{"id":10032,"date":"2002-08-28T16:53:39","date_gmt":"2002-08-28T14:53:39","guid":{"rendered":"http:\/\/.\/?p=10032"},"modified":"2012-05-29T12:55:52","modified_gmt":"2012-05-29T10:55:52","slug":"10032","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/2002\/08\/10032\/","title":{"rendered":"Nein zu Schr&#246;ders Rentenreform"},"content":{"rendered":"<p>  Jetzt einen hei&#223;en Herbst gegen den sozialen Kahlschlag von Rot-gr&#252;n und   Unternehmerschaft vorbereiten<\/p>\n<p>Stellungnahme der SAV vom Juli 2000<\/p>\n<p><!--more--><br \/>\n &nbsp; <\/p>\n<p>  Mit den Rentenpl&#228;nen bl&#228;st die rot-gr&#252;ne Bundesregierung unter dem   Beifall der Kapitalisten zum Gro&#223;angriff auf die ganze arbeitende   Bev&#246;lkerung. &quot;Die Dimension des geplanten Angriffs auf den Kernbereich   der Sozialstaatsverfassung, den die soziale Rentenversicherung nun   einmal darstellt, findet in den letzten zwei Jahrzehnten jedenfalls   keinen Vergleich &#8211; auch nicht in den zwischenzeitlich wieder revidierten   &#196;nderungen des Entgeldfortzahlungsgesetzes oder den Verschlechterungen   beim gesetzlichen K&#252;ndigungsschutz im Jahre 1996, die bekanntlich Anlass   f&#252;r Massenproteste waren&#8221; (Johannes Steffen, Referent f&#252;r Sozialpolitik   bei der Arbeiterkammer Bremen, zitiert in der Zeitschrift &quot;Sozialismus&#8221;   Heft 7-2000).<\/p>\n<p>Alle Teile der Arbeiterklasse betroffen<\/p>\n<p>In   diesem Herbst will die Schr&#246;derregierung die so genannte Rentenreform im   Bundestag verabschieden. Noch gibt es keinen Gesetzesentwurf, sondern   nur eine Referentenvorlage. Die rot-gr&#252;ne Bundesregierung ist darauf   aus, zusammen mit den Fraktionen von CDU\/CSU und FDP, den traditionellen   Parteien des gro&#223;en Geldes, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Die   Rentenpl&#228;ne stellen nach der Verabschiedung der Steuerreform die   umfangreichste Umverteilung von unten nach oben seitens der   SPD-\/Gr&#252;nen-Regierung dar. Betroffen sind alle Teile der Arbeiterklasse.   Den jetzigen RentnerInnen drohen Realeinkommensverluste, den jetzigen   Besch&#228;ftigten droht der Einstieg in die private Altersvorsorge. Dar&#252;ber   hinaus m&#252;ssen sie mehr in die Rentenfinanzierung einzahlen, um im Alter   nicht mehr sondern weniger zu erhalten.<br \/>Die Rentenpl&#228;ne, mit denen   Arbeitsminister Riester (SPD) im Sommer an die &#214;ffentlichkeit trat,   sahen vor, das Rentenniveau (bei 45 Versicherungsjahren) von heute 70   Prozent auf rund 62 Prozent im Jahre 2030 abzusenken; bis 2050 sogar auf   54 Prozent. &quot;Ein methodisch sauberer Vergleich mit dem heutigen   Rentenniveau w&#252;rde allerdings nur noch Werte von 58% bzw. 50% ergeben.   Denn Riesters Rechenmethode bedient sich eines Tricks aus der   T&#228;uscherwerkstatt: Vom durchschnittlichen Nettoentgelt zieht er einfach   den formal zwar freiwilligen, faktisch aber obligatorischen   Privatvorsorgebeitrag der Arbeitnehmer von k&#252;nftig 4% ab&#8221; (Johannes   Steffen, &quot;Sozialismus&#8221; 7-2000). Damit w&#252;rde den   DurchschnittsverdienerInnen eine Rente in H&#246;he des Sozialhilfeniveaus   beschert werden.<\/p>\n<p>Altersarmut ist bereits Realit&#228;t<\/p>\n<p>Schon   heute m&#252;ssen im real existierenden BRD-Kapitalismus eine halbe Million   Menschen um Sozialhilfe betteln, weil ihre Rente nicht ausreicht. 56   Prozent aller RentnerInnen bleiben nicht mehr als 500 Mark im Monat, 97   Prozent nicht mehr als 1.500 Mark. Konfrontiert mit Armut, Krankheit und   Vereinsamung nimmt die Zahl der Selbstmorde unter alten Menschen   j&#228;hrlich zu: Jeder dritte Selbstm&#246;rder ist &#228;lter als 60 Jahre. Mit der   bereits in diesem Jahr greifenden Abkoppelung der Renten von der   Lohnentwicklung kommt es zu einer weiteren Absenkung der Renten. Der   Beschluss, nur die Inflation auszugleichen, f&#252;hrt dazu, dass die Renten   dieses Jahr nur noch um 0,6 Prozent erh&#246;ht werden.