{"id":10075,"date":"2002-09-04T12:16:33","date_gmt":"2002-09-04T12:16:33","guid":{"rendered":".\/?p=10075"},"modified":"2002-09-04T12:16:33","modified_gmt":"2002-09-04T12:16:33","slug":"10075","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/09\/10075\/","title":{"rendered":"Internationaler Frauentag"},"content":{"rendered":"<p>8 M&auml;rz 2002<br \/> Stellungnahme des Komitee f&uuml;r eine ArbeiterInnen-Internationale (KAI\/CWI)<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\n 1. Der 8. M&auml;rz, der Internationale Frauentag, sollte dieses Jahr zu den Kl&auml;ngen der Cacerolazos gefeiert werden &#8211; leere Pfannen und Deckel werden lautstark aneinander geschlagen. Dieser Klang des Protests in Argentinien &#8211; speziell der argentinischen Frauen &#8211; ist Ausdruck ihrer Wut &uuml;ber ihre leeren M&auml;gen und ihr Misstrauen gegen&uuml;ber den Herrschenden.<\/p>\n<p> 2. Unterdr&uuml;ckte Menschen auf der ganzen Welt haben die beispielgebenden Nachrichten aus Argentinien erhalten. Eine Massenbewegung hat es innerhalb von zwei Wochen geschafft, f&uuml;nf Pr&auml;sidenten zum R&uuml;cktritt zu zwingen. Am Beispiel Argentinien zeigt sich, dass die Kraft der Massen Berge versetzen kann. Das Komitee f&uuml;r eine ArbeiterInnen-Internationale betont in seinen Gr&uuml;&szlig;en an alle ArbeiterInnen im Kampf am Internationalen Frauentag diese St&auml;rke, erkennt die Rolle der Frauen in diesem Kampf an und ruft zu einer Mobilisierung auf, die sich hinter den Ruf der Frauen f&uuml;r Gerechtigkeit stellt.<\/p>\n<p> 3. Der Ausl&ouml;ser der russischen Revolution 1917 war eine Demonstration von Frauen der ArbeiterInnenklasse am Internationalen Frauentag, auf der gefordert wurde: &#8218;Genug ist genug: es gibt kein Essen!&#8216; Auch in Argentinien sind Frauen und junge Menschen die Triebkraft der Bewegung. Frauen machen einen Anteil von 60- 70 Prozent derjenigen aus, die an den hunderten w&ouml;chentlich stattfindenden Volksr&auml;ten in und um Buenos Aires teilnehmen.<\/p>\n<p> 4. Am Beispiel Argentinien zeigt sich, dass der Neoliberalismus, im Gegensatz zu dem, was Bosse und PolitikerInnen behaupten, keine Vorw&auml;rtsentwicklung bringt &#8211; nicht einmal f&uuml;r ein Land wie Argentinien, das einmal die siebent gr&ouml;&szlig;te Wirtschaft der Welt war und dass die &auml;rmsten schuldenbeladenen L&auml;nder allein gelassen werden. Und wie immer im Kapitalismus, sind es die argentinischen Massen (ein Gro&szlig;teil der sogenannten Mittelklasse inbegriffen), die die Last der Krise zu tragen haben. Nach einem Bericht der Internationalen Arbeits-Organisation (ILO) werden dieses Jahr weltweit 24 Millionen Jobs verloren gehen.<\/p>\n<p> 5. Einer der wesentlichsten gesellschaftlichen Trends der letzten Jahrzehnte war der Zustrom von Frauen auf den Arbeitsmarkt. Dies hat zu einer gewissen wirtschaftlichen Unabh&auml;ngigkeit von Frauen gef&uuml;hrt und ihnen die M&ouml;glichkeit gegeben, ihre Stimmen zu erheben. Wird die Rezession daran etwas &auml;ndern? Der wirtschaftliche Zusammenbruch der ehemaligen stalinistischen Staaten (die b&uuml;rokratisch gef&uuml;hrten verstaatlichten Wirtschaften der ehemaligen Sowjetunion und Osteuropas) hat Frauen am h&auml;rtesten getroffen und zu einem Absinken des Anteils von Frauen am Arbeitsmarkt gef&uuml;hrt. Die Wirtschaftskrise in Lateinamerika w&auml;hrend der 1980er Jahre hatte andere Auswirkungen. Es stimmt, dass auch Frauen ihre Jobs verloren haben, aber die neuen Jobs sind in einem gr&ouml;&szlig;eren Ausma&szlig; an Frauen gegangen, an neue Gruppen von Frauen, an j&uuml;ngere Frauen, die noch schlechter bezahlt wurden &#8211; wodurch noch mehr Angeh&ouml;rige von ArbeiterInnenfamilien in die Lohnarbeit gezwungen wurden.