschlagnahmen. Innerhalb von zwei Wochen erkl&auml;rte Netanjahu, dass alle vereinbarten Ma&szlig;nahmen eingefroren w&uuml;rden, weil die Pal&auml;stinenserInnen ihre Seite des Handels nicht erf&uuml;llen w&uuml;rden. Tats&auml;chlich war der wirkliche Grund, dass Netanjahu den verzweifelten Versuch unternahm, seine Koalitionsregierung zu retten. Nachdem jetzt Wahlen angek&uuml;ndigt wurden, sind alle weiteren Verhandlungen f&uuml;r mindestens f&uuml;nf Monate vertagt.<\/p>\n<p>  Arafats korruptes Lehen<\/p>\n<p>  Es sind nicht nur die von der israelischen Regierung gebrochenen Vereinbarungen, die die pal&auml;stinensischen Illusionen in das Oslo-Abkommen zerst&ouml;rt haben. Jassir Arafat hat sich in der neuen Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde ein pers&ouml;nliches Lehen geschaffen, in dem Korruption verbreitet ist. Dass strahlende neue Villen, die f&uuml;r Kabinettsmitglieder der Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde gebaut werden, und Bruchbuden ohne sanit&auml;re Einrichtungen, Licht oder flie&szlig;endes Wasser f&uuml;r gew&ouml;hnliche Leute nicht zusammenpassen, das entgeht den pal&auml;stinensischen Massen nicht.<br \/>  Seine Minister sind Speichellecker, die er sich aus dem Exil mitgebracht hat. Sehr wenige &ouml;rtliche F&uuml;hrer der Fatah (dem politischen Fl&uuml;gel der PLO) und der w&auml;hrend der Intifada entstandenen Volkskomitees wurden in die Strukturen der Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde einbezogen, weil Arafat ihre &#x82;Unabh&auml;ngigkeit&#x92; f&uuml;rchtet.<br \/>  Es gibt jetzt mindestens 14 verschiedene Sicherheitsdienste, die mindestens 40.000 Pal&auml;stinenserInnen besch&auml;ftigen. Sie werden zur Unterdr&uuml;ckung aller Opposition verwendet &#x96; oft auf Verlangen der israelischen Regierung &#x96; und um im Dienste von einzelnen Ministern der Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde durch Folter Bestechungsgelder zu erpressen. Die von den israelischen Streitkr&auml;ften (IDF) w&auml;hrend der Besetzung der Gebiete verwendeten Gef&auml;ngnisse werden jetzt von den Sicherheitskr&auml;ften der Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde verwendet. Unter der britischen Besatzung eingef&uuml;hrte milit&auml;rische Regelungen, die von der IDF abgewandelt wurden, werden jetzt als &#x82;legaler&#x92; Vorwand f&uuml;r die Sicherheitskr&auml;fte der Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde verwendet &#x96; die Empf&auml;ngerInnen dieser &#x82;Justiz&#x92; sind immer die pal&auml;stinensischen Massen.<br \/>  Abgesehen von den Leuten der Sicherheitskr&auml;fte besch&auml;ftigt die Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde weitere 60.000. Zusammen mit den von ihnen abh&auml;ngigen Personen machen sie sch&auml;tzungsweise 25% der Bev&ouml;lkerung des neuen Gebiets aus. Arafat hat seine G&uuml;nstlingswirtschaft bei der Arbeitsplatzvergabe f&uuml;r den Versuch verwendet, Unterst&uuml;tzung zu festigen.<br \/>  Trotzdem hat das Ausma&szlig; der Korruption gedroht, die Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde v&ouml;llig zu untergraben. Aus diesem Grund haben Mitglieder des pal&auml;stinensischen Gesetzgebungsrats (PLC) Anfang letzten Jahres Arafat gezwungen, eine unabh&auml;ngige Rechnungspr&uuml;fungskommission zu bestimmen. Diese Kommission berichtete, dass von einem Haushalt von 800 Millionen US$ 1996 die unglaubliche Summe von 326 Millionen US$ wegen Korruption und Misswirtschaft nicht ordentlich abgerechnet wurde.