{"id":10040,"date":"2002-08-28T18:15:14","date_gmt":"2002-08-28T16:15:14","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=10040"},"modified":"2012-05-29T12:55:23","modified_gmt":"2012-05-29T10:55:23","slug":"10040","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/08\/10040\/","title":{"rendered":"Arbeiteraufstand in Serbien st&uuml;rzt Milosevic"},"content":{"rendered":"<p>Stellungnahme des Internationales Sekretariats des CWI  vom 9.Oktober 2000<br \/> <!--more--><br \/>\n &nbsp;<br \/>\nInnerhalb weniger Tage hat eine revolution&auml;re Massenbewegung das autokratische Regime von Slobodan Milosevic in Ex-Jugoslawien hinweggefegt. Nach wochenlangen Streikaktionen kamen am 5. Oktober bis zu einer Million Menschen in Belgrad zusammen um das Ende des Regimes zu fordern. Bergarbeiter, Bauern, Studierende und andere ArbeiterInnen str&ouml;mten aus dem ganzen Land nach Belgrad. Wogen von mutigen ArbeiterInnen st&uuml;rmten das Parlamentsgeb&auml;ude, rissen Portraits von Milosevic und seinen Komplizen von den W&auml;nden und setzten Teile des Geb&auml;udes in Brand. Die wichtigste Fernsehstation der Regierung wurde von den TeilnehmerInnen des Aufstandes nach einem kurzen Schusswechsel erobert. <br \/>  Diese gewaltige Bewegung hatte alle klassischen Kennzeichen eines Aufstandes von ArbeiterInnen und Jugendlichen. Delegationen von ArbeiterInnen und B&auml;uerInnen kamen in Belgrad zusammen. Viele waren bewaffnet und entschlossen mit dem Regime Schluss zu machen. Die Stimmung unter den ArbeiterInnen wurde im Laufe des Tages entschlossener, vor allem nachdem das Verfassungsgericht entschieden hatte, die Wahlergebnisse zu annullieren und Milosevic bis zum Ende seiner Amtszeit 2001 im Amt zu halten. Das Selbstbewusstsein der Massen wuchs als klar wurde, dass der alte Staatsapparat zusammenbrach und die unteren Einheiten der Armee nicht bereit waren, sich zur Zerschlagung der Bewegung ausnutzen zu lassen. Selbst die Sonderpolizei weigerte sich die ArbeiterInnen auf den Stra&szlig;en anzugreifen. Einige zogen ihre Helme aus und reihten sich in die Demonstration ein, andere gaben ihre Waffen einfach an die Massen. Diejenigen, die sich widersetzten und versuchten ArbeiterInnen davon abzuhalten nach Belgrad zu kommen, indem sie Barrikaden aufbauten, wurden entwaffnet und leisteten wenig oder keinen Widerstand. <br \/>  W&uuml;tend &uuml;ber den Verlust des staatlichen Fernsehkanals soll Milosevic Berichten zufolge seinen Generalstabschef Pavkovic kontaktiert haben und ihm angeordnet haben, die Bewegung mit Panzern niederzuschlagen. Pavkovic soll darauf geantwortet haben: &#8222;Ich habe niemanden um das auszuf&uuml;hren. Die Armee wird sich neutral verhalten.&#8220; Selbst eine spezielle Anti-Terrorismus-Einheit namens &#8222;Ulemak&#8220;, die von einem Kriegstreiber und Gangster gef&uuml;hrt wird, hat Anweisungen die ArbeiterInnen auf den Stra&szlig;en anzugreifen zur&uuml;ckgewiesen. <br \/>  Den st&uuml;rmischen Ereignissen vom 5. Oktober ging eine anwachsende Massenbewegung voraus. Die Entscheidung der Bergarbeiter von Kolubara am Streik teilzunehmen war ein entscheidender Faktor. Die Bergarbeiter wurden von Tausenden aus den umliegenden D&ouml;rfern unterst&uuml;tzt, die anreisten um sie zu verteidigen. Als die Sonderpolizei ankam und die Bergarbeiter aufforderte das Bergwerk zu verlassen, lehnten diese das ab. Mit dieser Ablehnung konfrontiert schmolzen die Repressionskr&auml;fte wie Butter in einem hei&szlig;en Ofen. Sie weigerten sich die Bergleute auf der Br&uuml;cke physisch zu konfrontieren. So sagte der Polzeikommandeur als seine Kr&auml;fte verdufteten: &#8222;Ich habe hiervon die Nase voll. Nach all dem hier schmei&szlig;e ich meine M&uuml;tze weg und gehe nach hause. Die Polizei in Serbien ist demokratischer als man denkt.