<\/p>\n<p> 6. Dieser Trend war w&auml;hrend der Zeiten wirtschaftlichen Wachstums besonders deutlich. Zwei Drittel der neuen Jobs in der EU, die zwischen 1994 und 1999 entstanden sind, gingen an Frauen. Wie auch immer, der gro&szlig;e Anteil der neuen Jobs waren Teilzeitjobs. In der EU sind 80 Prozent der Teilzeitbesch&auml;ftigten Frauen, bei Vollzeitbesch&auml;ftigungen sind es nur ein Drittel. Die neu geschaffenen Frauenjobs sind schlecht bezahlt, unsicher, mit geringerem Stundenlohn und niedrigeren Pensionen. Es sind vor allem Frauen, die f&uuml;r unzureichende &ouml;ffentliche Kinderbetreuung zahlen m&uuml;ssen. Mehr Frauen als je zuvor gelten als arm und Arbeitslosenstatistiken, die von der ILO Ende des 20 Jahrhunderts ver&ouml;ffentlich wurden, zeigen, dass in 73 Prozent jener L&auml;nder, die Daten zur Verf&uuml;gung gestellt haben, ein gr&ouml;&szlig;erer Anteil an Frauen im Verh&auml;ltnis zu M&auml;nnern arbeitslos sind.<\/p>\n<p> 7. Die kommende Rezession wird von neuen K&uuml;rzungen der Sozialausgaben begleitet sein. So f&uuml;hrt das neue Verteidigungsbudget der USA schon zu K&uuml;rzungen im Gesundheitsbereich. Der Internationale W&auml;hrungsfond (IWF), die Weltbank, und im speziellen die Budgetgrunds&auml;tze der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion versuchen die Durchf&uuml;hrung einer strikten &#8222;finanziellen Disziplin&#8220;. Reichen Familien wird es m&ouml;glich sein, private Dienstleistungen f&uuml;r die Betreuung von Kindern, Alten und Kranken zu kaufen, w&auml;hrend die andere k&auml;mpfen m&uuml;ssen um ihre ohnehin schon sp&auml;rlichen Rechte zu verteidigen. ArbeiterInnen in Europa werden die Methoden der argentinischen Frauen anwenden und klarstellen m&uuml;ssen: &#8222;Es geht nicht an, dass die kommende Krise wieder durch die Verdoppelung der Anstrengungen von Frauen finanziert wird&#8220;.<\/p>\n<p> 8. Die Entschlossenheit, die wir heute ausdr&uuml;cken, hat ihren Ursprung auch im Andenken an diejenigen, die ihr Leben f&uuml;r den Kampf der Frauenbefreiung geopfert haben. Eine derjenigen war Fadime Sahindal. Sie wurde am 21. J&auml;nner 2002 von ihrem eigenen Vater vor den Augen ihrer Mutter und Schwester ermordet. Seit 1998 hatte Fadime die vielseitige Unterdr&uuml;ckung, der M&auml;dchen aus ImmigrantInnenfamilien unterworfen sind, &ouml;ffentlich aufgezeigt. Damals zeigte sie ihren Vater und ihren Bruder, die ihr gedroht und sie einzusch&uuml;chtern versucht hatten, bei der Polizei an. W&auml;hrend einer Pause im folgenden Prozess schrie ihr Bruder &#8211; im Gerichtsgeb&auml;ude &#8211; &#8222;Ich werde diese verdammte Hure t&ouml;ten&#8220; &#8211; ein Zwischenfall, der vom Fernsehen aufgenommen wurde. F&uuml;r ihn war es ganz nat&uuml;rlich, seine Schwester eine Hure zu nennen, nicht um sie zu beschimpfen, sondern als Ausdruck f&uuml;r die Entschlossenheit ihrer Familie, &uuml;ber ihr Leben zu bestimmen. Fadime, die aus Kurdistan eingewandert war, hatte einen schwedischen Freund, der von ihrer Familie nicht akzeptiert wurde und der Grund f&uuml;r die Bedrohungen war.<\/p>\n<p> 9. Fadime war gezwungen, alle Verbindungen zu ihrer Familie abzubrechen und in eine andere Stadt zu ziehen, allerdings weigerte sie sich, im Untergrund zu leben. Nach allem wollte sie nur frei sein. Sie hatte jedoch immer Angst und erwartete Vergeltung. Fadime ist weder das erste noch wird sie das letzte Opfer sein, das um der sogenannten &#8222;Ehre&#8220; willen ermordet wird und bei dem die M&ouml;rder, im Einverst&auml;ndnis mit der ganzen Familie, &#8222;die Familienehre wiederherstellen&#8220; wollen. Nach einem Bericht der Vereinten Nationen (UN), gibt es pro Jahr 1500 &#8211; 5000 solcher Morde. Es gibt hunderte in Pakistan, Jemen, Bangladesch und der T&uuml;rkei, und um die f&uuml;nfzig j&auml;hrlich im Iran, Irak, &Auml;gypten und Pal&auml;stina. Solche Morde werden auch in Brasilien, Mexiko, Uganda und im Libanon begangen.