<br \/>  Der Bericht forderte die Entfernung von Arafats zwei engsten Verb&uuml;ndeten, Jamil Tarifi und Nabil Sha&#x92;at, und wies auf deren Verantwortung f&uuml;r den Zustand hin. Arafats Antwort war, nicht die genannten Minister zu entlassen, sondern sein Kabinett um weitere zehn Minister zu erweitern, als Versuch, seine Gegner zu kaufen! Eine der urspr&uuml;nglichen Verhandlungsteilnehmer in den Gespr&auml;chen mit Israel, die zu Oslo f&uuml;hrten, Hanan Ashrawi, trat von ihrem Ministerposten zur&uuml;ck, weil sie die politische Notwendigkeit sah, sich von Arafat zu distanzieren. Eine Meinungsumfrage bald danach zeigte, dass 77% der Bev&ouml;lkerung glaubten, die Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde sei korrupt.<br \/>  Arafats Verhandlungstaktik hat den kleinen Rest seiner Autorit&auml;t weiter untergraben. Lautstarke Verurteilungen und &#x82;letzte Ultimaten&#x92; an die israelische Regierung vor Verhandlungssitzungen schmolzen w&auml;hrend der Gespr&auml;che dahin. Die Ergebnisse waren weitere Verrate an den Bestrebungen der Pal&auml;stinenserInnen, die als gro&szlig;e Siege verkleidet wurden.<br \/>  Das Oslo-Abkommen hat eine soziale und wirtschaftliche Katastrophe f&uuml;r die Pal&auml;stinenserInnen gebracht. W&auml;hrend dem Oslo-Abkommen war die Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde mit der v&ouml;lligen Abriegelung der Besetzten Gebiete durch die IDF [israelische Streitkr&auml;fte] und sogar der Abriegelung einzelner D&ouml;rfer und St&auml;dte konfrontiert &#x96; etwas, was vor dem Abkommen nie passierte. Pal&auml;stinenserInnen in den fr&uuml;heren Besetzten Gebieten waren f&uuml;r ihren Lebensunterhalt sehr von t&auml;glicher Arbeit in Israel abh&auml;ngig. Vor der Intifada pflegten 120.000 Pal&auml;stinenserInnen in Israel zu arbeiten. Diese Zahl ist auf ein Drittel gefallen. Arbeitslosigkeit betr&auml;gt offiziell 29%. Zwischen 1992 und 1996 fiel das Bruttosozialprodukt pro Kopf um 40% von 2.400 US$ auf 1.500 US$ pro Jahr. Vor dem Wye-Abkommen hatten die Pal&auml;stinenserInnen volle Kontrolle &uuml;ber 66% von Gaza und 3% der Westbank. In Gaza ist die Pal&auml;stinenserbeh&ouml;rde von drei Seiten durch einen elektrischen Sicherheitszaun umgeben und auf der vierten Seite vom Meer &#x96; auf dem die IDF patrouilliert. In der Westbank wird Betreten und Verlassen der Pal&auml;stinensergebiete von der IDF kontrolliert. Im letzten Jahr wurde den Pal&auml;stinenserInnen das Recht auf Reise zwischen Gaza und der Westbank verweigert. In Hebron in der Westbank blieb das Stadtzentrum unter israelischer Kontrolle, um dort lebende 300 religi&ouml;se Fanatiker zufrieden zu stellen, mit wenig R&uuml;cksicht auf 120.000 Pal&auml;stinenserInnen. Wie viele Kommentatoren argumentiert haben, stellen diese Bedingungen nicht Staatlichkeit dar, sondern eine pal&auml;stinensische Version der fr&uuml;heren Bantustans der Apartheid.