<br \/>Nachdem die   Tragweite von Riesters Rentenpl&#228;nen bekannt wurde, musste selbst ein   Teil der Gewerkschaftsspitze auf Druck von unten einen Sturmlauf   androhen. Der DAG-Vorsitzende Roland Issen warnte Schr&#246;der vor einem   &quot;Gro&#223;konflikt&#8221;, der &#228;hnliche Formen wie der Streit um die K&#252;rzung der   Lohnfortzahlung 1996 annehmen k&#246;nnte. Damals nahmen 500.000 an einem   Marsch auf Bonn teil. Bei spontanen Arbeitsniederlegungen in der   Metallindustrie, &#252;berwiegend im Mittleren Neckarraum, waren 100.000   ArbeiterInnen beteiligt. In einer Reihe von Betrieben wurde zum ersten   Mal seit dem letzten Generalstreik vom November 1948 wieder &#252;ber die   Notwendigkeit generalstreiks&#228;hnlicher Ma&#223;nahmen diskutiert. Diese   Proteste l&#228;uteten letztendlich das Ende der &#196;ra Kohl ein.<br \/>Auf   einer &quot;Aktionskonferenz&#8221; der IG Metall in Frankfurt am Main Ende Juni   beschlossen 300 Betriebsr&#228;te &quot;Informations- und Aktionstage&#8221;   durchzuf&#252;hren. Da IG Metall-Vorsitzender Klaus Zwickel unter diesem   Eindruck f&#252;rchtete, dass der Gewerkschaftsspitze die Formen des   Widerstands gegen Riesters Rentenpl&#228;ne aus dem Ruder laufen k&#246;nnten,   suchte er das Spitzengespr&#228;ch mit Kanzler Schr&#246;der. Anders als von   Zwickel danach behauptet, &quot;ist Riester den Gewerkschaften weniger   entgegen gekommen, als es zun&#228;chst den Anschein hatte. (&#8230;) Riester   beteuerte, er habe die Rentenleistungen gegen&#252;ber dem urspr&#252;nglichen   Entwurf nicht erh&#246;ht&#8221; (FAZ vom 5.7.00). Ge&#228;ndert wurde nur die   Berechnungsgrundlage, in dem von vorn herein ein geringeres   Nettoeinkommen zugrunde gelegt wurde. &quot;Die Untergrenze f&#252;r Rentner, die   2030 in Rente gingen, liege danach eher bei 61 Prozent als bei den   zugesagten 64 Prozent&#8221;.<\/p>\n<p>Zerschlagung des Sozialstaates<\/p>\n<p>Die   Rentenpl&#228;ne von Riester und Schr&#246;der zielen nicht auf eine Reform,   sondern auf eine Zerschlagung des Rentensystems ab. Mit der   Teilprivatisierung der Altersvorsorge findet ein Wandel weg von der   umlagefinanzierten gesetzlichen Rente hin zur kapitalgedeckten privaten   Rente statt. Riesters &quot;Reform&#8221; sieht einen Pflichtanteil von 4 Prozent   des Bruttoeinkommens als Investition in eine private Altersvorsorge vor.   Mit der von Riester verk&#252;ndeten &quot;angemessenen Belastung aller&#8221; ist es   nicht weit her, da die abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten mit 4 Prozent vom   Bruttoeinkommen zus&#228;tzlich zu ihrem Rentenbeitrag von 10 Prozent zur   Kasse gebeten werden, die &quot;Beitr&#228;ge&#8221; der Unternehmen hingegen auf   maximal 10 Prozent eingefroren werden.<br \/>Demgegen&#252;ber tritt die SAV f&#252;r   ein staatliches Rentensystem ein, finanziert durch die Ertr&#228;ge der   Banken und gro&#223;en Konzerne. Die SAV fordert eine garantierte staatliche   Mindestrente von 2.000 Mark f&#252;r jede\/n Rentner\/in in Ost und West. 2.000   Mark sind n&#246;tig, damit niemand im Alter am Existenzminimum dahin   vegetieren muss. 2.000 Mark sind auch m&#246;glich, wenn die Banken und   Konzerne endlich zur Kasse gebeten werden.<br \/>Mit den Rentenpl&#228;nen soll   nach der Demontage des Gesundheitswesens, der Aush&#246;hlung des   Tarifvertragssystems, der Verl&#228;ngerung der Laden&#246;ffnungszeiten, den   K&#252;rzungen bei den Anspr&#252;chen f&#252;r Arbeitslose und Sozialhilfeempf&#228;nger   eine weitere S&#228;ule des so genannten Sozialstaats eingerissen werden. Der   &quot;Sozialstaat&#8221; wurde uns nicht von den Unternehmern und ihren Politikern   geschenkt, sondern musste in der Nachkriegszeit in Westdeutschland &#252;ber   bittere Streiks und Massenproteste erk&#228;mpft werden. F&#252;r die   Lohnfortzahlung im Krankheitsfall zum Beispiel musste vor vierzig Jahren   16 Wochen lang gestreikt werden.