&#8220; <br \/>  Den sozialen Bewegungen, die Osteuropa ersch&uuml;ttert haben, hat die Arbeiterklasse nicht klar ihren Stempel aufgedr&uuml;ckt. In Rum&auml;nien und in dieser Bewegung war die Arbeiterklasse entscheidend an der Spitze der Aufst&auml;nde, die die Regime von Ceaucesu und Milosevic st&uuml;rzten. <br \/>  Jedoch fehlte diesem Aufstand ein sozialistischer Inhalt. Die Massen waren entschlossen dem Milosevic-Regime ein Ende zu bereiten, aber haben nicht die Idee einer wirklichen sozialistischen Alternative vertreten, um dieses zu ersetzen. <\/p>\n<p>  Westliche Heuchelei <\/p>\n<p>  Die westlichen M&auml;chte haben das Ende von Milosevic heuchlerisch begr&uuml;&szlig;t. F&uuml;r sie war Serbien unter seiner Herrschaft ein unberechenbarer Schurkenstaat in einer explosiven Region. <br \/>  &Uuml;ber Jahre hinweg wurde Milosevic als &#8222;ein Mann mit dem der Westen Gesch&auml;fte machen kann&#8220; betrachtet. Erst als sein Regime durch die blutige Unterwerfung des Kosovo\/Kosova die Stabilit&auml;t auf dem Balkan gef&auml;hrdete &auml;nderte sich die Haltung der westlichen M&auml;chte. Schlie&szlig;lich f&uuml;hrte die NATO Krieg gegen Serbien. Diese M&auml;chte wollten ein Ende des Regimes, aber sie wollten nicht, dass dieses Ende durch einen revolution&auml;ren Aufstand der Massen herbeigef&uuml;hrt wird. <br \/>  Nun, nachdem Milosevic entfernt wurde und Vojislav Kostunica, der siegreiche Kandidat der Opposition, sich daran macht ein neues Regime zu etablieren, setzen die westlichen F&uuml;hrer und die Medien alles daran ein St&uuml;ck dieses Sieges f&uuml;r sich zu beanspruchen. F&uuml;hrer wie Tony Blair und Bill Clinton haben die &#8222;R&uuml;ckkehr zur Demokratie&#8220; in Serbien begr&uuml;&szlig;t. Einige, wie Gro&szlig;britanniens Au&szlig;enminister Robin Cook, haben die Massenaktionen, die zum Sturz des Regimes f&uuml;hrten, gelobt. Die Heuchelei dieser Leute kennt keine Grenzen. W&auml;hrend des Krieges gegen Serbien haben NATO-Gener&auml;le gezielt wirtschaftliche und industrielle Ziele ausgew&auml;hlt und damit eben solche ArbeiterInnen und ZivilistInnen ermordet, die nun das verhasste Milosevic-Regime gest&uuml;rzt haben. Es wird nicht vielen ArbeiterInnen entgangen sein, dass diese selben PolitikerInnen erst gestern die Benzinproteste in ganz Europa als &#8222;undemokratisch&#8220; verurteilt haben, obwohl diese Massenunterst&uuml;tzung genossen haben. <br \/>  Die serbischen Massen haben das alte Regime innerhalb einer Woche entfernt. Die NATO war nicht in der Lage dies zu erreichen, obwohl sie ihre ganze milit&auml;rische Macht w&auml;hrend des 78-t&auml;gigen Krieges gegen Serbien entfesselt hat. Tats&auml;chlich hat der Krieg das Regime zu einem Zeitpunkt gest&auml;rkt, als sich gerade massenhafter Unmut dagegen entwickelte. Milosevic war wieder in der Lage erfolgreich die nationalistische Karte auszuspielen und dadurch seine Herrschaft zu verl&auml;ngern. Die Mehrheit der serbischen ArbeiterInnen und Mittelschichten haben Milosevic niemals enthusiastisch unterst&uuml;tzt, als sie aber mit dem Krieg der NATO gegen sich konfrontiert waren, haben sie sich zusammengeschlossen, um die &#8222;Nation zu verteidigen&#8220;. <\/p>\n<p>  Die Opposition <\/p>\n<p>  &Uuml;ber ein Jahrzehnt waren auch die rechten, pro-kapitalistischen Oppositionsparteien in Serbien v&ouml;llig unf&auml;hig das Milosevic-Regime zu entfernen. Wie das CWI immer argumentiert hat, konnte diese Aufgabe nur von der Arbeiterklasse und den Massen in Serbien erreicht werden. <br \/>  Wie die Presse berichtete hat sich Kostunica dazu entschlossen zu Massendemonstrationen aufzurufen, nachdem er sich am 29. September mit ranghohen Gener&auml;len der jugoslawischen Armee getroffen hatte und diese ihm zugesichert hatten, keine ZivilistInnen anzugreifen. Dies dr&uuml;ckt die Tatsache aus, dass die Armeespitze die wachsende Wut unter ArbeiterInnen, Studierenden und der Mittelklasse auf das Regime sp&uuml;ren konnte und wusste, dass sie diese Stimmung nicht bezwingen konnte. <br \/>  Kostunica und seine 19-Parteien-Koalition hatte das begrenzte Ziel das Milosevic Regime zu ersetzen. Die Opposition hoffte auf eine &Uuml;bereinkunft mit dem alten Regime und setze auf begrenzte Proteste. Sie wurden aber allein von der Gr&ouml;&szlig;e der entfesselten Massenproteste verschlungen. Wie die International Herald Tribune am 4.10.2000 kommentierte: &#8222;Die demokratische Opposition hat den Streik (der Bergarbeiter) begr&uuml;&szlig;t, ihn aber nur langsam unterst&uuml;tzt.