<\/p>\n<p>  Eine sich &auml;ndernde Stimmung in Israel<\/p>\n<p>  Das Oslo-Abkommen hat auch Israel keine erh&ouml;hte Stabilit&auml;t gebracht. Es gab wichtige Entwicklungen im Bewusstsein der israelischen Arbeiterklasse im Verlauf der letzten vier bis f&uuml;nf Jahre, die in den Weltmedien nicht berichtet wurden. Die &Uuml;bernahme neoliberaler Wirtschaftspolitik und das Scheitern des Oslo-Abkommens bei der Friedensgarantie haben potenziell weitreichende Wirkungen gehabt.<br \/>  Um zu &uuml;berleben hat die israelische herrschende Klasse einen geschlossenen Staat entwickelt, der sich nicht nur auf die Mittelschicht, sondern auch auf starke Unterst&uuml;tzung durch die Arbeiterklasse st&uuml;tzte. Dies war der einzige Weg, auf dem die Verteidigung Israels garantiert werden konnte und die notwendigen Opfer von der j&uuml;dischen Arbeiterklasse gesichert werden konnten. Das wirkte sich darauf aus, wie sich der zionistische Staat in Israel entwickelte. Es erforderte ein hohes Niveau der Staatsintervention in alle Bereiche des israelischen Lebens, und eine sehr gesch&uuml;tzte Wirtschaft. Die Mehrheit der Industrie geh&ouml;rte dem Staat und dem Histadruth, einer der Haupts&auml;ulen der zionistischen Herrschaft, und wurde von ihnen verwaltet. Die Histadruth war auch als Gewerkschaft f&uuml;r die israelischen B&uuml;rgerInnen  t&auml;tig und sorgte auch f&uuml;r Krankenversicherung und Sozialf&uuml;rsorge.<br \/>  Die Histadruth-F&uuml;hrung wurde w&auml;hrend eines gro&szlig;en Teils ihrer Existenz von der Arbeiterpartei kontrolliert &#x96; die auch die b&uuml;rgerliche Hauptpartei (allerdings mit Unterst&uuml;tzung in der Arbeiterklasse) war. Es gab zwar keine garantierte lebenslange Besch&auml;ftigung, aber die wirtschaftliche Entwicklung Israels (die durch massive US-Hilfe gest&uuml;tzt wurde) bedeutete ein hohes Ma&szlig; an Arbeitsplatzsicherheit f&uuml;r gro&szlig;e Teile der ArbeiterInnen. Illusionen in den Staatszionismus und &Auml;ngste um ihre Sicherheit senkten das Klassenbewusstsein unter den ArbeiterInnen. Die Histadruth-F&uuml;hrung wurde eine korrupte und &auml;u&szlig;erst m&auml;chtige Elite, die ihre eigenen Interessen &uuml;ber die der ArbeiterInnen stellte, die sie angeblich vertrat. Unabh&auml;ngige Arbeiterk&auml;mpfe waren selten, kurzlebig und isoliert.<br \/>  Die neunziger Jahre brachten viele &Auml;nderungen. Die Einf&uuml;hrung neoliberaler Wirtschaftspolitik zusammen mit der j&uuml;ngsten Weltwirtschaftskrise verwandelten die wirtschaftliche und soziale Landschaft von Israel.<br \/>  Alle Industriebeteiligungen der Histadruth wurden privatisiert, ebenso die Krankenversicherung. Die b&uuml;rokratische Elite, die die Histadruth kontrollierte, verlie&szlig; meistens ihre Posten und &uuml;bernahm Jobs in den neu privatisierten Branchen. Die Histadruth hat jetzt rein gewerkschaftliche Funktionen und einen neue F&uuml;hrung mit Amir Peretz an der Spitze und steht nicht l&auml;nger unter der direkten Kontrolle der Arbeiterpartei. Die Histadruth hat k&uuml;rzlich zu mehr Streiks aufgerufen, teilweise als Ergebnis der wachsenden Radikalisierung der israelischen j&uuml;dischen Arbeiterklasse und teilweise, weil sie nicht mehr durch die materiellen Interessen ihrer fr&uuml;heren Industriebeteiligungen eingeschr&auml;nkt werden.