<br \/>Bereits in den 80er Jahren wurde den   Rentnern ein Krankenkassenbeitrag abgezogen. Eine &quot;Rentenreform&#8221; aus dem   Jahr 1989 brachte die Umstellung von der Brutto- auf die   Nettolohnanpassung und die stufenweise Erh&#246;hung des Rentenalters auf 65   Jahre f&#252;r M&#228;nner ab 2006 und f&#252;r Frauen auf 63 Jahre ab 2012. Au&#223;erdem   stiegen die Rentenbeitr&#228;ge seit den 80er Jahren drastisch an. Und die   Unternehmer haben in den Konzernen mit dem Ausstieg aus der   Betriebsrente begonnen.<\/p>\n<p>Abzockerei der Banken und Gro&#223;konzerne<\/p>\n<p>Die   Rentenreform bedeutet nicht nur eine Entlastung der Unternehmer und eine   Mehrbelastung der arbeitenden Bev&#246;lkerung. Die so genannte Reform   er&#246;ffnet den Kapitalisten, vor allem den privaten Gro&#223;banken und   Versicherungsgesellschaften neue Profitquellen in Milliardenh&#246;he. Kein   Wunder, dass die Vorreiter der privaten, kapitalbasierenden   Altersvorsorge die Investmenth&#228;user Merrill Lynch und Morgan Stanley und   die Deutsche Bank sind. F&#252;hrende Repr&#228;sentanten dieser Einrichtungen,   darunter der Chef&#246;konom der Deutschen Bank, Norbert Walter, haben einen   jahrelangen Propagandafeldzug f&#252;r die Einf&#252;hrung der privaten   Altersvorsorge gef&#252;hrt.<br \/>W&#228;hrend Riester mit seinen Rentenpl&#228;nen   bis Ende diesen Jahrzehnts sch&#228;tzungsweise 60 Milliarden Mark einsparen   k&#246;nnte, reiben sich die Finanzh&#228;user angesichts des zu erwartenden   Geldregens die H&#228;nde. Mit den k&#252;nftigen Rentenbeitr&#228;gen, die die   Besch&#228;ftigten aus eigener Tasche zu zahlen haben, werden die Banken und   Versicherungskonzerne keine f&#252;rsorgliche Altersfinanzierung planen,   sondern auf unsere Kosten spekulieren. Wohin das f&#252;hren kann, zeigt   derzeit der Konzern G&#246;ttinger Gruppe. Die Staatsanwaltschaft f&#252;hrt   gerade Ermittlungen gegen dieses Unternehmen durch, da die G&#246;ttinger   Gruppe mehr als 100.000 Anleger mit seinen Altersvorsorgeprodukten PSP   und SecruRente betrogen haben soll.<br \/>Die Banken und   Versicherungsgesellschaften werden mit den zus&#228;tzlichen Einnahmen der   Spekulations-Seifenblase an der B&#246;rse weitere Nahrung geben. Dass es   sich bei den heutigen Kursen um eine Seifenblase handelt, zeigt sich,   wenn man die Entwicklung der letzten zwanzig Jahre betrachtet: Seit 1980   sind die Werte an den B&#246;rsen weltweit um 1.000 Prozent angestiegen, das   weltweite Sozialprodukt dagegen nur um 80 Prozent. Darum stellt sich   nicht die Frage, ob, sondern wann die Blase platzt. Mit der zu   erwartenden Vernichtung von Werten an der B&#246;rse, werden auch Gelder, die   in die private Altersvorsorge gesteckt werden, vernichtet werden. In den   USA, in denen diese Prozesse schon sehr viel weiter fortgeschritten   sind, kam es im April diesen Jahres zu einem ersten Wetterleuchten: Mit   dem Einbruch beim NASDAQ-Index, der Technologie-B&#246;rse, verloren die   Pensionsfonds ein Viertel ihrer Werte.<\/p>\n<p>Ist die Rente nicht mehr   finanzierbar?<\/p>\n<p>L&#252;ge Nr. 1: &quot;Mit der BRD-Wirtschaft geht es bergab,   wenn die Lohnnebenkosten nicht deutlich gesenkt werden.&#8221;<br \/>Entscheidend   sind nicht die Lohnkosten beziehungsweise Lohnnebenkosten, sondern die   Lohnst&#252;ckkosten f&#252;r die Produktivit&#228;t einer Wirtschaft. Auch wenn die   Lohnst&#252;ckkosten in der BRD im internationalen Vergleich besonders   niedrig sind, d&#252;rfen wir uns auf die Argumentation der Herrschenden, die   weitere Lohnk&#252;rzungen aus Wettbewerbsgr&#252;nden rechtfertigen, gar nicht   einlassen. Damit w&#252;rden wir uns nur auf eine Spirale nach unten   einlassen.