&#8220; <br \/>  Die tumulthaften Oktoberereignise wurden durch die offensichtliche F&auml;lschung der Pr&auml;sidentschaftswahlen durch die Regierung ausgel&ouml;st. Es ist klar, dass der Oppositionskandidat, Kostunica, mit einem gro&szlig;en Vorsprung gewonnen hat. Aber das verzweifelte Regime erkl&auml;rte, dass Ergebnis sei so knapp gewesen, dass eine Stichwahl notwendig sei. Die Opposition boykottierte den zweiten Wahlgang und rief zu Protesten auf. Die Reaktion der Massen war &uuml;berw&auml;ltigend. In vielen Bereichen der Wirtschaft sind ArbeiterInnen in einen einw&ouml;chigen Generalstreik getreten und Studierende sind auf die Stra&szlig;e gegangen. Zum Ende der letzten Woche hin war Serbien von einem revolution&auml;ren Aufschwung ersch&uuml;ttert. Die Oppositionsf&uuml;hrerInnen haben wiederholt zur &#8222;Zur&uuml;ckhaltung&#8220; aufgerufen. Ihre Absicht war es einige Proteste aufzurufen und sie hofften, dass Regime w&uuml;rde daraufhin das Wahlergebnis akzeptieren und die Macht abgeben. Aber die Ereignisse gerieten au&szlig;er Kontrolle und die Massen gingen auf die Stra&szlig;e. Die Arbeiterklasse hatte genug gewartet und handelte entschlossen, um Milosevic und seine Komplizen zu st&uuml;rzen. <br \/>  Als die Massen einmal auf der Stra&szlig;e waren und dabei waren einen Aufstand zu machen, war die Hauptsorge der Opposition dies zu beenden und die Massen wieder von der Stra&szlig;e weg zu bekommen. Als Milosevic gest&uuml;rzt war appellierte Kostunica an die streikenden ArbeiterInnen wieder an die Arbeit zur&uuml;ckzukehren und an die anderen Leute nach hause zu gehen. Die Situation ist immer noch alles andere als stabil und neue Ereignisse k&ouml;nnten ArbeiterInnen wieder auf die Stra&szlig;e treiben. Aber aufgrund des Mangels an einer unabh&auml;ngigen F&uuml;hrung der Arbeiterklasse konnte die neue Regierung eine Begrenzung der Massenbewegung erreichen. Jedoch: der Geist ist aus der Flasche; ArbeiterInnen haben nun eine konkrete Vorstellung ihrer eigenen Macht und sie werden gezwungen sein diese in der Zukunft zu nutzen, um f&uuml;r eine wirkliche, dauerhafte Ver&auml;nderung in der Gesellschaft zu k&auml;mpfen. <\/p>\n<p>  Kriege und Armut <\/p>\n<p>  Die Pr&auml;sidentschaftswahlen wurden zu einem Katalysator f&uuml;r ein Herausstr&ouml;men der Wut und einen nicht zu stoppenden Drang zur Ver&auml;nderung. Unter Milosevic und seiner herrschenden Elite hat das serbische Volk drei schreckliche Kriege und eine wirtschaftliche Verw&uuml;stung erleiden m&uuml;ssen. Korruption, Unterdr&uuml;ckung und Kumpanei waren alles Bestandteile der Herrschaft des Regimes. Tausende starben oder wurden in den Konflikten verletzt und Serbien wurde mit hunderttausenden verarmten serbischen Fl&uuml;chtlingen &uuml;berflutet. Ex-Jugoslawien konnte fr&uuml;her einen der h&ouml;chsten Lebensstandards in Osteuropa vorweisen. Aber im letzten Jahrzehnt ist dieser dramatisch gefallen. Arbeitslosigkeit und Armut sind weitverbreitet und die Jugend hat keine Zukunftsaussichten. So erkl&auml;rte einer der streikenden Bergarbeiter: &#8222;Vor zehn Jahren haben wir $ 1.500 im Monat verdient und heute sind es $ 80.