<\/p>\n<p> 10. Als Antwort auf Fadimes Trag&ouml;die hat die schwedische Sektion des KAI, R&auml;ttvisepartiet Socialisterna, eine Lawine rassistischer Kommentare zu beantworten. Auch die d&auml;nischen Medien und die d&auml;nische Regierung haben auf die Rassismuskarte gesetzt und Fadimes Fall angef&uuml;hrt, um Einwanderung zu erschweren und um die Bedingungen f&uuml;r ImigrantInnen zu verschlechtern.<\/p>\n<p> 11. MarxistInnen erkl&auml;ren, dass die Wurzel der Frauenunterdr&uuml;ckung in der patriachalen Kleinfamilie liegt, die auf Grundlage der Notwendigkeiten der sich entwickelnden Klassengesellschaft gewachsen ist und sich gemeinsam mit ihr gefestigt hat. Patriarchale Gesellschaften haben eine starke Kontrolle &uuml;ber die Sexualit&auml;t der Frauen durchgesetzt, was zur unterschiedlichen Bewertung von m&auml;nnlicher und weiblicher Sexualit&auml;t gef&uuml;hrt hat. Frauen, die &#8222;Grenzen&#8220; &uuml;berschritten haben, werden seitdem auf unterschiedlichste Art und Weise attackiert und\/oder schikaniert. Der Kapitalismus verwendet die Familie als Institution und Ideologie und hat sie an die Bed&uuml;rfnissen industrieller Gesellschaften angepasst. In weniger industrialisierten Regionen ist die Familie als Machtstruktur noch wichtiger. In L&auml;ndern wo der Kapitalismus weiter entwickelt ist und wo es eine starke und organisierte ArbeiterInnenklasse gibt, hat der kollektive Kampf von ArbeiterInnen und Frauen zu wichtigen Siegen gef&uuml;hrt &#8211; zum Sozialstaat und demokratischen Rechten.<\/p>\n<p> 12. KAI\/CWI-Mitglieder in Britannien, die eine Kampagne gegen Gewalt in der Familie initiiert haben, erinnern uns daran, dass bis vor zw&ouml;lf Jahren Vergewaltigungen innerhalb der Familie nicht als Verbrechen gehandhabt wurden. Das Schlagen der Ehefrauen wurde zwar 1896 in Britannien verboten, dennoch (wie ihr Kampagnenprogramm) aufzeigt: &#8222;hei&szlig;t das nicht, dass die Vorstellungen, die dahinterstecken und die Tat selbst, jemals abgeschafft wurden.&#8220;<\/p>\n<p> 13. Genauso wie die Sch&uuml;sse auf DemonstrantInnen in G&ouml;teborg am 15. Juni letzten Jahres, haben die Kugeln in Fadimes Kopf die Illusionen zerschmettert, dass Schweden ein Vorbild f&uuml;r Gerechtigkeit, soziale Sicherheit und Gleichheit ist. Schweden ist statistisch gesehen das Land mit der gr&ouml;&szlig;ten Gleichberechtigung der Welt, aber das KAI in Schweden ist davon &uuml;berzeugt, dass Unterdr&uuml;ckung aufgrund des Geschlechts im Kapitalismus nicht abgeschafft werden kann. Einige Jahrzehnte wurde die Wirtschaft zum Vorteil von ArbeiterInnen und Frauen reformiert. Der &ouml;ffentliche Sektor wurde stark erweitert, was neben anderen Dingen zu einj&auml;hrigen Karenzurlauben und der M&ouml;glichkeit einer sechsj&auml;hrigen &ouml;ffentlichen Kinderbetreuung f&uuml;r alle Kinder f&uuml;hrte. Diese F&uuml;rsorgema&szlig;nahmen waren trotzdem beschr&auml;nkt und eine Ausnahme im Kapitalismus. Seit Mitte der 1980er, kam es zu kontinuierlichem Sozialabbau auch w&auml;hrend der letzten Jahre des wirtschaftlichen Aufschwungs und der Superprofite und mit der Sozialdemokratischen Partei an der Macht. Der Sozialabbau traf und trifft Frauen am h&auml;rtesten. Sie, ihre Kinder und ImmigrantInnen sind von allen Einsparungen am meisten betroffen.<\/p>\n<p> 14. Fadimes Vater war Analphabet und von der schwedischen Gesellschaft ausgeschlossen. Eine andere schwedisch-kurdische Frau, Pela, die von ihrem Vater und ihrem Onkel ermordet wurde, hatte mehrmals versucht, von zuhause zu fliehen, doch sie musste immer wieder zur&uuml;ckkommen, weil sie sich keine eigene wirtschaftliche Grundlage schaffen konnte und sie sozial nicht abgesichert war. Alle PolitikerInnen vergossen Krokodilstr&auml;nen &uuml;ber Fadimes Tod, ungeachtet dessen, dass sie durch ihre rechte Politik nicht unschuldig an ihrem Tod sind.