<br \/>  Neoliberale Wirtschaftspolitik &#x96; Privatisierung, Angriffe auf den Sozialstaat, wachsende Besteuerung der Arbeiterklasse und Senkung der Handels- und Finanzkontrollen &#x96; f&uuml;hrte zu einer riesigen Polarisierung im Reichtum. Sozialuntersuchungen in Israel behaupten, dass der Unterschied zwischen Reich und Arm gr&ouml;&szlig;er sei als irgendwo in den sogenannten fortgeschrittenen kapitalistischen Volkswirtschaften, abgesehen von den USA.<br \/>  Die fr&uuml;hen neunziger Jahre waren eine Periode beispiellosen Wirtschaftswachstums (im Durchschnitt zwischen 1990 und 1996 5,9% pro Jahr) trotz dieser Polarisierung im Lebensstandard. Dieses Wachstum wurde in seiner ersten Phase durch die Ankunft zehntausender hochqualifizierter russischer j&uuml;discher EinwanderInnen angeheizt. Es lag auch an der Entwicklung des h&ouml;chst lukrativen Neue-Technologien-Sektors und dem folgenden Zustrom gro&szlig;er Summen ausl&auml;ndischer Direktinvestitionen (FDI). Die Ankunft des Oslo-Abkommens steigerte auch die FDI, weil ausl&auml;ndische Investoren M&ouml;glichkeiten der sogenannten &#x82;Friedensdividende&#x92; sahen.<br \/>  Der Boom hat sich in eine Rezession verwandelt. Im dritten Quartal 1998 fielen die Exporte um 19% gegen&uuml;ber dem vorigen Quartal. Das BIP fiel in dieser Periode um 1% und die Importe von Waren und Dienstleistungen um 3%. Der Druck der Weltrezession f&uuml;hrte zu einer Abwertung des Schekels und die folgende Erh&ouml;hung der Zinsen hat den Lebensstandard der ArbeiterInnen weiter besch&auml;digt.<br \/>  Diese gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen haben viele der Loyalit&auml;tsbindungen gelockert, die die j&uuml;dische Arbeiterklasse an den Staat banden. W&auml;hrend der letzten zwei Jahre ist die Arbeiterklasse k&auml;mpferischer geworden und es entwickelte sich eine weitverbreitete Stimmung der Solidarit&auml;t. Es gab zwei Generalstreiks und einen Streik im &Ouml;ffentlichen Dienst, die Abwehrk&auml;mpfe waren, aber kleine Verbesserungen erreichten. Es gab eine Massenbewegung der StudentInnen, die die Senkung der Studiengeb&uuml;hren forderten. Dies erhielt die Unterst&uuml;tzung des Histadruth.<br \/>  Diese Streikma&szlig;nahmen spiegeln die tiefe Stimmung der Unzufriedenheit unter gro&szlig;en Teilen der israelischen Bev&ouml;lkerung wider. Es gibt Abscheu gegen&uuml;ber den Kuhhandeln und der blanken Korruption, die ein Merkmal der israelischen Koalitionspolitik geworden ist. Dies f&uuml;hrte zum Zusammenbruch von Unterst&uuml;tzung sowohl f&uuml;r Likud als auch die Arbeiterpartei. W&auml;hrend die Arbeiterklasse zunehmend verelendet, g&ouml;nnen sich die Bosse Rekord-Gehaltserh&ouml;hungen. Es gibt auch ein Gef&uuml;hl, dass trotz aller Propaganda kein Friede mit den Pal&auml;stinenserInnen erreicht werden wird.<br \/>  Selbst die Bomben und Morde pal&auml;stinensischer bewaffneter Gruppen wie der Hamas haben nicht zu den selben antipal&auml;stinensischen Gef&uuml;hlen wie zuvor gef&uuml;hrt. Die brennenden wirtschaftlichen Probleme, vor denen die Arbeiterklasse steht, und die fehlende L&ouml;sung, ist f&uuml;r sie von gr&ouml;&szlig;erer Wichtigkeit. Bei den j&uuml;ngsten Studierendenprotesten war einer der Hauptslogans f&uuml;r eine &#x82;Revolution&#x92;. Interviews mit StudentInnen zeigten, dass sie sich nicht klar waren, was sie mit diesem Slogan tats&auml;chlich meinten, aber es war ein Ausdruck ihres Gef&uuml;hls, dass die israelische Gesellschaft radikale &Auml;nderung braucht.