&#8220; (International Herald Tribune, 4.10.2000) Die SerbInnen geh&ouml;rten fr&uuml;her zu den reichsten V&ouml;lkern Osteuropas und sterben heute an armutsbedingten Todesursachen. Die Produktion ist seit 1989 um zwei Drittel gefallen. <br \/>  In der Vergangenheit hat Milosevic den serbischen Nationalismus dazu benutzt die Wut von ArbeiterInnen und der Mittelklassen abzulenken. Er konnte eine hoffnungslos zersplitterte Opposition gegeneinander ausspielen. Massenbewegungen haben sich gegen das Regime zwar schon im Verlauf der 90er Jahre entwickelt, sie wurden aber von opportunistischen, reaktion&auml;ren PolitikerInnen fehlgeleitet. Aber nach dem Trauma eines weiteren hoffnungslosen Krieges, diesmal um Kosova im letzten Jahr, hat sich die Stimmung des kriegsm&uuml;den serbischen Volkes entscheidend ge&auml;ndert. <br \/>  Die von der Jugendbewegung &#8222;Otpor&#8220; (Widerstand) gef&uuml;hrten Proteste zu Beginn des Jahres zwangen das Regime zu man&ouml;vrieren, um an der Macht zu bleiben. Milosevic zog die Pr&auml;sidentschaftswahlen vor, mit dem Ziel seine Herrschaft zu festigen. Arrogant und abgehoben haben Milosevic und seine Clique die Stimmung im Volk falsch eingesch&auml;tzt. Zum ersten Mal waren die Oppositionsparteien in der Lage einen einzigen Kandidaten hervorzubringen, der danndeutlich gewann. Da ihm seine Herrschaft weggleitete, versuchte Milosevic vergeblich durch ungeschminkte Wahlf&auml;lschung an der Macht zu bleiben. <\/p>\n<p>  Eine sozialistische Alternative ist n&ouml;tig <\/p>\n<p>  Der entscheidende Bestandteil f&uuml;r revolution&auml;re Ereignisse fehlt: die Akzeptanz der Ideen einer wirklichen Arbeiterdemokratie und des Sozialismus im Bewusstsein der Arbeiterklasse. Die Massen in Serbien haben einen gro&szlig;en Heroismus und gro&szlig;e Entschlossenheit demonstriert und haben gro&szlig;e Erwartungen darin, was der Sturz Milosevics f&uuml;r sie bringen wird. Jedoch werden diese Hoffnungen im Kapitalismus sicher entt&auml;uscht, da es unweigerlich zu Angriffen auf die Arbeiterklasse durch das neue Regime kommen wird. <br \/>  Eine revolution&auml;r-sozialistische Partei in Serbien w&uuml;rde ein unabh&auml;ngiges Klassenprogramm vertreten: f&uuml;r demokratische Rechte, Vollbesch&auml;ftigung, L&ouml;hne mit denen der Lebensunterhalt bestritten werden kann und angemessene Renten. Dies kann nicht durch die pro-kapitalistische, nationalistische Politik der Oppositionsparteien erreicht werden. Nur eine Regierung, die die ArbeiterInnen, Jugendlichen und armen B&auml;uerInnen repr&auml;sentiert kann die Errungenschaften der revolution&auml;ren Ereignisse verteidigen und weiterentwickeln. <br \/>  Um die Massenbewegung entlang demokratischer und klassenspezifischer Linien weiterzuentwickeln sind Aktionskomitees bestehend aus ArbeiterInnen, Studierenden und einfachen Soldaten auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene notwendig. Solche Organe w&uuml;rden in einer organisierten Weise die Macht und die Ziele der Arbeiterklasse ausdr&uuml;cken. Sie sind die Basis f&uuml;r eine neue Regierung, die st&auml;dtische und l&auml;ndliche ArbeiterInnen, Studierende und die Armen vertreten w&uuml;rde. <br \/>  Leider wurde das Klassenbewusstsein in Ex-Jugoslawien zur&uuml;ckgeworfen, aufgrund von Jahrzehnten des totalit&auml;ren Stalinismus, dann der R&uuml;ckkehr zur Marktwirtschaft und dem reaktion&auml;ren Nationalismus des Regimes. Es gibt keine unabh&auml;ngige Massenpartei der ArbeiterInnen. Ohne ihr unabh&auml;ngiges Banner kann die Arbeiterklasse nicht vollst&auml;ndig von den Ereignissen profitieren. Dies gibt der pro-kapitalistischen Opposition die M&ouml;glichkeit eine neue Regierung zusammenzuschustern. <br \/>  Jedoch werden die Ereignisse der letzten Wochen nicht spurlos an ArbeiterInnen und Jugendlichen vor&uuml;bergehen. Sie werden grundlegende Lehren ziehen, nicht zuletzt dass Massenaktionen verhasste Regierungen st&uuml;rzen k&ouml;nnen. Der Appetit f&uuml;r eine grundlegende Ver&auml;nderung wurde geweckt. <br \/>  Aufgrund der v&ouml;lligen Abwesenheit von einer sozialistischen Alternative und aufgrund der ideologischen Verwirrung der Massen, konnte Kostunica eine neue Regierung formieren. Jedoch wird die arbeiterfeindliche Politik dieser Regierung zu einem bestimmten Zeitpunkt ArbeiterInnen in den Konflikt mit dem neuen Regime bringen. So wird Kostunica wahrscheinlich unter dem Gehei&szlig; der westlichen M&auml;chte zur Privatisierung der noch bestehenden staatlichen Teile der Wirtschaft &uuml;bergehen, was zu Massenentlassungen und Armut f&uuml;hren wird. Viele der ArbeiterInnen, die