<\/p>\n<p> 15. Das ist kein Einzelfall. Weltweit klebt das Blut zahlreicher Frauen an den H&auml;nden von SpitzenpolitikerInnen. Die Anzahl an Toten durch die Bombardierung Afghanistans durch George W. Bush und seinen Kampfgef&auml;hrten Tony Blair werden wahrscheinlich nie bekannt werden. Zwanzig Jahre haben die afghanischen Frauen unter Krieg und der strengsten Geschlechterapartheid gelitten, ohne dass es Reaktionen aus dem Westen hervorgerufen h&auml;tte. Die Analphabetinnen-Rate unter afghanischen M&auml;dchen liegt bei 90 Prozent. Da Frauen keine Gesundheitsversorgung bekommen, sterben t&auml;glich 45 Frauen an Ursachen, die mit ihrer Schwangerschaft zu tun haben. Afghanistan hat weiters die h&ouml;chste Kindersterblichkeitsrate der Welt.<\/p>\n<p> 16. Nach den terroristischen Attacken des 11. Septembers hat Bush die Unterdr&uuml;ckung der Frauen durch die Taliban als Teil der Rechtfertigungen f&uuml;r das Bombardement des Landes verwendet. Aber durch den Krieg sind auch neue Fl&uuml;chtlingswellen entstanden, deren &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit Frauen und Kinder ausmachen. Das neue Regime der &#8218;Nordallianz&#8216; und der Kriegsf&uuml;rsten bedeutet, dass die Macht in den H&auml;nden des Milit&auml;rs liegt, die w&auml;hrend vergangener Kriege Massenvergewaltigungen durchgef&uuml;hrt haben. Nach Berichten von Hilfsorganisationen stieg dieses Jahr die Anzahl von Vergewaltigungen und anderen Verbrechen. Die Befreiung der afghanischen Frauen wird nicht in erster Linie an abgelegten Burqas gemessen werden, sondern an ihrem Zugang zu Nahrung, Wohnraum und Arbeit.<\/p>\n<p> 17. Wegen der ohnehin schon existierenden k&auml;mpferischen Stimmung gegen Imperialismus und Neoliberalismus, wurden die Bombardements sofort mit einer internationalen Anti-Kriegs-Bewegung beantwortet, einer Bewegung, in der Frauen die Mehrheit darstellen. Gleichzeitig wurde der 11. September zu einer erschreckenden Mahnung vor der zerst&ouml;rerischen Wirkung des Terrorismus. Religi&ouml;ser Fundamentalismus ist in keinster Weise fortschrittlich, sondern vielmehr ein Ausdruck f&uuml;r das Versagen der ArbeiterInnenbewegung, Alternativen anzubieten und Widerstand gegen die Ausbeutung des Imperialismus zu organisieren. <\/p>\n<p> 18. Der Imperialismus t&ouml;tet Frauen nicht nur durch Kriege. Die erste Entscheidung, die George W. Bush nach Amtsantritt traf, war der &#8218;Mexico City Act&#8216;. Dieser bedeutete, dass Organisationen au&szlig;erhalb der USA, die Abtreibungen durchf&uuml;hren, f&uuml;r sichere und legale Abtreibungen arbeiten oder ausbilden und Frauen die abtreiben wollen, auf geeignete Kliniken hinweisen, keine wirtschaftliche Hilfe von Amerika erhalten. Das Wei&szlig;e Haus hat den &#8222;Pro Life&#8220;-FanatikerInnen Unterst&uuml;tzung gew&auml;hrt; jenen, die Videokameras au&szlig;erhalb von Abtreibungskliniken installieren und Dinge sagen wie: &#8222;Diese mordlustige Mutter muss festgehalten werden, damit die Welt sie sehen kann.&#8220;<\/p>\n<p> 19. Bushs Politik wird zum Tod tausender Frauen f&uuml;hren, wenn diese versuchen, illegale unsichere Abtreibungen durchzuf&uuml;hren. Nach den Statistiken f&uuml;r 1999 ist Abtreibung nur in 50 L&auml;ndern, die 40% der Weltbev&ouml;lkerung abdecken, v&ouml;llig legal. Nur 500.000 von sechs Millionen Abtreibungen pro Jahr sind legal. Aber die Gesetzeslage allein garantiert nicht, dass Abtreibungen sicher werden. In Indien, wo Abtreibung seit 30 Jahren legal ist, fehlt es noch immer an ordentlichen Einrichtungen, das macht viele Abtreibungen gef&auml;hrlich.<\/p>\n<p> 20. Fortschritte im Bereich der Medizin- und Gesundheitsversorgung werden nur all zu oft als Beleg f&uuml;r die Weiterentwicklung der Zivilisation angef&uuml;hrt, doch die traurige Wahrheit der letzten 20 Jahre zeigt, dass immer mehr Frauen bei der Geburt sterben. Ihre Zahl ist vergleichbar mit einem Flugzeugungl&uuml;ck, bei dem sechs voll gef&uuml;llte Jumbo Jets kollidieren und niemand &uuml;berlebt. Das Recht einer Mutter zu leben ist auch eine Klassenfrage. Die Wahrscheinlichkeit f&uuml;r eine Frau, in Afrika in Zusammenhang mit einer Geburt zu sterben, ist 20 mal h&ouml;her als in einem industrialisierten Land.