<br \/>  Eine noch wichtigere Entwicklung war die wachsende Forderung unter ArbeiterInnen f&uuml;r eine neue Arbeiterpartei. W&auml;hrend der j&uuml;ngsten Wahlen in der Histadruth stellten F&uuml;hrer von Betriebskomitees eine unabh&auml;ngige Arbeiterliste unter dem Namen &#x82;Oz&#x92; (St&auml;rke) auf. Seit dem Zusammenbruch der Netanjahu-Regierung haben die Histadruth-F&uuml;hrer dem Druck nachgegeben und den Prozess der Entwicklung einer neuen Arbeiterpartei begonnen.<br \/>  Obwohl Peretz&#x92; Ma&szlig;nahmen mehr darauf abzielen, seine eigene Karriere zu f&ouml;rdern, spiegeln j&uuml;ngste Kommentare von F&uuml;hrerInnen von Arbeiterkomitees die Radikalisierung wider, die sich unter der Arbeiterklasse entwickelt hat. In einem Interview in der Tageszeitung &#x82;Ha&#x92;aretz&#x92; (18. Januar 1999) kommentierte Richie Bachkar, Vorsitzender des Arbeiterkomitees der Israel Discount Bank: &#x84;Alle Arbeiterkomitees haben um ihre Zukunft und die Zukunft ihres Landes zu f&uuml;rchten begonnen. Es gibt niemand in der politischen Landschaft, der uns vertritt. Ich bin ein Mitglied der Arbeiterpartei, aber leider h&ouml;rte diese Partei vor langer Zeit auf, die ArbeiterInnen zu vertreten.&#x93;<br \/>  Die kommenden Wahlen im Mai werden nichts l&ouml;sen. Sowohl Likud als auch die Arbeiterpartei sind gespalten. Abgeordneten von beiden suchen nach einer alternativen Parteiliste, die sie zufrieden stellen soll. Bis zu f&uuml;nf Alternativkandidaturen sind innerhalb Likuds aufgetreten, um Netanjahu als Ministerpr&auml;sidentenkandidat herauszufordern. Eine neue &#x82;Zentrums&#x92;partei wurde von einem fr&uuml;heren Armee-Stabschef, General Amnon Lipkin-Shahak, aufgestellt, die sich selbst als neue nicht-korrupte Organisation pr&auml;sentiert. Sie hat etwas &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung erlangt und wird auch von Teilen der herrschenden Klasse unterst&uuml;tzt. Es kann sein, dass Shahaks neue Partei von ein paar b&uuml;rgerlichen Strategen als eine Kraft gesehen wird, die den Kern einer Regierung der nationalen Einheit bilden kann. Eine Regierung der nationalen Einheit ist nach den Wahlen m&ouml;glich, besonders weil der Zusammenbruch der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r Likud und Arbeiterpartei zur starken Vermehrung neuer Listen und Parteien gef&uuml;hrt hat, die gegr&uuml;ndet wurden. Das Verh&auml;ltniswahlrecht macht es f&uuml;r eine der Parteien in Israel noch schwierigen, eine Mehrheitsregierung zu bilden.<br \/>  Was auch immer das Ergebnis sein wird eine neue Regierung in Israel wird nicht in der Lage sein, eines der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme zu l&ouml;sen, besonders wegen dem Beginn einer Weltwirtschaftskrise. Genauso wenig wird irgend eine Regierung in der Lage sein, eine L&ouml;sung f&uuml;r die pal&auml;stinensische Forderung nach Unabh&auml;ngigkeit sicherzustellen. Solch ein Schritt ist unvereinbar mit den sozialen, politischen oder wirtschaftlichen Interessen der israelischen herrschenden Klasse oder ihrer Unterst&uuml;tzer, des US-Imperialismus.