den Oktoberaufstand angef&uuml;hrt haben werden davon betroffen sein. Aus dieser bitteren Erfahrung heraus werden ArbeiterInnen die Notwendigkeit sehen, Organisationen zu haben, die ihre Klasseninteressen repr&auml;sentieren und sich so besser auf zuk&uuml;nftige K&auml;mpfe, einschlie&szlig;lich revolution&auml;rer K&auml;mpfe, vorbereiten. <br \/>  In den kommenden Monaten werden ArbeiterInnen unabh&auml;ngige Aktionen durchf&uuml;hren m&uuml;ssen, um die Angriffe auf ihre Arbeitspl&auml;tze und ihren Lebensstandard zur&uuml;ckzuschlagen. Eine neue Partei der arbeitenden Bev&ouml;lkerung wird gebraucht, um an den Wahlen teilnehmen zu k&ouml;nnen, die Kostunica f&uuml;r die n&auml;chsten Monate versprochen hat. <\/p>\n<p>  Serbien &#8211; ein &#8222;kommunistischer&#8220; Staat? <\/p>\n<p>  Der Fall Milosevics markiert nicht den Fall des &#8222;Kommunismus&#8220;, wie die kapitalistischen Medien behaupten. Keines der fr&uuml;heren stalinistischen Regime in der UdSSR und Osteuropa waren wirkliche kommunistische oder sozialistische Gesellschaften. Sie wurden von b&uuml;rokratischen, unterdr&uuml;ckerischen Regimen mit einer zentralisierten, geplanten Wirtschaft regiert, jedoch ohne ein System wirklicher Arbeiterdemokratie. Diese b&uuml;rokratischen Regime bereiteten der R&uuml;ckkehr des Kapitalismus den Boden. Milosevic kam 1989 an die Macht indem er reaktion&auml;ren serbischen Nationalismus propagierte und die kapitalistische Restauration voran trieb. Wie andere ex-stalinistische B&uuml;rokraten gebrauchte er ethnische Spaltungen um sich M&auml;rkte und Ressourcen f&uuml;r die serbische gangster-kapitalistische Elite zu erschlie&szlig;en. <br \/>  Es ist wahr, dass das Regime von Milosevic einige Symbole des Stalinismus benutzte und einige &Uuml;berreste des alten Regimes noch existieren. Jedoch ist Serbien unter Milosevic zu einem Mafia-Kapitalismus geworden. Obwohl ein relativ gro&szlig;er Teil der Wirtschaft formal in Staatsh&auml;nden geblieben ist, wurde er von Milosevic und seinen Komplizen ausgepl&uuml;ndert. So schrieb die Financial Times: In Serbien gab es die Aneignung des Staatsbesitzes durch die raffiniertesten und r&uuml;cksichtslosesten Mitglieder des alten Apparates, was zu einem gewissen Grad in den meisten fr&uuml;heren kommunistischen Staaten geschah, aber Serbien hat keinen wirtschaftlichen Wiederaufbau erlebt.&#8220; Wie Le Monde Diplomatique im Mai 1999 erkl&auml;rte: &#8222;Die Milosevic-Familie und die f&uuml;hrenden Offiziellen des Regimes haben sich tats&auml;chlich die fr&uuml;heren Staatsbetriebe in den Sektoren Energie, landwirtschaftliche Ern&auml;hrung, Tabak, Alkohol, Fernsehen und in wichtigen Import-Export-Bereichen angeeignet&#8220;. <br \/>  Solche Anlagen sind mit Teilen der Mafia verbunden, die in Russlands Gangster-Kapitalismus operieren. Drei der reichsten Menschen in Serbien, die Karic-Br&uuml;der besitzen das Mobilfunknetz, eine Fernsehstation und Energieanlagen. <br \/>  Wie Misha Glenny in seinem Buch &#8222;Der Fall Jugoslawiens&#8220; erkl&auml;rte, ist Serbien zu Beginn der 90er Jahre mit seinem Privatisierungsprogramm weiter gegangen als Kroatien oder andere Republiken. Milosevic hat Privatisierungsprogramme durchgesetzt, die zu Massenarbeitslosigkeit gef&uuml;hrt haben. Die Privatisierungen wurden aufgrund des Krieges gestoppt bzw. verlangsamt, aber es ist wahrscheinlich, dass sich dieser Prozess wieder beschleunigen wird. Das Gesundheits- und Bildungswesen und andere Teile des Sozialwesens sind verw&uuml;stet. <br \/>  Die Financial Times kommentierte (7.10.2000): &#8222;Griechische Unternehmen werden wahrscheinlich zu den ersten ausl&auml;ndischen Investoren geh&ouml;ren, die ins Land zur&uuml;ckkehren. Verschiedene Gruppen, die mit der Milosevic-Regierung &uuml;ber den Erwerb staatlicher Unternehmen verhandelt hatten, haben die Abmachungen kurz vor ihrer Fertigstellung eingefroren, als 1998 die Sanktionen eingef&uuml;hrt wurden.