{"id":10064,"date":"2002-09-01T21:25:29","date_gmt":"2002-09-01T21:25:29","guid":{"rendered":".\/?p=10064"},"modified":"2002-09-01T21:25:29","modified_gmt":"2002-09-01T21:25:29","slug":"10064","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/09\/10064\/","title":{"rendered":"Widerstand gegen Stoiber und Schr&ouml;der"},"content":{"rendered":"<p>Die wirtschaftlichen Aussichten sind alles andere als rosig und irgendjemand wird das ausbaden m&uuml;ssen. Sowohl die jetzige SPD-Gr&uuml;ne-Regierung, als auch CDU und FDP sind sich einig, dass das nicht die Unternehmer sein d&uuml;rfen. Sie nehmen deshalb mit Pl&auml;nen f&uuml;r Studiengeb&uuml;hren, Gesundheitsreform oder Ausweitung des Billiglohn-Sektors nach den Vorschl&auml;gen der Hartz-Kommission die ArbeitnehmerInnen, Jugendlichen und Arbeitslosen ins Visier.<!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\n<i>von Ianka Pigors, Bremen<\/i> <\/p>\n<p align=\"right\"><a href=\"\/modules.php?name=Content&#038;pa=showpage&#038;pid=5\"><img src=\"\/media\/images\/ssz.gif\"[ ]border=\"0\"><\/a><\/p>\n<p> Die letzten vier Jahre lang haben SPD und Gr&uuml;ne deutlich gemacht, dass die Interessen der Banken und Konzerne f&uuml;r sie ausschlaggebend sind:<br \/> Der Einstieg in die Privatisierung der Renten, die Steuerreform zugunsten der Konzerne und der Reichen, die als ?&Ouml;ko?-Steuer getarnte Abzockerei, der als ?Ausstieg? bezeichnete Freibrief zum Weiterbetrieb der Atomkraftwerke f&uuml;r die n&auml;chsten 20 oder 30 Jahre und so weiter.<br \/> Erst diese rot-gr&uuml;ne Bundesregierung hat es m&ouml;glich gemacht, dass deutsche Soldaten im Kampfeinsatz in aller Welt f&uuml;r die Interessen der deutschen Konzerne sorgen ? da ist auch Schr&ouml;ders Verweigerung der deutschen Beteiligung bei einem Irak-Krieg nicht glaubw&uuml;rdig und &auml;ndert nichts an der grundlegenden Politik.<br \/> Mit dieser Politik haben SPD und Gr&uuml;ne ihre W&auml;hlerInnen abgesto&szlig;en. Wegen der Entt&auml;uschung &uuml;ber Rot-Gr&uuml;n sieht alles nach einem Verlust der rot-gr&uuml;nen Mehrheit aus.<br \/> &nbsp;Die Banken und Konzerne versprechen sich mit Stoiber eine weitere Versch&auml;rfung der Gangart bei der Durchsetzung ihrer ?Reformen?: Verst&auml;rkte Angriffe zum Beispiel im Gesundheitssystem und auf Arbeitslose drohen. <br \/> Wenn die Unternehmer bei dieser Wahl zum gro&szlig;en Teil auf Stoiber setzen, hei&szlig;t das jedoch nicht, dass Schr&ouml;der ihre Interessen nicht konsequent vertreten h&auml;tte. Und es hei&szlig;t schon gar nicht, dass Rot-Gr&uuml;n die Interessen von ArbeitnehmerInnen und Jugendlichen vertritt.<br \/> Daher wurde die wichtigste Schlussfolgerung in diesem Wahljahr schon vor dem 22. September gezogen: Hinter den Streiks bei den Tarifrunden der IG Metall und auf dem Bau, hinter den Protesten der Studierenden gegen drohende Geb&uuml;hren in Nordrhein-Westfalen, hinter den Protesten der anti-kapitalistischen Bewegung gegen den Bush-Besuch in Berlin ? dahinter stand immer die Erkenntnis, dass Besch&auml;ftigte und Jugendliche selbst aktiv werden m&uuml;ssen, wenn sich etwas zu ihren Gunsten &auml;ndern soll.<br \/> Die PDS ? eine Alternative?<br \/> Und auf Wahlebene ? gibt es da nicht noch die PDS? Immerhin tr&auml;gt sie das Wort ?Sozialismus? im Namen und lehnte im Bundestag als Einzige die Kriegseins&auml;tze ab. Leider mobilisiert die PDS ihre Mitgliedschaft nur gelegentlich zu Protesten.<br \/> In Berlin setzte sie in diesem Sommer das K&uuml;rzungspaket mit durch. Auch sonst tr&auml;gt sie dort, wo sie mit regiert, K&uuml;rzungen und Sozialabbau mit. Dort, wo es keine k&auml;mpferischen, linken KandidatInnen gibt, und bei der Zweitstimme ist eine Stimme f&uuml;r die PDS deshalb zwar ein kleiner Denkzettel gegen die Kriegspolitik der anderen Parteien und besser als nicht zu w&auml;hlen und die Stimme den Rechten zu schenken ? mehr jedoch nicht.<br \/> Eine neue Arbeiterpartei aufbauen!<br \/> In einer Situation, in der die SPD nicht einmal mehr behauptet, eine Arbeitnehmer-Partei zu sein, die Gr&uuml;nen nie versucht haben, diese Rolle ernsthaft zu spielen und die PDS bei dem Versuch auf halben Wege umgekehrt ist, fehlt uns eine starke, linke Kraft, die auf der Stra&szlig;e, in den Betrieben, Unis und Schulen und im Parlament, die Interessen der ArbeitnehmerInnen und Jugendlichen verteidigt und durchsetzt. Eine solche Partei ist dringend n&ouml;tig!<br \/> Um f&uuml;r diese Ideen Werbung zu machen und um damit zu beginnen, stellt die SAV in sieben St&auml;dten DirektkandidatInnen zur Bundestagswahl auf.<br \/> Die SAV organisiert seit Jahren Proteste und Gegenwehr gegen die Politik der Herrschenden.<br \/> Unsere KandidatInnen kassieren keine fetten Funktion&auml;rsgeh&auml;lter, sondern sind ? ob Wahlkampf oder nicht ? jede Woche politisch aktiv. Anders als die PolitikerInnen der etablierten Parteien werden sie als Abgeordnete ihre Finanzen offen legen. Wenn sie gew&auml;hlt werden, verpflichten sie sich, von einem durchschnittlichen Arbeiterlohn zu leben und den Rest der Di&auml;ten zu spenden. Vor allem aber k&auml;mpfen unsere KandidatInnen zum Beispiel mit ihren KollegInnen oder mit der Bewegung gegen die kapitalistische Globalisierung gegen Sozialk&uuml;rzungen, Lohnraub und Rassismus ? statt so zu tun, als w&uuml;rde es reichen, alle vier Jahre ein Kreuz auf einen Wahlzettel zu machen.<br \/> Deshalb: Am 22. September SAV w&auml;hlen ? aber vor allem selbst aktiv werden und Mitglied werden bei der SAV.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die wirtschaftlichen Aussichten sind alles andere als rosig und irgendjemand<br \/>\nwird das ausbaden m&uuml;ssen. Sowohl die jetzige SPD-Gr&uuml;ne-Regierung,<br \/>\nals auch CDU und FDP sind sich einig, dass das nicht die Unternehmer sein<br \/>\nd&uuml;rfen. 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