<\/p>\n<p> 21. 2001 erlebte die antikapitalistische Bewegung in Europa einen bemerkenswerten Aufschwung. Der H&ouml;hepunkt wurde im Juli erreicht, als 300.000 Menschen durch Genua demonstrierten. Eine der Hauptforderungen an die G8 &#8211; die 7 reichsten L&auml;nder plus Russland &#8211; war die Schuldenstreichung f&uuml;r die &auml;rmsten L&auml;nder. In Afrika wird vier mal so viel allein f&uuml;r die Zinsr&uuml;ckzahlungen an Banken ausgegeben wie f&uuml;r den Gesundheitsbereich.<\/p>\n<p> 22. In L&auml;ndern mit schrumpfendem Wirtschaftswachstum wird die Zeit wieder zur&uuml;ckgedreht: soziale und politische Errungenschaften, die von der ArbeiterInnenbewegung erk&auml;mpft wurden, werden ausgeh&ouml;hlt und teils zerschlagen. Ausbeutung, Unterdr&uuml;ckung und Geschlechterdiskriminierung &auml;u&szlig;ert sich immer unversch&auml;mter und die herrschenden Machtstrukturen verfestigen sich. In Osteuropa und der GUS f&uuml;hrte die Wiedererrichtung des Kapitalismus zur Verarmung von 100 Millionen Menschen. Die wirtschaftlichen Ver&auml;nderungen in Russland f&uuml;hrten dazu, dass Frauen massiv aus dem Arbeitsmarkt gedr&auml;ngt wurden. Ihre finanzielle Unabh&auml;ngigkeit wird dadurch gef&auml;hrdet und ihr Status in Familie und Gesellschaft geschw&auml;cht. Begleiterscheinungen dieses Prozesses sind eine erschreckende Zunahme von Gewalt gegen Frauen in der Familie, Prostitution und Pornographie. In S&uuml;dafrika wird alle 26 Sekunden eine Frau vergewaltigt. 20% der Bev&ouml;lkerung sind mit dem HIV-Virus infiziert. Erwachsene M&auml;nner vergewaltigen Kinder im Glauben, dass deren &#8222;Jungfr&auml;ulichkeit&#8220; davor sch&uuml;tzt, AIDS zu bekommen. Derart absurde Vorstellungen werden unter anderem auch durch Personen wie Thabo Mbeki, dem Pr&auml;sidenten, gesch&uuml;rt, der behauptet, es g&auml;be keinen Zusammenhang zwischen HIV und AIDS.<\/p>\n<p> 23. Die Welt ist reicher als jemals zuvor, aber die Kluft zwischen Reich und Arm ist so gro&szlig; wie noch nie. Immer weniger Menschen sind bereit, diese Absurdit&auml;t hin zu nehmen und beteiligen sich an den Demonstrationen gegen die Treffen der Reiche und M&auml;chtigen. Besonders wichtig ist es f&uuml;r die anitkapitalistische Bewegung aufzuzeigen, auf welche Art und Weise Unternehmen versuchen, Produktionskosten zu senken. Es werden Subunternehmen eingesetzt, die SklavInnenl&ouml;hne zahlen und grauenhafte Arbeitsbedingungen einf&uuml;hren. Idealer Ansiedeplatz f&uuml;r derartige Unternehmen sind die sogenannten &#8222;freien Produktionszonen&#8220; (FPZ) in der &#8222;dritten Welt&#8220;. Dort m&uuml;ssen Unternehmen keine Steuern zahlen und es werden noch weitere Anreize f&uuml;r Betriebsansiedelungen gesetzt, die die lokale Bev&ouml;lkerung ausbeuten. 80% der in diesen Zonen Besch&auml;ftigten sind Frauen.<\/p>\n<p> 24. Die meisten und zugleich auch die schlimmsten dieser &#8222;freien Produktionszonen&#8220; wurden in China errichtet. Laut ILO befinden sich 18 Mio. der weltweit 27 Mio. in FPZs Besch&auml;ftigten in China. Wang Xingjuang hat als Referentin an der Weltfrauenkonferenz 1995 in Peking teilgenommen. Heute sagt sie: &#8222;Als die Volksrepublik 1949 gegr&uuml;ndet, wurde hat Mao gesagt, dass die H&auml;lfte des Himmels den Frauen geh&ouml;rt. Frauen hatten die M&ouml;glichkeit zu arbeiten. Viele von ihnen glaubten dadurch, dass sie gleichberechtigt seien. Wie auch immer, die Reformen der 80er haben zu schweren R&uuml;ckschl&auml;gen gef&uuml;hrt.&#8220; Bei Rationalisierungen, wenn es den Unternehmen darum geht &#8222;gute Ergebnisse&#8220; zu erzielen, sind 70% der Entlassenen Frauen.