&#8220; <br \/>  Mit ihrer dauernden Bezeichnung des Milosevic-Regimes als &#8222;letzter osteurop&auml;ischenr kommunistischer Staat&#8220; wollen die herrschenden Klassen des Westens die Klassenfragen verwischen, die der Arbeiterrevolte zugrunde liegen &#8211; der Kampf f&uuml;r demokratische Rechte und soziale Gleichheit und versuchen so die Idee des Sozialismus zu verunglimpfen. <br \/>  Es ist richtig, dass die meisten serbischen ArbeiterInnen ihre Probleme zum jetzigen Zeitpunkt speziell mit Milosevic in Verbindung bringen, aber es war nicht nur sein spezielles Regime, das f&uuml;r das Elend verantwortlich ist. Grunds&auml;tzlich ist es die Marktwirtschaft und der Kapitalismus, die zu Massenverarmung und zu den Konflikten gef&uuml;hrt haben. Das Versagen des fr&uuml;heren stalinistischen Regimes bereitete der kapitalistischen Restauration den Boden. <br \/>  Der Sturz des Milosevic-Regimes und sein Ersetzen durch ein kapitalistisches, nationalistisches Regime wird die Krise, mit der die serbischen ArbeiterInnen konfrontiert sind, nicht l&ouml;sen. Obwohl Kostunica die Unterst&uuml;tzung bei den Wahlen als ein Gegner Milosevics erreichte, wird die Unterst&uuml;tzung, die er zur Zeit unter der Arbeiterklasse hat mit der Zeit verschwinden. <br \/>  Lech Walesa, der an die Macht gesp&uuml;lt wurde, als das alte stalinistische Regime in Polen zusammenbrach, erh&auml;lt heute bei Wahlen weniger als zwei Prozent Unterst&uuml;tzung. Ein &auml;hnliches Schicksal wird Kostunica widerfahren, wenn seine Politik in der Praxis betrachtet werden konnte. Die pro-kapitalistische Politik der Regime in anderen osteurop&auml;ischen L&auml;ndern sind ein Desaster f&uuml;r die Arbeiterklasse gewesen. Und diese Ereignisse haben w&auml;hrend einer Phase des wirtschaftlichen Wachstums des Weltkapitalismus stattgefunden. <br \/>  Das neue Regime in Serbien wird innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums von einer Rezession oder einem tiefen Fall der Weltwirtschaft betroffen sein und wird noch weniger als zum Beispiel Polen oder andere L&auml;nder im letzten Jahrzehnt durch den Kapitalismus gewinnen. <br \/>  Um die Forderungen der Arbeiterklasse erf&uuml;llen zu k&ouml;nnen, ist eine soziale Revolution n&ouml;tig; der Kapitalismus muss abgeschafft, eine Arbeiterregierung installiert und eine demokratische, sozialistische Gesellschaft eingef&uuml;hrt werden, die sich nach den Bed&uuml;rfnissen der Menschen und nicht nach dem Profit orientiert. <br \/>  Das ist den pro-marktwirtschaftlichen Oppositionsparteien und den Medien ein Greuel. Diese wurden durch die Gro&szlig;m&auml;chte finanziert. Westliche Geheimdienste, wie der CIA, haben Monate damit verbracht zu versuchen die Opposition gegen Milosevic zu ermutigen und zu kontrollieren. Deutschland hat der Opposition bei der Produktion von Materialien laut SPIEGEL mit vier Millionen DM geholfen. Die Westm&auml;chte wollen versuchen sicherzustellen, dass eine neue Regierung ihrer Linie so weit wie m&ouml;glich folgt. Die Sanktionen werden aufgehoben und andere Versprechungen von &#8222;Hilfsleistungen&#8220; werden gemacht. <br \/>  Es scheint, als ob die westlichen M&auml;chte bereit sind ihre Forderung Milosevic und andere vor das Den Haager Kriegsverbrechertribunal zu bekommen, in den Hintergrund zu r&uuml;cken. Solche &#8222;Grunds&auml;tze&#8220; k&ouml;nnen beiseite geschoben werden, um nicht in einen Widerspruch mit dem neuen Regime zu geraten. Kostunica dr&uuml;ckt den serbischen Nationalismus und die immer noch vorhandenen offene Wut vieler SerbInnen gegen die NATO aus, wenn er sich weigert mit dem Tribunal zusammen zu arbeiten. Nachdem die UN beschlossen hat, dass die NATO und die Westm&auml;chte nicht wegen Kriegsverbrechen vor Gericht gebracht werden k&ouml;nnen, mussten Gruppen wie Amnesty International die offene Parteilichkeit des Tribunals anprangern. <br \/>  Die neue 19-Parteien-Koalitionsregierung ist f&uuml;r den Westen keine verl&auml;ssliche St&uuml;tze. Enorme Spannungen zeigen sich schon in ihr, weil verschiedene Parteien und Einzelpersonen sich in Positionen dr&auml;ngeln wollen und um Einfluss k&auml;mpfen. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Koalition lange halten wird. <br \/>  Kostunica wird versuchen eine neue Regierungsallianz zu schmieden. Er muss alles versuchen, um die SNP aus Montenegro mit ins Boot zu bekommen. Diese Partei hat traditionell mit Milosevics Kr&auml;ften im Parlament paktiert und diesen dadurch zur Mehrheit verholfen. <br \/>  Opportunistische Kuhhandel und rechte Politik werden die Kennzeichen des neuen Regimes sein. Es wird wahrscheinlich einige &ouml;ffentliche &#8222;S&auml;uberungen&#8220; des Systems geben, aber Kumpanei und Korruption sind permanente Bestandteile des Kapitalismus auf dem Balkan. <\/p>\n<p>  Kostunicas Nationalismus <\/p>\n<p>  Kostunica ist sicherlich nicht die erste Wahl der Gro&szlig;m&auml;chte als serbischer Pr&auml;sident. Er hat eine lange Geschichte, in der er f&uuml;r den radikalen serbischen Nationalismus Partei ergriffen hat. Seine &#8222;Demokratische Partei Serbiens&#8220; hat Milosevic 1995 angegriffen, weil er mit dem Unterzeichnen des Dayton-Vertrages, der das Ende des Bosnien-Krieges markierte, &#8222;kompromisslerisch&#8220; war. <br \/>  Kostunica ist ein pro-kapitalistischer Nationalist, aber er will vom Westen auch so viel finanzielle Hilfe und Zuwendungen wie m&ouml;glich erhalten. Falls er es schaffen sollte eine Regierung zu festigen wird er wahrscheinlich zwischen seiner nationalistischen Basis zu hause und den Westm&auml;chten balancieren. <br \/>  Diese M&auml;chte sind ernsthaft besorgt &uuml;ber die Konsequenzen der Ereignisse der letzten Woche f&uuml;r den gesamten Balkan. Mit der Entfernung ihres alten Widersachers Milosevic sind sie nun mit einer Reihe neuer Probleme konfrontiert. Sie werden versuchen Kostunica zum Befolgen ihrer Linie zu zwingen, daf&uuml;r gibt es aber keine Garantien. <br \/>  Kostunica hat gesagt, er stehe f&uuml;r eine &#8222;neue Jugoslawische F&ouml;deration&#8220;. Die Regierung Montenegros, der anderen Republik Rest-Jugoslawiens, ist extrem mi&szlig;trauisch gegen&uuml;ber seinem serbischen Nationalismus. Sie f&uuml;rchten, dass Kostunica die serbische Dominanz &uuml;ber Montenegro fortsetzen will. Deshalb haben sie sich bisher geweigert Kostunica als neuen serbischen Pr&auml;sidenten anzuerkennen. <br \/>  Trotzdem haben Regierungskr&auml;fte in Montenegro angedeutet, dass sie ihre Position in der F&ouml;deration neu verhandeln wollen. Die neue Regierung Serbiens, dominiert von pro-kapitalistischen und nationalistischen Parteien, wird ihren Einfluss und Zugang zu Ressourcen und Einkommen aufrechterhalten wollen. Es ist wahrscheinlich, dass sie daf&uuml;r zu Kompromissen bereit sind. Die Gro&szlig;m&auml;chte f&uuml;rchten ein Auseinanderbrechen und die Bildung neuer Staaten auf dem Balkan, die die Basis f&uuml;r zuk&uuml;nftige Konflikte und Kriege legen k&ouml;nnten. Sie werden auch f&uuml;r neue Verfassungsbestimmungen argumentieren, die Montenegro in der F&ouml;deration behalten sollen. Aber die Forderung nach einem kompletten Bruch mit Serbien kann in Montenegro anwachsen, da sich die Lage sprunghaft &auml;ndert und der nationalistische starke Mann Milosevic von der B&uuml;hne verschwunden ist. <br \/>  Die albanischen F&uuml;hrer im Kosova feiern die Ankunft des neuen serbischen Regimes nicht. In seiner ersten Rede als Pr&auml;sident hat Kostunica erkl&auml;rt, dass der Kosova mehr &#8222;unter unsere (serbische) Souver&auml;nit&auml;t gebracht werden sollte&#8220;. Ironischerweise haben die albanischen F&uuml;hrer im Kosova gedacht, dass die Gro&szlig;m&auml;chte als ihre Garanten handeln m&uuml;ssen, solange Milosevic an der Macht ist und dass sie dadurch mit der Zeit einen unabh&auml;ngigen Staat erreichen k&ouml;nnen. <br \/>  Kostunica wird die Unterst&uuml;tzung der imperialistischen Regime haben, wenn er versucht den Rest der Jugoslawischen F&ouml;deration zusammenzuhalten. Das Schicksal und die demokratischen Rechte des Volkes im Kosova hat den Gro&szlig;m&auml;chten