<br \/>Genau genommen gibt es keine Lohn&#8221;neben&#8221;kosten, es gibt   nur Lohnkosten. Der Kapitalismus funktioniert auf Grundlage der   Aneignung unbezahlter Arbeit. Eigentlich sind es die &quot;Arbeitnehmer&#8221;,   nicht die &quot;Arbeitgeber&#8221;, die Arbeit geben, die gezwungen sind, ihre Ware   Arbeitskraft auf dem Markt zu verkaufen. F&#252;r die neuen Werte, die von   den ArbeiterInnen geschaffen werden, erh&#228;lt jeder Arbeiter nur einen   Teil in Form des Lohnes zur&#252;ck. Die unbezahlte Mehrarbeit macht den   Profit der Kapitalisten aus. Wie hoch die L&#246;hne, wie hoch der Profit   ist, ist eine Frage der Verteilung. Die Frage der Verteilung ist eine   Frage des Verteilungskampfes, des Klassenkampfes.<br \/>L&#252;ge Nr. 2: &quot;Der   demografische Faktor&#8221;.<br \/>&quot;Fr&#252;her sind die Leute mit 35 Jahren   fr&#246;hlich gestorben, heute jammern sie sich bis 80 durch&#8221;. Diese Aussage   stammt vom fr&#252;heren Arbeitsminister Norbert Bl&#252;m (CDU). Die h&#246;here   Lebenserwartung, eigentlich ein gesellschaftlicher Fortschritt, wird von   den B&#252;rgerlichen als gesellschaftliches Problem verkauft.<br \/>Es ist   nicht zu leugnen, dass die Geburtenraten sinken, w&#228;hrend die Zahl der   Rentner steigt. Entscheidend ist aber nicht die Frage, wie viele alte   Menschen eine Gesellschaft hat, sondern wie produktiv sie ist und wie   der erwirtschaftete Reichtum verwendet wird. W&#228;hrend im Jahr 1800 ein in   der Landwirtschaft Besch&#228;ftigter noch 1,33 Personen ern&#228;hren musste, so   kann er heute deren 40 ern&#228;hren &#8211; eine Erh&#246;hung der Produktivit&#228;t um den   Faktor 30. Ebenso wie es in der Landwirtschaft in den letzten 200 Jahren   dramatische Produktivit&#228;tssteigerungen gegeben hat, so gab es erst Recht   im industriellen Bereich gro&#223;e Produktivit&#228;tssteigerungen. Welch ein   Anstieg des Volkseinkommens erst m&#246;glich w&#228;re, wenn die 8 Millionen   Arbeitslosen und Unterbesch&#228;ftigten produktiv t&#228;tig sein k&#246;nnten?<br \/>Wenn   die Marktwirtschaft nicht in der Lage ist, allen Arbeitslosen sinnvolle   Arbeit zu geben, dann spricht das nicht f&#252;r K&#252;rzungen bei Rente und   L&#246;hnen, sondern gegen die Marktwirtschaft. Wenn die BRD und die anderen   f&#252;hrenden kapitalistischen Staaten heute &#8211; angesichts der weltweiten   &#220;berproduktion beziehungsweise &#220;berkapazit&#228;ten vor einer neuen Rezession   stehen, dann spricht das nicht daf&#252;r, dass die Arbeiterklasse den G&#252;rtel   enger schnallen muss, sondern daf&#252;r, den Kampf gegen die Kapitalisten   und ihr perverses Wirtschaftssystem aufzunehmen.<\/p>\n<p>Rot-gr&#252;ne   Halbzeit-Bilanz<\/p>\n<p>Riesters Rentenpl&#228;ne stellen die Vorhaben von   Bl&#252;m 1996 unter der Kohlregierung weit in den Schatten. Noch bevor die   BRD von der Wirtschaftskrise erfasst ist, schlagen die Herrschenden mit   Schr&#246;der und Fischer im Schlepptau eine h&#228;rtere Gangart in Sachen   Sozialabbau ein. W&#228;hrend Rot-gr&#252;n bei den Bundestagswahlen 1998 nicht   die Wunschregierung des Kapitals war, k&#246;nnen die B&#252;rgerlichen zur   Halbzeit der rot-gr&#252;nen Bundesregierung Applaus geben: ob Rentenreform,   Steuerreform oder Gesundheitsreform, ob Vertagung des AKW-Ausstieges auf   den Sankt Nimmerleinstag oder erster Kriegseinsatz der Bundeswehr seit   1945 &#8211; Rot-gr&#252;n wurde zum Handlanger des Kapitals degradiert.<br \/>Kein   Wunder, dass es der oben zitierte Johannes Steffen von der   Arbeiterkammer Bremen angesichts der Rentenpl&#228;ne mit dem alten   Sponti-Spruch h&#228;lt: &quot;Der Haufen Schei&#223;e ist geblieben &#8211; gewechselt haben   blo&#223; die Fliegen.