<\/p>\n<p> 25. Die Produktionskosten in China betragen lediglich ein Drittel jener Indiens. Dies bedeutet scharfe Konkurrenz seit im Jahr 2000 von 400 Produkten Handelsbeschr&auml;nkungen beseitigt wurden. Das erfolgt im Namen des &#8222;Freihandels&#8220;, der von der Welthandelsorganisation (WTO) diktiert wird. Solcherart provozierter Wettbewerb f&uuml;hrt nicht nur in China, sondern auch in Bangladesh und auf den Philippinen zu schweren Krisen im Exportsektor und hier vor allem in der Textilbranche, die eine klassische Frauendom&auml;ne ist. Seit 1995 wurden 70.000 Textilfabriken &#8211; mehr als 40% aller Fabriken &#8211; geschlossen. Dazu kommt noch der R&uuml;ckgang bei der Auslagerung von Arbeit in die Heimarbeit: so wird Frauen eine andere M&ouml;glichkeit, zumindest ein minimales Einkommen zu erzielen, w&auml;hrend sie zu Hause bei der Familie bleiben, genommen. Die vollst&auml;ndigen Auswirkungen und Folgen dieses Prozesses sind noch nicht absehbar.<\/p>\n<p> 26. Letztes Jahr berichteten Mitglieder der indischen Sektion des CWI, wie die tiefe Verunsicherung von TextilarbeiterInnen in Wut umschlug, als die Arbeitgeber ihnen untersagten, auf ihre Ersparnisse zuzugreifen, bevor sie das Pensionsalter erreicht haben. Am 24 Juli legten eine Handvoll ArbeiterInnen aus den Regionen Peenya und Bangalore ihre Arbeit nieder und marschierten protestierend zu den B&uuml;ros der Arbeitgeber. St&uuml;ndlich kamen mehr und mehr, um sich an der Demonstration zu beteiligen. Am Abend waren es dann bereits &uuml;ber 10.000, die an dem Protestumzug teilnahmen. Die Demonstration war zu einer kilometerlangen Prozession angewachsen, die sich von Bangalore bis Bombay zog. Es dauerte einen ganzen Tag , um das verursachte Verkehrschaos wieder zu regeln.<\/p>\n<p> 27. Ein weiters Ziel der Kritik von AntikapitalisInnen und SozialistInnen ist die Finanzspekulation &#8211; der Casino-Kapitalismus. Durch die Globalisierung wird der Kapitalismus noch parasit&auml;rer. Alles und jedes, das sich verkaufen l&auml;&szlig;t, ist auf der B&ouml;rse willkommen, auch wenn es sich um Pornographie handelt. Mit den Zugangsm&ouml;glichkeiten zu &#8222;Risikokapital&#8220; erreicht all das ein neues Level. Das Finanzmagazin &#8222;Forbes&#8220; hat im Oktober 2001 Zwanzig der besten 200 Kleinunternehmen der Welt vorgestellt, die ihrer Meinung nach die Creme de la Creme sind. Unter ihnen war auch der Pornographiegigant &#8222;Private Media Group&#8220;. Urspr&uuml;nglich sind sie durch ein anderes Unternehmen an die B&ouml;rse gekommen, aber mittlerweile haben sie ihren eigenen Platz im NASDAQ. &#8222;Private&#8220; h&auml;lt Ausschau nach neuen Technologien und hat erst k&uuml;rzlich einen Vertrag mit Altavista, der weltweit gr&ouml;&szlig;ten Suchmaschine abgeschlossen, der es ihnen erm&ouml;glichen wird, ihre Internetverk&auml;ufe zu verdreifachen.<\/p>\n<p> 28. Im Kapitalismus wird alles, wie schon Marx vor langer Zeit sagte, zur Ware. Der Handel mit Sex ist schon l&auml;ngst ein fixer Bestandteil der Wirtschaft geworden. Es ist kein Zufall, dass die Sexindustrie die erste war, die sich nach der S&uuml;d-Ost-Asienkrise 1997 bis 1998 erholte. Prostituierte in den St&auml;dten von Thailand senden j&auml;hrlich einen Betrag von 300 Mio. US$ zu ihren Familien. Das ist weit mehr als irgendein Entwicklungsprogramm der Regierung ausmacht. In Westeuropa werden jedes Jahr eine halbe Million Frauen sprichw&ouml;rtlich gehandelt. In Deutschland gibt es mehr Frauen, die als Prostituierte arbeiten bzw. arbeiten m&uuml;ssen als Lehrerinnen! <\/p>\n<p> 29. Die Kommerzialisierung findet keine Ende. Jeder Teil unseres K&ouml;rpers, jeder Lebensprozess ist marktf&auml;hig geworden. Geschlechterstereotypen finden sich &uuml;berall; in Mode, Spielzeug, Sch&ouml;nheitsprodukten, und der Unterhaltungsindustrie. Die Ausgaben f&uuml;r Werbung beliefen sich 1998 auf 435 Mrd. US$. Das entspricht einem Betrag der, laut United Nation Development Programme (UNDP), vier mal ausreichen w&uuml;rde um 1,200 Mio. Menschen die Versorgung mit frischem Wasser zu garantieren.