<br \/>  Israel und Pal&auml;stina werden in eine neue st&uuml;rmische Periode eintreten. Die M&ouml;glichkeit einer zweiten Intifada ist jetzt gr&ouml;&szlig;er wegen dem Scheitern der Verhandlungen. Massenbewegungen unter den Pal&auml;stinenserInnen wurden verz&ouml;gert wegen der Demoralisierung, die durch das Versagen von Oslo und das Fehlen einer Alternative zu Arafat und der PLO-F&uuml;hrung, verursacht wurde. Wenn sich solch eine Bewegung entwickelt, wird sie zu bittereren und blutigeren Konflikten als vorher f&uuml;hren. Sie wird sich wahrscheinlich als B&uuml;rgerkrieg innerhalb des Pal&auml;stinensergebiets selbst entwickeln, in dem gro&szlig;e Teile der pal&auml;stinensischen Massen der Jassir-Arafat-Regierung und ihren Sicherheitskr&auml;ften gegen&uuml;berstehen werden. Ein ausgedehnter Konflikt w&uuml;rde zu einer Spaltung in den Sicherheitskr&auml;ften und der Fatah f&uuml;hren, bei der Teile der Sicherheitskr&auml;fte auf die Seite der Massen &uuml;bergehen und ihre Waffen mitnehmen w&uuml;rden. Hamas w&uuml;rde unter solchen Bedingungen seine Unterst&uuml;tzung erh&ouml;hen.<br \/>  Es ist schwierig zu sehen, wie Arafat eine zweite Intifada &uuml;berleben k&ouml;nnte &#x96; wenn er bis dahin &uuml;berlebt. Wenn solch ein Konflikt Massenausma&szlig;e erreicht, wird er unausweichlich Israel mit hineinziehen. Das k&ouml;nnte einen Versuch der R&uuml;ckeroberung von Teilen des Pal&auml;stinensergebiets beinhalten, was die Gefahr eines Krieges im Nahen Osten erzeugen w&uuml;rde. Der Imperialismus w&uuml;rde sein bestes versuchen, das zu vermeiden. <br \/>  Es ist daher wahrscheinlicher, dass der US-Imperialismus versuchen wird, die israelische herrschende Klasse zu zwingen, gr&ouml;&szlig;ere Zugest&auml;ndnisse zu gew&auml;hren, um solche Entwicklungen zu verhindern oder zu verz&ouml;gern. Der Spielraum des US-Imperialismus f&uuml;r Man&ouml;ver wird in der neuen Periode der weltweiten wirtschaftlichen und politischen Instabilit&auml;t, die vor uns liegt, jedoch ernsthaft begrenzt sein. Angesichts der Tiefe der Wut, die unter den Pal&auml;stinenserInnen besteht, ist es schwierig zu sehen, wie massive Explosionen von K&auml;mpfen vermieden werden k&ouml;nnen.<br \/>  Die blutige Geschichte der imperialistischen Intervention im Nahen Osten hat keines der Probleme gel&ouml;st, die in der Region bestehen. Die einzigen Kr&auml;fte, die grundlegende Ver&auml;nderungen herbeif&uuml;hren k&ouml;nnen, sind die Arbeiterklasse und die b&auml;uerlichen Massen der Region. Ihr Ziel muss der Sturz der reaktion&auml;ren arabischen Staaten und des zionistischen, kapitalistischen Regimes in Israel sein, was den Weg f&uuml;r eine sozialistische F&ouml;deration des Nahen Ostens bereiten w&uuml;rde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>aus Socialism Today, Nr. 35, Februar 1999<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[37],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10100"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10100"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10100\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10100"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10100"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}