niemals viel bedeutet. Sie wollen nicht, dass ein unabh&auml;ngiger Kosova ein Beispiel f&uuml;r andere Minderheiten, wie den Ungarn in der Vojvodina, einer Region im Norden Serbiens, wird. Die Gro&szlig;m&auml;chte werden solche Vereinbarungen unterst&uuml;tzen, die beide Regionen formal an Serbien binden. <br \/>  Die AlbanerInnen und SerbInnen des Kosova k&ouml;nnen kein Vertrauen in die westlichen M&auml;chte setzen. Milosevics Unterdr&uuml;ckung und der Krieg der NATO haben tausende Todesopfer zur Folge gehabt und haben den Kosova in eine wirtschaftliche W&uuml;ste und nationalistisches Blutbad verwandelt. Aufgrund der begrenzten &#8222;Hilfe&#8220; f&uuml;r den Balkan, ist es m&ouml;glich, dass viele der dem Kosova versprochenen &#8222;Aufbauhilfen&#8220; nach Serbien oder in andere Regionen umgeleitet werden, nachdem sich das Kr&auml;fteverh&auml;ltnis in der Region nun ge&auml;ndert hat. <br \/>  Indem er weiterhin die Forderung nach Selbstbestimmung zur&uuml;ckweist und es zul&auml;sst, dass das Land weiter krankt, h&auml;uft der Westen nur enorme Probleme an, die ihm irgendwann um die Ohren fliegen werden. <br \/>  Keines der grundlegenden Probleme der Region &#8211; die nationale und ethnische Fragen, und die schrecklichen wirtschaftlichen und sozialen Verh&auml;ltnisse &#8211; k&ouml;nnen gel&ouml;st werden, solange der Kapitalismus bestehen bleibt. Au&szlig;erdem wird die imperialistische Ausbeutung und die Intrigen der Gro&szlig;m&auml;chte in der Region die Lage weiter destabilisieren. <\/p>\n<p>  Vereinigter Kampf der ArbeiterInnen ist der Ausweg <\/p>\n<p>  Die Massenrevolte, die wir beobachten konnten, birgt viele Lehren f&uuml;r die Arbeiterklasse auf dem Balkan. Aber nur ein vereinigter Kampf der arbeitenden V&ouml;lker Ex-Jugoslawiens f&uuml;r demokratische Rechte und soziale und wirtschaftliche Forderungen kann die verschiedenen Nationalit&auml;ten einigen, um die nationalen und ethnischen Konflikte in der Region zu l&ouml;sen. Die Revolution in Serbien zeigt die Macht der Arbeiterklasse Diktaturen zu st&uuml;rzen, aber auch die Notwendigkeit, dass die Arbeiterklasse in der Region die Alternative von wirklichem Sozialismus und Arbeiterdemokratie annimmt. Wenn diese Lehren gezogen werden, kann der Sturz von Milosevic und seinen Komplizen helfen, den Beginn einer Umkehr der letzten zehn Jahre von schrecklichen Kriegen und ethnischen und nationalen Konflikten. die die Arbeiterbewegung weit zur&uuml;ckgeworfen haben, zu markieren. Unter dem Kapitalismus wird es nicht m&ouml;glich sein, die Konflikte in der Region dauerhaft zu l&ouml;sen. <br \/>  Damit die Arbeiterbewegung erfolgreich sein kann, muss sie das Recht auf Selbstbestimmung der Nationen garantieren. In Ex-Jugoslawien hei&szlig;t das Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen unabh&auml;ngigen, sozialistischen Kosova. Nur eine demokratische, sozialistische Konf&ouml;deration von Staaten auf einer freiwilligen und gleichen Grundlage, kann die nationale Frage grunds&auml;tzlich l&ouml;sen. Eine sozialistische Wirtschaft, demokratisch von der Arbeiterklasse kontrolliert und geplant, kann die gro&szlig;en Ressourcen der Region freisetzen und eine v&ouml;llige Ver&auml;nderung des Lebensstandards erreichen. <br \/>  Die wichtigste Lehre der Oktobereignisse in Serbien ist, dass Massenaktion, die von der Arbeiterklasse gef&uuml;hrt werden, wirkliche Ver&auml;nderungen erreichen k&ouml;nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Stellungnahme des Internationales Sekretariats des CWI  vom 9.Oktober 2000<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[43],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10040"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10040"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10040\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10040"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10040"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10040"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}