<\/p>\n<p> 30. In der Sch&uuml;lerInnenbewegung in Europa, die in den letzten Jahren f&uuml;r die Verteidigung des Bildungssystems k&auml;mpften, spielten viele junge Frauen eine f&uuml;hrende Rolle. In einigen L&auml;ndern hat die antikapitalistische Bewegung in K&auml;mpfen von Frauen gegen Sexismus und Chauvinismus ihren Anfang gefunden. Naomi Klein ist darauf in ihrem Buch &#8222;No Logo&#8220; und in ihrer Rede beim Weltsozialforum in Porto Alegre eingegangen. Bei all diesen Veranstaltungen waren 43% der TeilnehmerInnen Frauen, vor allem junge Frauen. Die Zahl ist bemerkenswert, denn f&uuml;r Frauen ist es auf Grund ihrer sozialen Verpflichtungen und allgemeinen Vorurteilen schwieriger, allein und unabh&auml;ngig zu reisen. Wie schon voriges Jahr berichtet wurde, brachte der &#8222;Weltmarsch der Frauen &#8211; 2000&#8220; 6.000 Organisationen aus 161 L&auml;ndern zusammen und es gab Demonstrationen und Umz&uuml;ge von Frauen auf allen Kontinenten.<\/p>\n<p> 31. Der akademisch orientierte Feminismus tendiert zur selben Zeit zu einer liberaleren und individualistischen Sichtweise und sagt sich vom gemeinsamen Kampf los. SozialistInnen bekommen von anderen Frauenaktivistinnen (die sich selbst eventuell zur Linken z&auml;hlen) oft zu h&ouml;ren, dass es ein Fehler sei, politische Themen aufzuwerfen, wenn es z.B. darum geht, sexuelle Bel&auml;stigung zu bek&auml;mpfen. Ihrer Meinung nach sei das ein exklusives und ausschlie&szlig;liches Frauenthema. Aber diese Art der Begr&uuml;ndung schw&auml;cht den Kampf von Frauen. Diese Art von Feminismus hat auf ideologischer Ebene versucht, Frauen von der Schlussfolgerung abzubringen, dass wir eine revolution&auml;re Ver&auml;nderung brauchen, um Gleichberechtigung zu erreichen &#8211; stattdessen sehen sie als Ziel, so viel Gleichberechtigung wie m&ouml;glich auf individueller Ebene zu erreichen.<\/p>\n<p> 32. Diese akademischen Feministinnen versuchen nicht, die neuen Schichten von Frauen, die in der antikapitalistischen Bewegung aktiv sind, zu erreichen und Frauenthemen in diesem Zusammenhang aufzuwerfen. Auch &#8222;linke&#8220; Aktivistinnen haben es verabs&auml;umt, Perspektiven zu entwickeln, die die spezielle Unterdr&uuml;ckung von Frauen im globalen Kapitalismus erkennt und ein Programm f&uuml;r den Widerstand dagegen anbietet. Bei der Demonstration in G&ouml;theborg z.B. haben es die SprecherInnen der Left Party (der ehemaligen Kommunistischen Partei) und von ATTAC vermieden, die Auswirkungen von Sparma&szlig;nahmen im Sozialbereich auf Frauen zu erw&auml;hnen. Die Tumulte der AnarchistInnen dr&uuml;cken &uuml;berhaupt nichts politisch aus!<\/p>\n<p> 33. In allen 35 L&auml;ndern, in denen das CWI aktiv ist, ob durch Sektionen oder Gruppen, haben wir immer an K&auml;mpfen der Arbeiterinnen teilgenommen. &#8222;Organisieren und zur&uuml;ck schlagen&#8220; war das Motto der Sozialistinnen und Theoretikerinnen der ersten Stunde, wie Eleonore Marx und Rosa Luxemburg. Wir sagen das selbe. CWI-Mitglieder sind bei Kampagnen gegen niedrige Bezahlung aktiv beteiligt und versuchen, Frauen f&uuml;r die Gewerkschaft zu gewinnen. Zugleich k&auml;mpfen wir daf&uuml;r, dass die Gewerkschaften so werden, wie sie sein sollten: k&auml;mpferisch und demokratisch. Das sind auch die Grundvoraussetzungen f&uuml;r eine unabh&auml;ngige Gewerkschaft, frei von Einfl&uuml;ssen der UnternehmerInnen und des Staates, der es erm&ouml;glicht, effektiv gegen Hungerl&ouml;hne, Privatisierungen, Schlie&szlig;ungen und f&uuml;r eine Verk&uuml;rzung der Arbeitszeit bei vollem Lohn zu k&auml;mpfen. <\/p>\n<p> 34. Wir k&auml;mpfen lokal, national und international gegen K&uuml;rzungen bei Bildung, Gesundheit und sozialer Sicherheit gemeinsam mit jenen, die in diesen Einrichtungen arbeiten oder deren Leistungen in Anspruch nehmen. K&auml;mpfen zahlt sich aus. In England haben wir es geschafft, die Privatisierung von Wasser zu