&#8221;<br \/>Wie die SAV Mitte der 90er Jahre   analysiert hatte, hat sich die Sozialdemokratie von einer b&#252;rgerlichen   Arbeiterpartei in eine vollst&#228;ndig b&#252;rgerliche Partei umgewandelt. Die   Verb&#252;rgerlichung der Sozialdemokratie ist ein internationales Ph&#228;nomen.   Verband man zum Beispiel mit dem &quot;schwedischen Modell&#8221; in der   Nachkriegszeit unter der Sozialdemokratie einen weitgehenden Ausbau des   Sozialstaates, versteht man heute darunter &#8211; wieder unter Federf&#252;hrung   der Sozialdemokratie &#8211; ein &quot;Modell&quot; f&#252;r sozialen Kahlschlag. So gilt in   Schweden l&#228;ngst der &quot;Generationenfaktor&#8221;: Danach wird das Rentenniveau   f&#252;r jeden Altersjahrgang entsprechend dem Anstieg der Lebenserwartung   niedriger angesetzt.<\/p>\n<p>Kapitulation der heutigen   Gewerkschaftsf&#252;hrung<\/p>\n<p>Nachdem der DGB-Chef Schulte die   Einf&#252;hrung der 50-Stunden-Woche in die Diskussion gebracht hatte, sprang   er der Schr&#246;der-Regierung bei ihren Rentenpl&#228;nen zur Seite: &quot;Jetzt ist   nicht taktische Totalopposition angesagt, sondern rentenpolitische   Verantwortung gefragt&#8221; (Handelsblatt vom 10.7.00). Damit setzt die   F&#252;hrung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Rentenfrage den Kurs   fort, den sie mit ihrem B&#252;ndnis f&#252;r Arbeit eingel&#228;utet hatte. Schon in   der gemeinsamen Erkl&#228;rung vom B&#252;ndnis f&#252;r Arbeit, vom 7. Dezember 1998   hie&#223; es: &quot;Die am B&#252;ndnis f&#252;r Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsf&#228;higkeit   beteiligten Seiten streben vor allem an: Erstens weitere dauerhafte   Senkung der Lohnnebenkosten&#8230;&#8221;. Auch wenn einzelne DGB-Gewerkschaften   Kritik angemeldet haben, bieten inzwischen alle Gewerschaftsverb&#228;nde mit   ihren Mitglieder &#8211; Service &#8211; Organisationen M&#246;glichkeiten einer privaten   Rentenversicherung an. Auch wenn die &#214;TV-Spitze &#246;ffentlich nicht so weit   geht wie Schulte, setzt sie ihre Verhandlungen mit den Arbeitgebern in   Sachen Zusatzversorgung fort &#8211; obwohl die Spatzen von den D&#228;chern   pfeifen, dass die Arbeitgeber mit diesen Verhandlungen nur weitere   Einsparma&#223;nahmen verfolgen. Die Politik von Schulte, Mai und Co. wirft   ein Licht auf den Zustand der Gewerkschaften in Zeiten der neoliberalen   Offensive der B&#252;rgerlichen. Es spricht f&#252;r sich, dass der jetzige   Arbeitsminister Riester bis 1998 der Zweiten Vorsitzende der IG Metall   war.<br \/>Wir sehen uns heute einer inoffiziellen Gro&#223;en Koalition   gegen&#252;ber. Ob bei der Steuerreform oder in der Rentenfrage: Schr&#246;der ist   bem&#252;ht, CDU\/ CSU und die FDP mit ins Boot zu nehmen.<br \/>Die PDS ist   die einzige im Bundestag vertretene Partei, die die aktuellen   Rentenpl&#228;ne ablehnt. Leider nutzt sie ihre Unterst&#252;tzung in der   arbeitenden Bev&#246;lkerung Ostdeutschlands nicht, um wirksamen   au&#223;erparlamentarischen Widerstand auf die Beine zu stellen.<\/p>\n<p>Perspektiven   f&#252;r erfolgreiche Gegenwehr<\/p>\n<p>Noch hat die Dimension des   Sozialabbaus, die Riesters Rentenpl&#228;ne bergen, nur teilweise das   Bewusstsein der Arbeiterklasse erfasst. Allerdings kommt das Problem   Rente bereits in einer vom Bundesumweltministerium ver&#246;ffentlichten   Studie nach den brennendsten Fragen in der Gesellschaft nach dem Problem   Arbeitslosigkeit auf den zweiten Platz &#8211; vor den Themen Soziales und   Umwelt. Die knappen Abstimmungen in den Reihen der SPD &#8211; im Vorstand mit   19 zu 9 Stimmen bei mehreren Enthaltungen &#8211; weisen nicht auf eine   Polarisierung in der Partei hin, sondern in erster Linie auf die Sorge   eines Teils der Parteispitze um W&#228;hlerstimmen (es ist kein Zufall, dass   das Rentengesetz noch in diesem Herbst, also rechtzeitig vor dem   kommenden Bundestagswahlkampf 2002 &#252;ber die B&#252;hne gebracht werden soll).