stoppen und die Einf&uuml;hrung von Wassergeb&uuml;hren zu verhindern. Am Arbeitsplatz, in Gemeinden, Schulen und auf der Strasse bek&auml;mpfen wir sexuelle Bel&auml;stigung und wir f&uuml;hren seit Jahren Kampagnen gegen Gewalt in der Familie. Fanatische AbtreibungsgegnerInnen und FaschistInnen d&uuml;rfen keine M&ouml;glichkeit haben, ihre vergifteten Ideen zu verbreiten oder ungest&ouml;rt ihre Umz&uuml;ge zu veranstalten. Wir zeigen diejenigen auf, die von der Pornoindustrie profitieren und klagen den Sexismus in der Modeindustrie an. Zusammen mit Hunderttausenden anderen beteiligen wir uns an Massenprotesten gegen den Krieg, Umweltzerst&ouml;rung und Kapitalismus. <\/p>\n<p> 35. Es mag auf einer gewissen Ebene wahr sein, dass alle M&auml;nner von dem profitieren, was Friedrich Engels die &#8222;weltweite historische Niederlage der Frauen&#8220; nannte. Auch die &auml;rmsten M&auml;nner haben eine Machtposition in der Familie, die traditionellen Rollen erlauben es ihnen, zu vermeiden, Hausarbeit zu verrichten und mehr Freizeit zu haben. Es ist aber auch wahr, dass die &uuml;berwiegende Mehrheit der M&auml;nner als Teil der ausgebeuteten Klasse nur wenig Kontrolle &uuml;ber ihr Leben haben. Unser gemeinsamer Feind &#8211; Neoliberalismuns, Kapitalismus und Imperalismus &#8211; ist stark. Sexismus zu tolerieren ist eine Schw&auml;che, die sich die ArbeiterInnenbewegung nicht leisten kann. Schlu&szlig;endlich ist es der gemeinsame Kampf von Frauen und M&auml;nnern der ArbeiterInnenklasse und Teilen der Mittelklasse, die den Kapitalismus &uuml;berwinden, und die Grundlage f&uuml;r eine neue gleichberechtigte Gesellschaft erk&auml;mpfen wird &#8211; kurz: eine sozialistische Gesellschaft. <\/p>\n<p> 36. Frauen sind 70% der von Armut betroffenen und 2\/3 der Arbeit von Frauen ist unbezahlt. Diese Ausbeutung bildet das Fundament f&uuml;r die Klassengesellschaft so sehr mit, dass es unm&ouml;glich ist, Gerechtigkeit ohne revolution&auml;re Ver&auml;nderung zu erreichen. Das CWI k&auml;mpft f&uuml;r eine weltweite sozialistische Gesellschaft, in der die materiellen Vorbedingungen &#8211; Arbeitsplatz, Wohnung, Kinderbetreunungseinrichtungen, freier Zugang zu Wasser- und Stromversorgung usw. &#8211; gegeben sind, um effektiv gegen Sexismus und Geschlechterstereotypen anzuk&auml;mpfen. Es gibt ungeheuren Reichtum an Ressourcen in dieser Welt, er ist aber in H&auml;nden einer kleinen Elite. Um die demokratische Kontrolle dieser Ressourcen zu erm&ouml;glichen, m&uuml;ssen Unternehmen und Banken &ouml;ffentliches Eigentum werden. Eine derart demokratisch sozialistische Welt h&auml;tte aber nichts mit der stalinistischen Diktatur in Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion gemeinsam.<\/p>\n<p> 37. Sozialismus bedeutet, dass Frauen und M&auml;nner ihr Leben auf allen Ebenen selbst bestimmen k&ouml;nnen. Mit Freisetzung der Ressourcen w&uuml;rde die &ouml;konomische Befreiung der Frau erm&ouml;glicht. Auf Basis von Kooperation und der Abschaffung von Ungleichheiten von Macht und Reichtum kann die sexuelle und kulturelle Unterdr&uuml;ckung der Frau ein Ende finden. Werde Teil unseres Kampfes f&uuml;r die Befreiung der Frau und den Sozialismus!<\/p>\n<p> Internationales B&uuml;ro des CWI,<br \/> London,<br \/> M&auml;rz 2002<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8 M&auml;rz 2002<br \/>\nStellungnahme des Komitee f&uuml;r eine ArbeiterInnen-Internationale (KAI\/CWI)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[32],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10075"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10075"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10075\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10075"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10075"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10075"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}