<br \/>Auf   Grund der Rolle der Gewerkschaftsspitze verl&#228;uft der Klassenkampf   derzeit sehr einseitig. Trotz eines enormen Unmutes in den Betrieben   sind in dieser Tarifrunde gr&#246;&#223;ere Streikbewegungen ausgeblieben. In der   Metallindustrie wurden von der IG Metall-F&#252;hrung faule Kompromisse   abgeschlossen, ohne dass es auch nur zu Warnstreiks gekommen w&#228;re.   Obwohl es im Bankgewerbe und im &#214;ffentlichen Dienst klare Mehrheiten f&#252;r   Streikma&#223;nahmen gab, gelang es den Vorst&#228;nden von HBV, &#214;TV und DAG diese   Kampfbereitschaft zu ignorieren.<br \/>Wegen der gegenw&#228;rtigen Schw&#228;che der   Linken in den Betrieben und Gewerkschaften ist trotz einer Reihe von   &#252;berregionalen Protesten gegen Rot-gr&#252;n eine Verallgemeinerung der   K&#228;mpfe bislang ausgeblieben. Allerdings finden auf der lokalen und   betrieblichen Ebene wichtige Proteste statt. Das j&#252;ngste bedeutende   Beispiel waren die spontanen Arbeitsniederlegungen bei Opel Bochum in   diesem Fr&#252;hsommer gewesen, die innerhalb von zwei Tagen Auswirkungen auf   die Produktion der Opel-Werke europaweit hatten.<br \/>Das wachsende   Misstrauen an der Basis in verschiedenen Einzelgewerkschaften   widerspiegelte sich auch im Vorfeld des ver.di &#8211; Projektes bei   Mehrheiten in den &#214;TV-Bezirken NRW II und Sachsen-Anhalt sowie im   HBV-Bezirk Th&#252;ringen gegen die Pl&#228;ne der Gewerkschaftschefs zur   Schaffung der Dienstleistungsgewerkschaft.<\/p>\n<p>Der 23. September muss   ein bundesweiter Kampftag werden<\/p>\n<p>Es ist m&#246;glich, dass es gegen   die drohende Zerschlagung des Rentensystems in diesem Herbst zu   einzelnen spontanen Streiks kommen k&#246;nnte, wie das bereits 1996 gegen   die unter Kohl geplante K&#252;rzung der Lohnfortzahlung bei Krankheit der   Fall war. Es ist auch nicht auszuschlie&#223;en, dass die   Gewerkschaftsf&#252;hrung zu gr&#246;&#223;eren &#252;berregionalen Mobilisierungen   gezwungen wird. Ein wichtiger Termin wird der 23. September. F&#252;r dieses   Datum haben die Jugendorganisationen von IG Metall, DPG, HBV und IG   Medien zu einem bundesweiten Aktionstag und zu einer Demonstration in   Berlin unter dem Motto &quot;Her mit dem sch&#246;nen Leben&#8221; aufgerufen. Vor zwei   Jahren kamen zu einem &#228;hnlichen Ereignis in Frankfurt am Main &#8211; damals   noch gegen die Kohlregierung gerichtet &#8211; 40.000 Jugendliche. Dem   Aktionstag wird am 22. und 23. September , ebenfalls in Berlin, eine   &quot;Halb-Zeit-Konferenz&#8221; vorausgehen, zu der neben der Gewerkschaftsjugend   verschiedene linke Organisationen aufgerufen haben. Die SAV tritt daf&#252;r   ein, dass f&#252;r den 23. September eine Vollmobilisierung von DGB,   DGB-Jugend, Vertrauensleutek&#246;rpern sowie Sch&#252;lerInnen und   Studierenvertretungen stattfindet, um mit der Demonstration einen hei&#223;en   Herbst zur Verhinderung der Rentenpl&#228;ne und zur R&#252;cknahme aller   K&#252;rzungen unter Rot-gr&#252;n einzuleiten. Die Demo am 23. September darf von   der Gewerkschaftsspitze nicht zum Dampf ablassen missbraucht werden. Die   Demo kann nur der erste Schritt sein, dem weitergehende Kampfma&#223;nahmen   bis hin zu Streiks folgen m&#252;ssen.<\/p>\n<p>Innergewerkschaftliche   Opposition<\/p>\n<p>Der Kampf gegen Riesters Rentenpl&#228;ne bietet gro&#223;e   M&#246;glichkeiten f&#252;r k&#228;mpferische und kritische Betriebsr&#228;te,   Vertrauensleute und Funktion&#228;re, die innergewerkschaftliche Opposition   zu st&#228;rken. Mit der &quot;Gewerkschaftslinken&quot; oder dem &quot;Netzwerk f&#252;r eine   k&#228;mpferische und demokratische &#214;TV&quot; bestehen bereits erste Ans&#228;tze auf   &#252;berregionaler Ebene. Um diesen Kr&#228;ften mehr Gewicht zu geben, ist es   notwendig, eine konsequente eigenst&#228;ndige Mobilisierung f&#252;r den 23.   September durchzuf&#252;hren. Damit k&#246;nnte ein Beispiel gegeben werden, wie   die Kampfkraft der KollegInnen effektiv genutzt werden kann. Das w&#252;rde   die Gewerkschaftsspitze enorm unter Druck setzen. Schritte in diese   Richtung k&#246;nnten einen weiteren Aufschwung der Klassenk&#228;mpfe und eine   verst&#228;rkte Polarisierung in den Gewerkschaften beschleunigen. Prozesse,   die in der kommenden Periode auch den Boden bereiten werden f&#252;r erste   Anf&#228;nge einer neuen Arbeiterpartei.<\/p>\n<p>Das Programm der SAV<\/p>\n<p>F&#252;r   die Verteidigung aller von uns erk&#228;mpften sozialen Rechte<br \/>F&#252;r   die Verteidigung aller erreichten Standards bei der gesetzlichen und   betrieblichen Altersversorgung<br \/>Keine Beitragserh&#246;hungen f&#252;r die   abh&#228;ngig Besch&#228;ftigten<br \/>Nein zum Einstieg in die private   Altersvorsorge<\/p>\n<p>Die Rente ist kein Privileg, sondern ein soziales   Grundrecht. Auch wenn die heutige parit&#228;tische Finanzierung schon eine   Entlastung der Unternehmer bedeutet, muss jede weitere Verschlechterung   entschieden abbgelehnt werden.<\/p>\n<p>Nein zu Altersarmut<br \/>Keine   weitere Absenkung des Rentenniveaus<br \/>F&#252;r eine Rente in H&#246;he von   mindestens 75 Prozent des Nettoeinkommens<br \/>F&#252;r eine garantierte   staatliche Mindestrente von 2.000 Mark f&#252;r jede\/n RentnerIn &#8211; in Ost und   West<\/p>\n<p>Die Abgeordneten im Bundestag stecken monatlich Eink&#252;nfte in   H&#246;he von 12.875 Mark ein (dabei sind Spesen und andere Verg&#252;nstigungen   noch nicht ber&#252;cksichtigt). Nach 18 Jahren Parlamentszugeh&#246;rigkeit   erhalten sie ab dem 55. Lebensjahr eine Altersversorgung, die 75 Prozent   ihrer Di&#228;ten beinhaltet. Warum soll Otto-Normalrentner ein niedrigerer   Prozentsatz vom Einkommen zustehen als den Spitzenverdienern des   Bundestages.<\/p>\n<p>Recht auf vollen Rentenanspruch ab 55 Jahren<\/p>\n<p>Mit   der so genannten Altersteilzeit an Stelle der Fr&#252;hverrentung findet eine   Umverteilung von der Rentenkasse zur Arbeitslosenversicherung und eine   Umverteilung von der Rentenkasse auf die betroffenen &#228;lteren KollegInnen   statt. Der volle Rentenanspruch ab 55 Jahren ist l&#228;ngst &#252;berf&#228;llig.   Allerdings muss es auch die M&#246;glichkeit geben, l&#228;nger arbeiten zu   d&#252;rfen, wenn das von KollegInnen gew&#252;nscht wird.<\/p>\n<p>Keine   Geschenke an die Unternehmer<br \/>Finanzierung der Rente &#252;ber die Ertr&#228;ge   der Gro&#223;konzerne<\/p>\n<p>Ein Konzern wie DaimlerChrysler musste 1999   bei einem Rekordgewinn von 21,5 Milliarden Mark keine Mark   Ertragssteuern zahlen. Selbst ein Konzern wie BMW, der gerade mit der   Rover-Pleite zu tun hat, besa&#223; 1998 eine Gewinnr&#252;cklage in H&#246;he von 7   Milliarden Mark.<\/p>\n<p>R&#252;cknahme der Steuerreform<\/p>\n<p>Die   Steuerquote der Gro&#223;konzerne sinkt seit Jahren drastisch; vor allem seit   Antritt der Kohlregierung 1982. W&#228;hrend die Unternahmen 1980 noch im   Durchschnitt mit 33,6 Prozent Steuern belastet wurden, waren es 1993   gerade noch 18,3 Prozent. Der SPD-Finanzminister Eichel macht da weiter,   wo sein Vorg&#228;nger Waigel von der CSU aufgeh&#246;rt hat: Die im Juli 2000 von   SPD und Gr&#252;nen im Bundestag beschlossene Steuerreform mit einem Volumen   von 50 Milliarden Mark markiert einen weiteren gro&#223;en Wurf in Sachen   Steuergeschenke an das Kapital.<\/p>\n<p>&#214;ffnung der Gesch&#228;ftsb&#252;cher<\/p>\n<p>Wo   sind die Profite der vergangenen Jahre hingegangen? Wie sieht die   Finanzlage der Banken und Konzerne wirklich aus?<\/p>\n<p>&#220;berf&#252;hrung der   Versicherungsgesellschaften und Banken in Gemeineigentum<\/p>\n<p>Die   gro&#223;en Versicherungsgesellschaften haben sich in den letzten Jahren auf   unsere Kosten eine goldene Nase verdient. Die Allianz erzielte 1999   einen &#220;berschuss in H&#246;he von 4,3 Milliarden Mark, die M&#252;nchener   R&#252;ck-Gruppe brachte es auf 2,2 Milliarden.<br \/>Entsch&#228;digung darf   nur bei erwiesener Bed&#252;rftigkeit gezahlt werden.<\/p>\n<p>Verteilung   der vorhandenen und gesellschaftlich notwendigen Arbeit auf alle<br \/>Einf&#252;hrung   der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich<\/p>\n<p>Auf   der einen Seite Massenarbeitslosigkeit, auf der anderen Seite   Arbeitshetze, Stress und &#220;berstunden. Das ist kapitalistische Anarchie.<br \/>Weniger   als die H&#228;lfte aller lohnabh&#228;ngig Besch&#228;ftigten haben eine ungebrochene   Erwerbsbiografie. Alle anderen sind zwischenzeitlich mindestens einmal   arbeitslos, nehmen eine Fortbildung in Anspruch oder m&#252;ssen zu   Niedrigl&#246;hnen arbeiten. Eine Entwicklung, die f&#252;r sich genommen bereits   eine angemessene Rente unm&#246;glich macht.<\/p>\n<p>Drastische K&#252;rzungen   der Milit&#228;rausgaben<\/p>\n<p>Die Milit&#228;rausgaben der BRD haben sich   in den letzten Jahren mit j&#228;hrlich 50 Milliarden Mark auf einem Niveau   bewegt, das nur knapp unter dem liegt, das vor 1990 mit der &quot;Gefahr aus   dem Osten&#8221; gerechtfertigt wurde. Auch am &quot;Eurofighter&#8221; wird   festgehalten: Dieses Projekt wird allein ungef&#228;hr 30 Milliarden   verschlingen.<\/p>\n<p>R&#252;cknahme aller sozialen K&#252;rzungen unter der   rot-gr&#252;nen Bundesregierung<\/p>\n<p>F&#252;r ein staatliches   Besch&#228;f-tigungsprogramm in den Bereichen Bildung, Soziales, Wohnungsbau   und Umweltschutz<br \/>Brauchen wir etwa nicht gute und billige Wohnungen,   weitere Kinderg&#228;rten, Altenheime und soziale Einrichtungen? Statt   &#246;ffentliche Gelder per Subventionen in den Rachen des Kapitals zu   werfen, sollten umfassende staatliche Programme in solchen und &#228;hnlichen   Bereichen finanziert werden.<\/p>\n<p>Schluss mit der Profitwirtschaft<br \/>Die   SAV k&#228;mpft f&#252;r eine sozialistische Gesellschaft, in der die Wirtschaft   nicht l&#228;nger den Profitinteressen einer kleinen Minderheit von   Kapitalisten dient, sondern im Interesse der gro&#223;en Mehrheit &#8211; im   Einklang mit der Natur &#8211; demokratisch geplant wird.<br \/>Im Ostblock ist   nicht der Sozialismus gescheitert, sondern eine stalinistische Diktatur.   Der Kapitalismus scheitert heute t&#228;glich. Wir wollen weder eine Diktatur   der B&#252;rokratie, noch eine Diktatur der Banken und Konzerne. Eine   sozialistische Demokratie ist die Alternative.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\n      Jetzt einen hei&#223;en Herbst gegen den sozialen Kahlschlag von Rot-gr&#252;n und<br \/>\n      Unternehmerschaft vorbereiten<\/p>\n<p>Stellungnahme der SAV vom Juli 2000\n    <\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":17827,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[112],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10032"}],"collection":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=10032"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/10032\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17827"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=10032"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=10032"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/archiv.sozialismus.info\/maschinenraum\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=10032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}